Wie funktioniert Pidgin

Instant Messaging: Multi-Messenger Pidgin. Das Gratisprogramm beherrscht alle gängigen Chat-Dialekte. Instant Messaging ist eine feine Sache. Aber welches Chat-Programm soll man nehmen? Pidgin unterstützt alle gängigen Messaging-Dienste.

Die Kommunikation ist einfach und schnell – viele Anwender schwören auf das Chatten via Instant Messenger (IM). Leider gibt es unterschiedliche Systeme. Wer Arbeitskollegen hat, die ICQ benutzen und Freunde bei AOL muss sich bei jedem Dienst ein Benutzerkonto anlegen, wenn er sich mit diesen Personen unterhalten will. Dank Pidgin, vormals Gaim, bleibt es ihnen aber erspart, die verschiedenen Chat-Programme installieren zu müssen, denn Pidgin erlaubt den Zugriff auf alle Dienste. Mit Pidgin verbindet man sich gleichzeitig mit allen wichtigen Sofortnachrichten-Netzwerken. Die kostenlose Software kombiniert alle gängigen Protokolle für Echtzeit-Chats in einem einzigen Programm. Außer ICQ und AIM unterstützt der so genannte Multi-Messenger noch Bonjour, QQ, Jabber, MSN, Google Talk, Yahoo!, Zephyr und einige exotische Protokolle.

Das sind die Voraussetzungen

Um Pidgin auf Ihrem Rechner zu benutzen sind nur wenige Anforderungen nötig. Bei allen gewünschten Chat-Diensten benötigen Sie ein Benutzerkonto. Das sollten Sie vorher einrichten, es ist bei allen Sofortnachrichtennetzwerken gratis zu haben. Für welche Dienste Sie sich entscheiden, hängt davon ab, welche Netzwerke Freunde und Bekannte nutzen.

Die Installation ist ein Kinderspiel

Den Multi-Messenger gibt es kostenlos auf der Pidgin-Homepage und zwar für die Betriebssysteme Windows, Mac OS, Linux, Palm OS, Pocket PC sowie für einige Handys. Zum Installieren benötigen Sie bei vielen Betriebssystemen Administratorenrechte. Nach einem Doppelklick auf die Installationsdatei wählen Sie zunächst die gewünschte Sprache aus. Lesen Sie die Lizenzbedingungen und akzeptieren Sie diese. Klicken Sie dann auf Weiter bis die abgeschlossen ist. Starten Sie den PC neu und melden Sie sich wieder mit Ihrem Benutzerkonto am System an.

Nächste Schritt: Die gewünschten Dienste auswählen

Starten Sie Pidgin mit einem Doppelklick. Klicken Sie dann im Begrüßungsfenster auf Hinzufügen. Im Unterschied zu ICQ oder Windows Live Messenger verbindet sich Pidgin in der Standardinstallation mit mehr als zehn verschiedenen Sofortnachrichtennetzwerken. Wählen Sie einen Dienst aus, mit dem eine Verbindung hergestellt werden soll und geben den Benutzernamen und Passwort ein. Nach einem Klick auf Hinzufügen kennt Pidgin dieses Benutzrkonto. Fügen Sie auf diese Weise auch die Konten bei den anderen Diensten der Pidgin-Liste zu.

Öffnen Sie nun in der (noch leere) Kontaktliste (Freundesliste) das Menü Werkzeuge/Privatsphäre. Wählen Sie das gewünschte Konto und ändern Sie im Aufklappmenü die Einstellung in: Nur den Benutzern in meiner Buddy-Liste erlauben, mir Nachrichten zu schicken Damit entgehen Sie den Werbenachrichten, die leider immer öfter per IM verschickt werden.

Und Loslegen

Das Herzstück von Pidgin ist – wie bei allen anderen Instant-Messenger auch – die Kontaktliste. In diesem Fenster zeigt die Software Freunde und Bekannte an, die gerade online sind. Per Mausklick auf einen Namen der öffnet man ein Chatfenster, verschickt Dateien oder startet Konferenzgespräche. Öffnen Sie die Kontaktliste und fügen Sie nun Ihre Freunde aus den anderen Diensten hinzu. Geben Sie den Benutzernamen des Freundes ein und wählen Sie, zu welchem Chat-Dienst er gehört und klicken Sie auf Hinzufügen. Ihr Freund erhält dann eine Anfrage, die er bestätigen muss, erst dann kann die Kommunikation erfolgen.

Achten Sie darauf, wer auf Ihrer Freundesliste landet. Falls Sie einmal eine falsche Person zugelassen haben, löschen Sie den Eintrag wieder. Nutzen sollten Sie auch unbedingt die Status-Informationen. Sie signalisieren Ihren Freunden, ob Sie sehr gerne, gar nicht oder nur im Notfall für einen Chat zur Verfügung stehen. Welchen Status Sie gewählt haben, erkennen Sie am unteren Fensterrand.

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