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Wie funktioniert Schnellkochtopf

Lohnt sich ein Schnellkochtopf?  Sind Schnellkochtöpfe sinnvoll oder unnütz und teuer? Schnellkochtöpfe sind gerade zur Weihnachtszeit beliebte Geschenke für die Frau, die schon alles hat. Doch muss gefragt werden, ob diese Ausgabe auch klug ist.

Wie bei vielem scheiden sich an Schnellkochtöpfen die Geister. Die einen wollen ohne gar nicht mehr in ihrer Küche sich dem Kampf am Herde widmen, die anderen mögen diese Dampfungetüme nicht und halten sie für eine gefährliche Angelegenheit. Nicht zu vergessen die dritte Gruppe, die unbedingt einen Schnellkochtopf will, weil andere den auch haben, ihn aber schließlich verschenken, weil sie ihn in all den Jahren nicht benutzt haben.

Leider ist es nicht einfach, die Frage nach dem Sinn eines solchen Kochgeschirrs pauschal zu beantworten. Da hat man es einfacher, wenn man ergründen möchte, ob Schokolade dick macht oder nicht. Hier kann man ruhig auf einen Selbsttest verzichten, beim Schnellkochtopf wäre es ideal, könnte man ihn einfach mal ausprobieren. Kein Problem, wenn man sich einen borgen kann. Geht es um den Kauf eines Schnellkochtopfes, muss vorher gut nachgedacht werden.

Was kann man mit einem Schnellkochtopf machen?

Kochen – ganz klar. Kann man mit jedem anderen Kochtopf auch und viele Menschen beherrschen diese Tätigkeit ebenfalls recht passabel, in dem sie selbst beginnen zu kochen. Aber Scherz beiseite.

Mit einem Schnellkochtopf kann vor allem schneller gekocht werden. Durch das feste Verschließen des Deckels entsteht im Inneren ein höherer Druck, als wir es sonst gewohnt sind. Durch den höheren Druck wird das im Topf enthaltene Wasser zusammen gepresst und es siedet nicht wie sonst bei 100 °C, sondern meistens erst bei 120 °C. Damit geht der Garvorgang zügiger von Statten und die Speisen sind wesentlich schneller fertig.

Durch den fest verschlossenen Deckel kann kein Wasserdampf entweichen. Es verbleibt im Innern und muss nicht auf Vorrat sozusagen beim Aufsetzen berücksichtigt werden. Damit braucht es weniger. Gemüse auf einem Siebeinsatz gart im Dampfdruck. Es schwimmt nicht im Kochwasser herum. Eine sehr vitaminschonende Garmethode.

Die Vorteile eines Dampfkochtopfs

Durch die Funktionsweise liegen sie auf der Hand: Es geht schneller, vitaminschonender und kann – einen entsprechend häufigen Einsatz vorausgesetzt – helfen, das Haushaltsgeld zu sparen. Bei Suppen aus Hülsenfrüchten entfällt beispielsweise die Einweichzeit.

Und die Nachteile des Dampfgarers?

Ein Schnellkochtopf nimmt einigen Platz im Schrank weg. Er ist schwer, weil sie etwas stabiler gebaut sind. Außerdem muss dringend darauf geachtet werden, regelmäßig die Dichtungen zu wechseln. Das sind Folgekosten. Zwar nicht besonders hoch, doch zu berücksichtigen.

Bei vielen Modellen muss zur Reinigung das Druckventil regelmäßig auseinander gebaut werden. Wem das Gebastel nicht liegt, wird das als Last empfinden.

Nicht zuletzt soll erwähnt werden, dass Schnellkochtöpfe alles andere als preiswert sind. Sie werden in unterschiedlichen Größen angeboten, zumeist nach Literzahlen der Inhalte sortiert. Schnell kommt ein Preis von einhundert oder zweihundert Euro zusammen.

Was ist mit dem Geschmack?

Da das Gemüse nicht im Wasser liegen muss, um gegart zu werden, bleiben neben den Vitaminen auch die geschmackgebenden Stoffe erhalten. Es schmeckt intensiver und bleibt etwas knackiger.

Bei Fleisch scheiden sich die Geschmäcker. Rinderrouladen zum Beispiel werden sehr zart und sind vor allem innerhalb kurzer Zeit gegart. Die Aromen verteilen sich gut und es schmeckt. Beim konventionellen Schmoren haben die Aromen länger Zeit, sich zu bilden und zu verteilen. Vielen Genießern, nicht allen, schmeckt das besser. Das ist jedoch eine Sache der persönlichen Vorlieben.

Wer braucht einen Schnellkochtopf?

Ganz einfach und pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Für jemanden, der viel kocht und keine Angst vor dem Druck hat, ist so ein Kochtopf eine echte Erleichterung. Es ist schön, drei Kilogramm Pellkartoffeln in ungefähr sieben Minuten gegart zu haben. Bei Vielkochern macht sich auch die Energieersparnis bemerkbar. Man muss sich mit dem Schnellkochtopf ein wenig bekannt machen, um genau die Garzeitpunkte herauszufinden. Man kann ja nicht mal schnell aufmachen und einmal kosten. Das ist eine Sache der Übung.

Wird nur gelegentlich gekocht, ist ein Schnellkochtopf eine überflüssige Anschaffung. Es geht zwar schnell, aber die Energieersparnis macht sich nur kaum bemerkbar. Außerdem ist keine Zeit, sich in aller Ruhe mit dem Topf anzufreunden. Er wird schnell zum ungeliebten Gegenstand.

Für alle, die zwischen Wenig- und Vielkocher liegen, ist die Antwort schwieriger. Gut ist, sich bewusst zu machen, dass es sich um einen Drucktopf handelt. Hat man Angst vor dem Druck, Angst, der Topf würde einem um die Ohren fliegen, sollte man die Finger davon lassen. Die Töpfe sind sehr sicher und man kann bei den meisten Modellen nichts falsch machen. Ist die Angst da, unbegründet oder nicht, wird es oft nicht leicht, sie zu überwinden. Einfach einen Schnellkochtopf vor die Nase zu stellen ist keine Therapie. Eher schon, sich einen in Aktion zeigen zu lassen.

Na dann ran an die Schnellkochtöpfe

Soweit die Entscheidungshilfen. Wenn ein Schnellkochtopf in Betracht kommt, geht jetzt der richtige Weg in den Fachhandel. Einfach mal ansehen, was es für welchen Preis gibt. Ob man mit dem Deckelverschluss, den Ventilen und der Handlichkeit zu Recht kommt. Wichtig ist auch, für welche Größe sich entschieden wird. Bloß nicht zu klein, hier ist schnell am falschen Ende gespart. Gekauft, nach Haus gebracht und schnell gesund gekocht.