Wie funktioniert WiFi Alliance

Neuer WiFi-Standard für direkte Verbindung. Ein neuer WiFi-Standard der WiFi Alliance ermöglicht die direkte Verbindung zwischen verschiedenen Peripheriegeräten. Ein neuer Standard für WiFi-Technologie sorgt dafür, dass Geräte, die diesen Standard unterstützen, in Kürze auch direkt miteinander kommunizieren können. Bis jetzt war das nur über ein traditionelles Netzwerk möglich.

Direkte Kommunikation von Peripheriegeräten

Mit WiFi Direct können Geräte direkt Verbindung zueinander aufnehmen, ohne dass eine Basisstation als Brücke dient. WiFi Direct – auch mit dem Namen WiFi Peer-to-Peer bezeichnet – kann in allen WLAN-fähigen Geräten eingesetzt werden. Dazu zählen Handys, Kameras, Notebooks, Drucker, Kopfhörer und auch Keyboards. Der neue Standard basiert auf dem aktuellen WLAN-Standard 802.11n und verwendet die Verschlüsselungsnorm WPA2. Damit können Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit genutzt werden. Die Kompatibilität zu älteren WLAN-Standards ist aber gegeben. Geräte erkennen sich gegenseitig und bei Bedarf kann jedes Gerät auch die Funktion einer Basisstation übernehmen. So soll ein Laptop direkt einen Druckauftrag an einen kabellosen Drucker senden können, ohne dass beide im selben Netzwerk angeschlossen sind.

Zertifizierung von Produkten ist gestartet

Hersteller können ab sofort von der WiFi Alliance, der Organisation die sich mit Standards in dieser Technik beschäftigt, Zertifikate erhalten. Dadurch soll für Verbraucher erkennbar sein, dass eine Komponente WiFi Direct unterstützt. Zubehör mit diesem Label muss allerdings ohne Probleme zusammenarbeiten, um ein Zertifikat zu bekommen. So ist für den Verbraucher leicht ersichtlich, dass beispielsweise ein neuer Drucker mit einem bestimmten Laptop funktioniert.

Einfache Synchronisation von Multimedia-Inhalten

Multimediale Inhalte wie Fotos, Videos und Musik wachsen ständig an Beliebtheit und nehmen bei Verbrauchern einen immer höheren Stellenwert ein. Dabei kommt direkten Verbindungen zum Synchronisieren, Drucken und Spielen eine immer größere Bedeutung zu.

Laut Angaben der WiFi Alliance werden im Jahr 2010 etwa 216 Millionen Mobiltelefone und 82 Millionen weitere Geräte der Unterhaltungselektronik verkauft, die WiFi-Funktionen an Bord haben. In den USA nutzen 64 Prozent der Jugendlichen diese Verbindung, um sich mit Freunden auszutauschen und zu kommunizieren.

Ein Bedarf für WiFi Direct scheint also ausreichend vorhanden. Und ein WiFi-Direct-Gerät soll schon genügen, um die Vorzüge des neuen Standards auszukosten. Die neuen Geräte mit dem neuen Standard sollen sich nämlich auch mit älteren WiFi-Fabrikaten direkt verbinden können. Zusätzlich bleibt natürlich auch die Einbindung in ein herkömmliches Netzwerk möglich.

Bedrohung für Bluetooth

Die Technik könnte letztlich eine Bedrohung für Bluetooth darstellen. Bluetooth ermöglicht zwar auch die Kommunikation verschiedener Geräte miteinander, aber die WiFi-Signale reichen erheblich weiter als Bluetooth-Signale und lassen sich aufgrund der genutzten WPA2-Verschlüsselung auch absichern.

Aufgeräumte Arbeitsplätze

Die Einführung von WiFi Direct könnte auch helfen, den immer noch unvermeidbaren Kabelsalat an Computerarbeitsplätzen zu reduzieren. WiFi Direct ist sowohl für den privaten Computerbenutzer als auch für den Einsatz in Unternehmen gedacht. Und damit könnten endlich die leidigen Stolperfallen rund um private und berufliche Schreibtische beseitigt werden und das Problem von Fehlfunktionen durch zu locker sitzende Kabel hätte auch ein Ende.

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