Wie wirkt Koffein in Kaffee, Tee und Cola

Die Wirkung von Koffein in Kaffee, Tee und Cola. Koffein ist der Lebensmittelinhaltsstoff, der bisher am besten untersucht wurde: Alles über die Wirkung von Koffein in Kaffee, Tee, Cola und Kakao. Der Stoff, der zugleich vor Krankheiten schützen und schaden kann.

Der Kaffee, eines der beliebtesten Getränke der Deutschen, enthält mit Abstand die größte Menge an Koffein. Da können weder Energy Drinks noch Colagetränke mithalten. Aber auch Tee, ob grün oder schwarz, und sogar Kakao enthalten den Lebensmittelinhaltsstoff Koffein, zu dessen Wirkung es eine Vielzahl an Studien gibt. Alle, die den Kaffee lieben, wissen es auch ohne Studie: Koffein macht wach, hebt die Stimmung und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Darüber hinaus gibt es noch eine Menge weiterer Erkenntnisse über die Wirkung von Koffein, seien sie nun förderlich für die Gesundheit und das Wohlbefinden oder schädlich.

Koffein- und Thein-Gehalt in Getränken

Obwohl die folgenden Angaben nur Durchschnittswerte sind, ist die Reihenfolge unbestritten. Demnach hat Kaffee den höchsten Koffeingehalt und Kakao den niedrigsten, jeweils bezogen auf 100 ml:

Kaffee 50 -100mg, Energydrinks 30 – 40 mg, Cola 10 – 20 mg, Kakao 10 mg.

Im Vergleich zum Koffein, das sofort ins Blut übergeht, wird Thein, wegen der im Tee enthaltenen Gerbstoffe, nur langsam vom Körper aufgenommen. Rein biochemisch gesehen, haben Koffein und Thein aber die gleiche Wirkung. Schwarzer und grüner Tee unterscheiden sich grundsätzlich nicht in ihrem Theingehalt, allerdings variiert dieser in Abhängigkeit von Teesorte und Ziehdauer des Tees, nämlich zwischen 20-40 mg pro 100 ml.

Die vorbeugenden Wirkungen von Koffein

Die Untersuchungen, die normalerweise mit Kaffee durchgeführt wurden, zeigten vor allem die vorbeugende Wirkung von Koffein, wenn zwei bis vier Tassen täglich getrunken wurden. Das entspricht einer Koffeinmenge von maximal 400 mg. Und dies sind die Ergebnisse:

  • Kaffee erweitert die Herzkranzgefässe, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Das Herz schlägt kräftiger und schneller, der Blutdruck steigt. Koffein soll auf diese Weise Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen bieten, da die Dehnbarkeit der Arterien verbessert wird.
  • Kaffee fördert die Wachheit und Aufmerksamkeit, somit wird die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Nach neuesten Studienergebnissen schützt es die Gehirnzellen vor Degeneration, was den Gedächtnisverlust bei Alzheimer stoppen und sogar rückgängig machen soll. Ebenfalls über das zentrale Nervensystem bewirkt Koffein offensichtlich auch einen Schutz gegenüber Parkinson, da es das Absinken des Botenstoffes Dopamin verhindert.
  • Der regelmäßige Konsum von Kaffee fördert die Fettverdauung durch Anregung der Gallenblase und senkt gleichzeitig das Risiko, Gallensteine zu entwickeln.
  • Weiterhin soll Kaffee Allergien lindern, da Koffein die Ausschüttung von Histaminen vermindert. Außerdem wirkt es über die Muskulatur der Lungenbronchien entspannend und erweiternd auf das Lungengewebe, beides zusammen bringt vor allem Asthmatikern Erleichterung.

Was passiert, wenn man zu viel Koffein zu sich nimmt?

Bei Kaffee werden als normale Menge Koffein bis zu vier Tassen am Tag angesehen. Von einer höheren täglichen Koffeinmenge auf Dauer wird abgeraten, da mit einem Abhängigkeits- und Gewöhnungseffekt zu rechnen ist. Dies hat zur Folge, dass der Genuss von Koffein nicht mehr zu erhöhter Wachheit und Konzentrationsfähigkeit führt. Daher haben beispielsweise Menschen, die viel Kaffee trinken, trotz spätem Kaffeegenuss keine Einschlafprobleme.

Der Entzug von Koffein nach dauerhaft erhöhten Mengen kann zu körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Benommenheit und Müdigkeit führen. Außerdem kann die Stimmung absinken bis hin zu depressionsähnlichen Zuständen.

Bei Überdosierung von Koffein reagiert der Körper mit Stress-Symptomen: Herzrasen, schneller Puls, erhöhter Blutdruck und Magen-Darmbeschwerden sind die Folge.

Wer sollte koffeinhaltige Getränke meiden?

Obwohl vielfältige positive Effekte des Koffeins nachgewiesen sind, gibt es körperliche Gründe, den Koffeingenuss deutlich zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. In manchen Fällen genügt es, auf Getränke mit niedrigerem Koffeingehalt umzusteigen.

  • Wenn Koffein in Kaffee die Magenschleimhäute zu sehr reizt, kann man auf Espresso oder Cappuccino umsteigen, da hierfür säureärmere Kaffeebohnen verwendet werden.
  • Menschen mit Osteoporose müssen nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr auf Koffein verzichten, sollten aber besonders auf eine ausreichende Kalziumzufuhr in der Ernährung achten.
  • Herzkranken und Menschen mit hohem Blutdruck wird geraten auf Koffein zu verzichten, wobei sich dies in der Regel auf Kaffeegetränke bezieht. Von Getränken mit weniger Koffeingehalt wie Tee oder Kakao wird seltener abgeraten.
  • Da Koffein im Verdacht steht, Tinnitus zu erzeugen oder zu verstärken, ist es einen Versuch wert, eine Weile auf Koffein zu verzichten, um zu überprüfen, ob die Symptome dann nachlassen.
  • Die Wirkung von Koffein auf Ungeborene und Neugeborene ist sehr stark. Daher wird Schwangeren und Stillenden zu einem eingeschränkten Koffeingenuss geraten.
  • Frauen in den Wechseljahren vertragen häufig kein Koffein, da es Symptome wie Herzrasen und Hitzewallungen verstärkt. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Koffein von Frauen viel langsamer verarbeitet und ausgeschieden wird als von Männern. So kann bei Frauen die Tasse Kaffee zum Frühstück noch in der kommenden Nacht zu Schlafstörungen führen.

Insgesamt gesehen führt Koffein in Kaffee, Tee und anderen koffeinhaltigen Getränken nicht zu gesundheitlichen Schäden, wenn normale Mengen genossen werden. Bei bestehenden Erkrankungen kann Koffein aber zu einem zusätzlichen Belastungsfaktor werden, so dass sich vorhandene Symptome verstärken.

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