Wilde lange Naturlocken gut gepflegt – Tipps und Tricks

Wie pflegt man Locken richtig? Welche Bürste? Welche Pflegemittel? Die Pflege von Locken ist wichtig, damit sie nicht trocken und ohne Spannung herabhängen.

Naturlocken – die eine mag sie, die andere hasst sie. Am besten, man findet sich mit ihnen ab. Glätten ist nicht nur mühsam, sondern auch äußerst schädlich für die Haare. Mit wenig Aufwand und der richtigen Pflege sehen auch trockene, spröde Locken frisch und glänzend aus. Locken zu pflegen ist in jedem Fall einfacher als der Versuch, sie zu bändigen.

Die Pflege von Locken fängt unter der Dusche an

Am Anfang steht die Frage nach dem richtigen Shampoo. Im Grunde ist es egal, welches Shampoo man nimmt. Es muss nicht teuer sein. Man kann spezielle Lockenshampoos benutzen, ein Muss ist es aber nicht. Doch da Locken eher zur Trockenheit neigen, sollte es zumindest für normales bis trockenes Haar sein. Allerdings darf das Shampoo auch nicht zu viele fettige Substanzen enthalten. Sie geben zwar Feuchtigkeit, aber beschweren die Locken und lassen sie aushängen. Hier sollte am besten jeder selbst verschiedene Varianten ausprobieren. Zu empfehlen ist z.B. Schauma Oil Intense. Auf keinen Fall darf zudem eine Spülung fehlen! Auch hier ist z.B. die Spülung von Schauma zu empfehlen. Sie muss mindestens ein bis zwei Minuten einwirken, bevor man sie ausspült – gründlich. Nach dem Duschen die nassen Haare ins Handtuch wickeln. Die Haare nicht trocken rubbeln, allenfalls ausdrücken.

Pflege des handtuchtrockenen lockigen Haares

Nun folgt der nächste Pflegeschritt. Wie kämmen? Am besten ist hier ein Grobzinkenkamm oder eine Holzbürste mit Naturborsten. Keine Plastikbürsten, die strapazieren das Haar unnötig. Die Haare kämmen, wenn sie nass sind. Da sie in diesem Zustand äußerst empfindlich sind, sollte man sie schonend behandeln und nicht grob kämmen. Man beginnt mit den Spitzen und arbeitet sich zum Ansatz vor. So vermeidet man es, Knoten in die Spitzen zu kämmen. Sollten die Spitzen dennoch verknotet sein: Haare festhalten. Das schont die Kopfhaut und man reißt sich keine Haare aus.

Ins noch feuchte Haar knetet man eine Kur in die Haarlängen, die man nicht ausspülen muss. Sehr zu empfehlen ist hier z.B. die Gliss Kur Total Repair Reflex-Glanz-Kur. Die kräftigt das Haar und schützt vor Spliss. Eine Kur sollte möglichst nach jeder Haarwäsche angewendet werden. Nun folgt ein weiteres Pflegemittel, dass die Locken definiert. Das bedeutet: Keine fliegende Krause, sondern dicke, glänzende Locken mit Sprungkraft. Auch hier gilt es, ausprobieren, denn jedes Haar ist verschieden. Zwei Produkte sind an dieser Stelle aber zu empfehlen. Einmal der relativ günstige Lockenflex-Locken Balm von Taft (Schwarzkopf). Zum andern eine Creme der Serie Curls Rock von Catwalk: Curl Amplifier. Dieses Produkt ist etwas teurer, doch erzielt man hiermit die besten Effekte. Es definiert die Locken und gibt Glanz und Sprungkraft. Diese Produkte auch nur in die Längen geben und nicht auf die Kopfhaut oder den Ansatz. Ansonsten gibt es schnell fettige Haare oder weiße, getrocknete Reste, die wie Schuppen aussehen. Abschließend gibt man den Haaren Halt durch einen Lockenschaum. Dieser verklebt nicht, sondern liefert Halt bei voller Elastizität. Denn Locken sind stets in Bewegung. Empfehlungen hier: 1. z.B. Wellaflex Lockenschaum oder 2. z.B. das Lockenmittel von Got2b (Schwarzkopf). Und nun lufttrocknen! Föhnen nur im äußersten Notfall und wenn dann nur anföhnen, über Kopf und zwar mit einem Diffusor-Aufsatz. Ansonsten war die Pflege bis hierhin für die Katz.

Pflege zwischen den Waschgängen

Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr. Sobald die Haare fertig gestylt sind, ist nichts mehr zu tun. Nach dem Schlafen neigen Locken dazu, trocken auszusehen. Hiergegen hilft ein Auffrischungsspray oder auch einfach nur Wasser. Haare kurz unter fließendes Wasser halten. Bei Bedarf wieder etwas Schaum benutzen und erneut lufttrocknen lassen. Die Haare auf keinen Fall kämmen, ansonsten sehen sie buschig, strohig und undefiniert aus. Mit den Fingern zurechtzupfen, in härteren Fällen kann auch ein Kamm verwendet werden. Das war’s!

Die Haare sollten allenfalls zwei- bis dreimal die Woche gewaschen werden. Zu viel waschen trocknet die Haare aus. Auch sollte das Shampoo öfters gewechselt werden. Auch wenn es nur für ein zwei Wäschen ist. So gewöhnt sich das Haar nicht an das Shampoo und die Pflegemittel können ihre volle Wirkung entfalten.

Auch wenn dies alles zeitaufwendig klingt, ist es das nicht. Das Duschen dauert weiterhin nur fünf bis zehn Minuten. Die anschließende Haarpflege dauert an sich auch nur fünf Minuten – Dreimal pumpen, dreimal Kopf nach unten, dreimal die Haarlängen massieren und fertig. Das Föhnen wird hier gespart und somit auch die Zeit.

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