Zeckenbiss – was tun?

In vielen Gebieten besteht eine erhöhte Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden. Was ist nach einem Zeckenbiss zu beachten?

Zecken können die beiden Krankheiten FSME, eine durch einen Virus ausgelöste Hirnhautentzündung, und Borreliose, eine im Verlauf oft chronische, durch Bakterien verursachte Wanderröte, übertragen. In manchen Gebieten sind Zecken weiter verbreitet als in anderen. Hier gilt es, besonders vorsichtig zu sein und ein paar Regeln im Umgang mit Zecken zu beachten und Symptome, die auf einen Zeckenbiss hindeuten können, richtig zu deuten. Zu den Gebieten, in denen eine erhöhte Gefahr einer Infizierung durch einen Zeckenbiss besteht, zählen insbesondere Baden-Württemberg und Bayern sowie die am Rhein und Donau liegende Umgebung.

Zeckenbisse treten vor allem von Frühling bis Spätherbst auf, nach einem milden Winter können die ersten Zecken auch schon wesentlich früher auftauchen. Die Spinnentiere sind auf Wiesen, im Wald, aber auch im Garten oder in Parks zu finden und werden oft unbemerkt im Vorbeigehen abgestreift. Dass sich die Zecken von Bäumen fallen lassen, wird oftmals behauptet, entspricht aber nicht der Wahrheit.

Was kann man nach einem Zeckenbiss tun?

Wer sich in typischen Zeckengebieten aufhält und im Freien unterwegs war, sollte sich auf Zecken untersuchen. Wer eine festsitzende Zecke entdeckt, sollte diese sofort entfernen. Dabei wird das Tier mit einer Pinzette möglichst nahe an der Haut gefasst und mit einer leichten Drehbewegung vorsichtig herausgezogen. Die Zecke sollte dabei nicht verletzt oder zerquetscht werden. Auch sollte man darauf verzichten, die Zecke mit Öl oder Alkohol zu betäuben, da das Tier im Todeskampf vermehrt die infektiöse Flüssigkeit an die Wunde abgibt.

Anschließend sollte die Bissstelle desinfiziert werden und in den nächsten Tagen beobachtet werden. Sollten Rötungen oder Entzündungen entstehen, empfiehlt es sich dringend, einen Arzt aufzusuchen. Für den Fall, dass die Zecke nicht ganz entfernt werden konnte, empfiehlt sich ebenfalls ein Besuch beim Hausarzt. Das gilt auch für Leute, die sich unsicher sind, wenn es darum geht, dass Tier selbst zu entfernen.

Wer in einem FSME-Gebiet von einer Zecke gebissen wird, sollte möglichst noch am gleichen Tag einen Arzt aufsuchen, selbst wenn die Zecke bereits selbstständig entfernt wurde. Kurz nach einem Biss kann eine so genannte passive Impfung nachgeholt werden. Besteht der Verdacht auf eine Borreliose, wird Antibiotika verabreicht. Ein Arzt kann in jedem Fall eine Diagnose stellen und eventuell weitere nötige Untersuchungen in die Wege leiten.

Wie kann man sich vor einem Zeckenbiss schützen?

Insbesondere in den bekannten Zeckengebieten sollte man einige Regeln einhalten und vorbeugen. Wer durch hohes Gras geht, einen Waldspaziergang macht oder mit Gartenarbeit beschäftigt ist, sollte möglichst eng anliegende Kleidung tragen, damit es den Zecken schwer gemacht wird, an die Haut zu gelangen.

Oftmals krabbeln Zecken eine Weile herum, bevor sich dann an einer geeigneten Stelle zubeißen. Darum empfiehlt es sich, sich nach dem Aufenthalt im Freien von Kopf bis Fuß auf Zecken zu untersuchen. Vor allem bei Kindern sollte man genau nachsehen, ob sich nicht irgendwo eines der gefährlichen Spinnentiere eingenistet hat.

Wer in einem gefährdeten Gebiet lebt, dort einen Urlaub verbringt und generell oft in der freien Natur unterwegs ist, sollte sich bei seinem Arzt nach der Impfung gegen FSME erkundigen.

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