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Asiatische Pilze

Nach der nuklearen Katastrophe in Japan werden Pilze wohl auf dem Index landen, obwohl sie in Asien seit Jahrtausenden in der Heilkunde verwendet werden.

Pilze finden in China, Korea und Japan schon seit Jahrtausenden Verwendung, sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde. Nachdem verschiedene Studien die Heileigenschaften dieser Pilze belegt haben, ist das Interesse an den asiatischen Pilzen in den letzten Jahrzehnten ständig gestiegen. Dieser Umstand könnte sich nach der Atomkatastrophe in Japan aber schlagartig ändern, was schade wäre, da viele asiatische Pilze über heilende Wirkungen verfügen. 25 Jahre nach Tschernobyl gibt es immer noch radioaktiv belastete Pilze in Deutschland. Schuld daran ist das radioaktive Caesium 137. Es ist so langlebig, dass es sich nach 30 Jahren erst zur Hälfte zersetzt hat. In westlichen Ländern werden asiatische Pilze entweder frisch, getrocknet, in Konserven oder als Extrakte angeboten.

Shiitake – Lentinus edods

Der Shiitakepilz nimmt aufgrund seines angenehmen Geschmacks und seiner auffallenden Heileigenschaften eine besondere Stellung ein. Er wächst wild in vielen Waldgebieten Chinas, Koreas und Japans und wird dort wegen seiner lebensverlängernden Wirkung sehr geschätzt. Der Shiitakepilz zeichnet sich, wie alle Pilze, durch seinen Gehalt an Eiweiß, B-Vitaminen und Mineralstoffen aus. Darüber hinaus entdeckte man in ihm auch einige Substanzen mit therapeutischer Wirkung, von denen die folgenden von Bedeutung sind:

  • Lentinan: dieses Polysaccharid regt im Organismus die Produktion bestimmter Abwehrzellen an, zum Beispiel die der T-Lymphozyten. Die Lymphozyten werden auch als „Killerzellen“ bezeichnet, weil sie in der Lage sind, Krebszellen zu zerstören. Neben der krebshemmenden Wirkung haben die T-Lymphozyten auch die Aufgabe, den Menschen vor Mikroben zu schützen.
  • Eritadenin: eine Substanz, die den Cholesterinspiegel senkt.
  • Förderung der Interferonbildung: ein besonderer Inhaltsstoff des Shiitakepilzes fördert die Bildung von Interferon. Interferon ist ein Eiweißkörper und wirkt als Abwehrsubstanz gegen Viren und Tumore.
  • Superoxiddismutase: dieses Enzym wirkt wie ein starkes Antioxidans und ist auch in Getreide und gekeimten Hülsenfrüchten enthalten. Es verhindert die Zersetzung von Fetten, eine Ursache der Arterienverkalkung.

Verwendung von Shiitakepilzen

  • Bei Infektionskrankheiten, insbesondere bei Viruserkrankungen wie Grippe, Hepatitis und Aids.
  • Bei Krebserkrankungen
  • Bei hohem Cholesterinspiegel, Arteriosklerose und Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

Enoki – Pholiota nameko

Diese weißen Pilze, die leicht an Nudeln erinnern, werden auch im Westen immer öfter gegessen. Sie eignen sich sehr gut als Zutat für Suppen. Der Enokipilz regt das Immunsystem an und besitzt eine krebsvorbeugende Wirkung.

Klapperschwamm (Maitake) – Grifolia frondosa

In diesem Pilz ist ein Polysaccharid enthalten, das aus Glukan hervorgeht. Ihm werden krebsschützende, blutdrucksenkende und antidiabetische Eigenschaften zugeschrieben.

Kernkeule – Cordyceps sinensis

Bestimmte Insektenlarven der Himalayaregion sind der Nährboden dieses Pilzes. Seine Heileigenschaften sind jedoch umstritten. Im Volksglauben werden ihm folgende Wirkungen zugesprochen:

  • Er ist als Aphrodisiakum und zur Erektionssteigerung bei Männern beliebt.
  • Einige chinesische Sportler verwenden ihn, um während sportlicher Wettkämpfe ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.

Glänzender Lackporling (Reishi) – Ganoderma lucidum

Dieser Pilz ist sehr hart und wächst im Fernen Osten und in warmen Gebieten Europas und Amerikas auf Baumästen. Er wird häufig in der makrobiotischen Küche verwendet. Der Lackporling enthält ebenfalls den Inhaltsstoff Lentinan, wirkt anregend auf das Immunsystem und antikarzinogen.