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Für Menschen giftige Zimmerpflanzen

Übersicht über gefährliche Zimmerpflanzen und Verhaltensweise. Einige Zimmerpflanzen sind giftig und können Menschen, besonders Kindern, gefährlich werden. Informieren Sie sich hier über die wichtigsten giftigen Zimmerpflanzen.

In der Natur sind giftige Pflanzen überall zu finden, ob im Wald, in unseren Gärten oder in Parks. Was aber ist mit unseren Zimmerpflanzen? Einige von ihnen sind giftig, manche sogar tödlich. Gerade für Haushalte mit Kindern und Tieren ist deshalb eine Aufklärung über diese Zimmerpflanzen von großem Belang. Es ist nicht nötig, das Thema zu dramatisieren, denn die größte Gefahr geht in unseren Haushalten noch immer von chemischen Mitteln aus. Dazu gehören zum Beispiel Reinigungsmittel, Medikamente aber auch Heimwerkerbedarf. Kinder haben jedoch ein anderes Verhalten als Erwachsene, da sie mehr Dinge in den Mund nehmen und alles Neue wissbegierig betrachten. Aus diesem Grund sind Kinder etwa viermal häufiger von Pflanzenvergiftungen betroffen als Erwachsene. Noch immer sterben jährlich einige hundert Menschen an Vergiftungen. Mit einer besseren Informationsdichte hätte dies in einigen Fällen verhindert werden können. Die folgende Aufstellung über giftige Zimmerpflanzen soll ein Schritt in Richtung Aufklärung sein.

Aufstellung giftiger Zimmerpflanzen für Menschen

– Alpenveilchen (Cyclamen spec.)

– Amaryllis (Hippeastrum spec.)

– Aronkelch, Zimmercalla (Zantedeschia aethiopica)

– Azalee (Rhododendron simsii)

– Becherprimel (Primula obconica) – hoch giftig!

– Begonie, Schiefblatt (Begonie spec.)

– Belladonnalilie (Amaryllis belladonna) – hoch giftig!

– Bogenhanf (Sansevieria spec.)

– Buntwurz, Kaladie (Caladium bicolor)

– Christusdorn (Euphorbia milii)

– Dieffenbachie (Dieffenbachia spec.) – hoch giftig!

– Efeutute (Scindapsus spec.)

– Einblatt (Spathiphyllum wallisii)

– Fensterblatt (Monstera spec.)

– Ficus-Arten (Ficus spec.)

– Flamingoblume (Anthurium spec.)

– Flammendes Kätchen (Kalanchoe blossfeldiana)

– Goldtrompete (Allamanda cathartica)

– Gummibaum (Ficus elastica)

– Kolbenfaden (Aglaeonema commutatum)

– Korallenbeere (Ardisia crenata)

– Korallenbäumchen (Solanum capsicastrum) – hoch giftig!

– Kroton (Codiaeum variegatum)

– Madagaskar-Immergrün (Cathranthus roseus ) – hoch giftig!

– Madagaskar-Palme (Pachypodium lamerei)

– Palmfarn (Cycas revoluta)

– Prachtlilie (Gloriosa superba) – hoch giftig!

– Philodendron, Baumfreund (Philodendron spec.)

– Purpurtute (Syngonium podophyllum)

– Riemenblatt (Clivia minimata)

– Ritterstern (Hippeastrum spec.) – hoch giftig!

– Weihnachsstern (Euphorbia pulcherrima) – hoch giftig!

– Wüstenrose (Adenium obesum) – hoch giftig!

Pro und Contra

Natur- und Pflanzenliebhaber wissen ob ihrer Verbundenheit, dass stark giftige Pflanzen für den Menschen nicht zu unterschätzen sind. Man sollte sich auch immer vor Augen halten, dass jede Pflanze ihre spezielle Aufgabe hat. Deshalb gilt es, sich umfassend zu informieren, um sich selbst, unsere Kinder und Tiere besser schützen zu können. Mittels umfassender Informationen ist viel gewonnen. In der Umgebung von Kleinkindern und Tieren sollte man vollumfänglich auf giftige Pflanzen verzichten. Größeren Kindern kann man die vorhandenen, weniger gefährlichen Zimmerpflanzen (oder auch Pflanzen im Garten und in der Natur) erklären und sie somit vor Gefahren schützen. Unsere Kinder sind nicht dumm und lieben die Natur. Wenn sie wissen, dass eine Pflanze giftige Teile hat, werden sie nach entsprechender Information auch vorsichtig mit ihr umgehen. Vergessen sollte man auch nicht, dass einige Pflanzen – obwohl sie giftig sind – bedrohte und/oder geschützte Arten sind.

Verhaltensweise bei Vergiftungen

Rein präventiv sollte man immer etwas medizinische Kohle im Haus haben, vor allem, wenn Kleinkinder im Haushalt leben. Haben Sie den Verdacht, dass sich jemand vergiftet hat, rufen Sie sofort den Notarzt. Danach gilt es Ruhe zu bewahren, Pflanzenteile aus dem Mund und der Hand zu entfernen und diese für den Notarzt aufzuheben, führen Sie kein Erbrechen herbei und geben Sie keine Milch zu trinken.