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Konisation und Kürettage

Der Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs. Dank einer Konisation und Kürettage kann bei Tausenden von Frauen das Ausbrechen von Gebärmutterhalskrebs verhindert werden.

Eine Konisation und eine Kürettage, das heißt eine operative Entfernung von Gewebe aus der Gebärmutter mit anschließender Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut aus dem Gebärmutterkörper, sind immer dann sinnvoll, wenn das Gewebe des Gebärmutterhalskanales und des in die Scheide ragenden Teils der Gebärmutter (Portio) Veränderungen aufweist, die auf eine Vorstufe von Krebs hindeuten, oder ein Krebsgeschehen ausgeschlossen werden soll. Das Zervixkarzinom ist der häufigste bösartige Tumor im Genitalbereich der Frau.

Ursachen von Gebärmutterhalskrebs

Ein erhöhtes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, besteht bei häufigem Geschlechtsverkehr mit vielen Partnerwechseln, bei Schwangerschaft, Rauchen, Smegma bei männlichen Partnern (weißliche Substanz, die sich zwischen Eichel und Vorhaut bilden kann) sowie bei Infektionen mit dem HPV-Virus.

Der operative Eingriff

Eine Konisation ist ein operativer Eingriff, der üblicher Weise unter Vollnarkose oder in Regionalbetäubung durchgeführt wird. Bei örtlicher oder regionaler Betäubung mit rückenmarksnahen Anästhesien bleibt die Patientin wach und ansprechbar. Die Vollnarkose erlaubt aber einen schnelleren Übergang von der Ausschabung und Konisation zur einer Bauchoperation, wenn dies aufgrund des Befundes nötig sein sollte, oder Komplikationen auftreten sollten. Dies geschieht aber nur in den seltensten Fällen. Bei dem Eingriff wird Gewebe im Bereich des äußeren Muttermundes entfernt.

Nach Wirkungseintritt der Betäubung wird zunächst die Scheide desinfiziert. Zur Verminderungen von Blutungen wird manchmal ein Medikament in den Muttermund gespritzt. Dann wird der Arzt, in den meisten Fällen mit einer elektrischen Schlinge, einen Kegel aus Gebärmutterhals und Muttermund herausschneiden. Nach der Konisation wird die Gebärmutterhöle ausgeschabt. Zum Schluss wird die Wunde elektrisch verschorft und/oder vernäht. Der Eingriff dauert nur etwa 20 Minuten.

Nach der Konisation

Eine eventuell eingelegte Tamponade dient der weiteren Blutstillung und wird nach einigen Stunden wieder entfernt. Wenn nur eine eng begrenzte Vorstufe von Krebs vorhanden ist, können Konisation und Kürettage schon die endgültige Behandlung darstellen. Ansonsten hängt das weitere Vorgehen vom Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung ab. Dieses liegt nach etwa ein bis zwei Wochen vor.

Da der Eingriff meist ambulant vorgenommen wird, muss die Patient beachten, dass sie aufgrund der teils noch bestehenden Medikamentenwirkung für 24 Stunden kein Auto fahren darf. Daher sollte sie sich abholen lassen und für diesen Tag eine häusliche Betreuung organisieren. Außerdem sollte die Patientin keine zu schwere körperlichen Tätigkeiten ausführen. Geschlechtsverkehr, das einlegen von Tampons sowie Spülungen der Scheide sollten unterlassen werden.

Unmittelbar nach der Operation kann es zu leichten Schmerzen und Blutungen kommen. Die sind aber mit üblichen Schmerzmitteln schnell in den Griff zu bekommen. Leichte Blutungen und ein rötlicher Ausfluss können zwei bis drei Wochen anhalten. Jede Blutung, die stärker als eine normale Regelblutung ist, sollte jedoch vom Arzt begutachtet werden. Nach ungefähr einer Woche wird der Schorf abgestoßen, wobei es noch einmal zu Nachblutungen kommen kann. Etwa vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff ist alles verheilt. Angesetzte Kontrolltermine sollten aber unbedingt eingehalten werden.