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Süße Getränke – Ernährungsproblem Nummer eins bei Kindern

Kalorienfalle süße Getränke: Sie schmecken fruchtig-süß, sind keine brauchbaren Durstlöscher und dennoch extrem beliebt unter Kindern und Jugendlichen.

Angesichts des immer noch ansteigenen Übergewichts unter Kindern und Jugendlichen stellt sich die Frage, ob mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung tatsächlich die schwer wiegendsten Faktoren bei der Entstehung von Übergewicht und seinen Folgeerkrankungen sind. Modelle und Kampagne im Kampf gegen Übergeiwcht stehen daher vor der Aufgabe, nicht nur Bewegung und gesundes Essverhalten zu fördern, sondern auch das Trinkverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Natürliches Trinkverhalten zur Förderung der Gesundheit

In der Gesundheitsförderung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wird inzwoschen schon mehr auf das Fördern eines gesunden Essverhaltens statt nur auf die Wissensvermittlung zum Thema gesunde Ernährung eingegangen. Doch auch das Trinkverhalten darf bei der Ernährungserziehung nicht zu kurz kommen. Süße Getränke gehören derzeit zu den größten Kalorienfallen und das nicht nur bei Kindern und Jugendlichen.

Die heutigen modernen Trinkgewohnheiten haben kaum mehr mit dem natürlichen Prozess des Flüssigkeitsausgleichs und Durstlöschens zu tun. Das Trinken – hauptsächlich süßer – Getränke ist vielmehr zu einer Art Zeitvertreib und Begleiterscheinung des Treffens mit Freunden geworden. Es wird in manchen Fällen zum Vertreiben des Hungergefühls insbesondere von denjenigen benutzt, die aus Gründen erhöhten Körpergewichts auf ganze Mahlzeiten verzichten. Oft handelt es sich auch um kalorienreduzierte oder kalorienfreie Getränke, die aufgrund ihres Gehalts an Süßstoffen verschiedenster Art das Hungergefühl verstärken können und zugleich den Körper an ein höheres Maß an Süßgeschmack gewöhnen. Die Folge sind entweder der Verzehr deutlich größerer Portionen bei den nächsten Mahlzeiten oder aber das Gewöhnen an sehr stark gesüßte Speisen und Getränke.

Getränke in der Ernährungserziehung

Bisher spielten in der Ernährungserziehung die Getränke häufig nur eine untergeordnete Rolle, mit der Entwicklung immer neuer Trendgetränke steht die Ernährungsbildung allerdings vor neuen Aufgaben. In Zusammenarbeit der Sarah Wiener Stiftung mit dem Forum Trinkwasser e.V. wurde ein speziell auf das Thema Getränke ausgerichtetes Kursmodul entwickelt. Mit der Initiative „TrinkWasser! Clever genießen.“ sorgen das Forum Trinkwasser e.V. seit 2010 gemeinsam mit der Sarah Wiener Stiftung dafür, dass die Wertschätzung für das gesunde Naturprodukt aus dem Hahn gestärkt wird.

Das Thema Trinken und vor allem der Stellenwert und die Bedeutung süßer Getränke in der Ernährung werden auch heutzutage noch viel zu oft unterschätzt. So spielen süße Getränke nicht nur im Zusammenhang mit Übergewicht sondern auch mit Zahnproblemen (zum Beispiel Karies) eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Trinken von Wasser und anderen kalorienarmen Getränken als alltägliche Selbstverständlichkeit

Kinder müssen aktiv zum Wassertrinken aufgefordert werden, dies ist Aufgabe der betreuenden Personen wie Eltern, Erzieher und Lehrer. Dass die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ein wichtiger Faktor für konzentriertes und waches Lernen ist, konnte in einer Vielzahl von Studien bereits belegt werden. Beobachtungen zufolge greifen Kinder viel häufiger zu Wasser, wenn es bereit steht oder aktiv angeboten wird, dies spricht klar für die Installation von Trinkwasserbrunnen zum Beispiel an Schulen und natürlich für das Erlauben und die Selbstverständlichkeit von Trinken im Unterricht.

Tipps und Tricks für Liebhaber süßer Getränke

  • Mit Sirup lässt sich gut Kalorien sparen: 1 EL Sirup in ein 0,3l-Glas geben und mit Wasser auffüllen. Wer das mengenverhältnis einhält, hat ein vergleichsweise kalorienarmes Getränk auf dem Tisch.
  • Apfelschorle lieber selbst mischen, fertige Apfelschorle ist oft immer noch sehr süß und häufig sind Süßstoffe zugesetzt. Selbstgemachte Apfelschorle zum Beispiel mit naturtrübem Apfelsaft ist weniger süß, schmackhaft und füllt die Energietanks zum Beispiel nach dem Sport schnell wieder auf.
  • Wer nicht sofort von puren Säften auf Wasser umsteigen möchte, versucht es mit langsam fortschreitendem Verdünnen. Gewöhnen Sie sich langsam an ein kalorienärmeres Getränk indem Sie den Verdünnungsgrad etwa wöchentlich steigern, bis Sie ein Mischungsverhältnis von mindestens 50:50 erreicht haben.