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Was hilft bei der Hitze im Sommer?

Nicht jeder verträgt die hohen Temperaturen des Sommers gut. Ein paar Tipps, wie sich die heißen Monate Juli und August gut ertragen lassen.

Die Italiener, Spanier und Franzosen und viele andere machen es einem vor. Während der Mittagshitze sind die Straßen leergefegt, die Rollläden geschlossen und alle Menschen, die es sich einrichten können, machen Siesta. Das lässt sich leider bei uns nicht immer mit den hiesigen Arbeitszeiten verbinden, wer aber die Möglichkeit dazu hat, sollte es seinem Körper gönnen. Alternativ zum Schläfchen sind schattige Plätze in der Nähe eines Badegewässers zu empfehlen, um einfach mal zur Ruhe zu kommen und sich zwischendurch im Nass zu erfrischen. Wir Deutschen können von den Südländern dazu etwas lernen: Die Fenster tagsüber schließen. Wer nicht möchte, dass sich das Haus oder Büro von innen aufheizt, sollte während der kühleren Nacht lüften und tagsüber die Fenster und Rollläden schließen.

Warme Getränke heizen im Sommer den Körper nicht so sehr auf

Die hitzeerprobten Länder machen uns noch etwas anderes vor: Kalte Getränke mögen zwar gefühlsmäßig erfrischen, körper- oder lauwarme Getränke sind aber viel besser vom Körper zu verkraften. Eiskalte Getränke signalisieren dem Körper, dass er sich „erwärmen“ muss und sorgen daher erst Recht für mehr Hitze. Dazu belastet die unerwartete Kühle den Magen und den gesamten Organismus. Das Gleiche passiert bei viel Koffeinaufnahme durch Kaffee, Energiedrinks oder Cola. Der Puls wird erhöht und das Getränk wirkt erst recht schweißtreibend. Wer allerdings bei der Hitze unter Kreislaufbeschwerden leidet, kann in Maßen Koffein zu sich nehmen. Um die empfohlene Menge an mindestens zwei Litern Flüssigkeit für einen Erwachsenen aufzunehmen, sind daher Tees, Mineralwasser, Saftschorle oder auch mal ein Radler sinnvoll. Wer zwischendurch trotzdem mal was Kühleres will, kann sich eine erfrischende und gesunde Holunderlimonade machen. Eine Scheibe ungespritzte Zitrone dazu ins Glas, liefert ein paar extra Vitamine.

Rezept für einen leckeren Teepunsch ohne Alkohol

Dieser alkoholfreie Punsch eignet sich ganz hervorragend als Durstlöscher. Er ist schnell zubereitet und kann sofort getrunken werden. Dazu enthält er Mineralstoffe und Kalium und die Minze wirkt kühlend.

Man nimmt

  • 2 Früchteteebeutel
  • 1 Pfefferminzteebeutel (oder 4 frische Minzeblätter)

und überbrüht diese mit etwa einem viertel Liter Wasser. Nachdem alles 5 – 10 Minuten gezogen hat, den Tee herausnehmen und mit etwa doppelt soviel kaltem Wasser aufschütten. Dann gießt man – je nachdem wie süß man das Getränk möchte – bis zu

  • 1/4 Liter Apfel- oder anderen süßen Saft

dazu. Dieser gibt eine natürliche Süße ganz ohne hinzugefügten Süßstoff oder Zucker.

Tipps zur schonenden Abkühlung des Körpers

Das Trinken selbst soll nie den Körper „abkühlen“ (was gar nicht wirklich funktioniert, da selbst ein ganzer Liter eines kalten Getränks kaum eine Kühlung bewirkt), sondern den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen ausgleichen. Der menschliche Körper hat (im Gegensatz zu einem Hund, der bei Hitze hecheln muss) eine kleine Klimaanlage eingebaut, die ihm hilft, die Hitze abzumildern. Zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen auf der Haut sondern laufend Schweiß ab. Dieser Schweiß verdunstet auf der Haut und kühlt das Blut, das darunter fließt. Nun kann man durch kaltes Duschen den Körper von Außen abkühlen, doch das kann auch gefährlich sein. Der extreme Kältereiz kann zur Verengung der Herzkranzgefäße führen. Viel besser ist es, lauwarm zu duschen und nur die Beine oder Arme mit kaltem Wasser abzuduschen. An den Handgelenken ist die Haut sehr dünn und die Adern sind sogar sichtbar. Hier kann auch unterm Wasserhahn eine Kühlung der Pulsadern vorgenommen werden. Ideal ist ein Waschbecken mit kaltem Wasser, in das man die Arme, so lange man es als angenehm empfindet, baden kann.

Gezielt „Schwitzen“, um besser Einschlafen zu können

Um gut schwitzen zu können, muss ausreichend getrunken werden. Wer abends schlecht einschlafen kann, sollte eine Stunde vorher noch Mal ausreichend trinken. Es gibt aber auch eine Methode, sich selbst abzukühlen. Mit einem feuchten Waschlappen vor dem Zubettgehen Arme, Beine und Gesicht abreiben, so dass ein kühlender Feuchtigkeitsfilm auf dem ganzen Körper ist. Bewährt haben sich auch Pflanzensprühflaschen, die man neben das Bett stellen kann, um immer wieder einen feinen, kühlenden Nieselregen auf den Körper aufzusprühen.