Alzheimer-Schutz: Kaffee trinken?

Kann Koffein dem Gedächtnisverfall entgegenwirken?

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Alzheimer mit Koffein bekämpft werden kann. Bedeutet das, dass Sie möglichst viel Kaffee trinken sollten, um sich zu schützen?

Viele Menschen beginnen sich im Alter Sorgen um ihr Gedächtnis zu machen. Jeder kleiner Gedächtnisausetzer kann dann ein Grund zur Beunruhigung sein, denn im Hinterkopf lauert die düstere Frage: sind das schon die ersten Symptome von Alzheimer?

In den allermeisten Fällen ist es einfach nur ganz harmlose Vergesslichkeit, wie sie in jedem Alter auftreten kann. Besonders wenn wir unter Stress stehen, emotional belastet sind, nicht genug Schlaf bekommen, kann es zu vorübergehenden Gedächtnislücken kommen.

Neue Studie: Koffein bekämpft Alzheimer in Mäusehirnen

Wissenschaftler aus Florida in den USA haben herausgefunden, dass Koffein den Verlust des Gedächtnisses bei Alzheimer stoppen kann. Zumindest in Mäusehirnen. Nun wird geforscht werden, ob dieser Effekt auch im menschlichen Gehirn nachweisbar ist.

Die Wissenschaft

Für die Alzheimer-Krankheit ist vor allem ein Protein verantwortlich, dass den Namen Beta-Amyloid trägt. Mit Koffein konnten die Forscher nicht nur die Ausbreitung von Beta-Amyloid eindämmen, sondern sogar bereits vorhandenes abbauen. Und damit dem Gedächtnisverfall entgegenwirken.

Also möglichst viel Kaffee trinken?

Kaffee kann leider dennoch viele negative Nebenwirkungen auf die Gesundheit haben. Deshalb ist zumindest aus gesundheitlichen Gründen nicht zum regelmäßigen Kaffeekonsum zu raten.

Tee tut’s auch

Der Versuchsaufbau der Wissenschaftler aus Florida ähnelt verblüffend dem einer Studie aus dem Jahr 2005, ebenfalls von Wissenschaftlern aus Florida. Damals wurde jedoch nicht Koffein, sondern eine Komponente aus grünem Tee verwendet. Wieder wurde mit Mäusen gearbeitet. Und wieder war der Effekt: die effektive Bekämpfung des Alzheimer Proteins Beta-Amyloid.

Viele weitere Studien deuten auf die positive Wirkung von grünem Tee auf das Gedächtnis hin.

Vergleicht man zudem die häufig auftretenden Nebenwirkungen von gewohnheitsmäßigem Kaffeekonsum mit den gesunden Eigenschaften grünen Tees, so sollte die Wahl – zumindest vom gesundheitlichen Standpunkt her – leicht fallen: Grüner Tee ist in vielen Fällen die bessere Wahl.

Traditionelle Medizin und moderne Forschung

Laut Nadine Taylor, Autorin eines Buches über grünen Tee, weiß man in China schon seit über 4000 Jahren um die gesunden Eigenschaften grünen Tees.

Auch die moderne Wissenschaft – sowohl des Westens, wie auch des Ostens – kann die dem grünen Tee nachgesagten Wirkungen belegen.

Grüner Tee gegen Krebs

Vor allem gibt es viele Studien, die gewohnheitsmäßigen Konsum von grünem Tee mit einem verringerten Krebsrisiko in Verbindung bringen. Das liegt wohl vor allem an einigen wertvollen Antioxidantien, die darin enthalten sind.

Kaffee und Gesundheit: Ein kontrovers diskutiertes Thema

Studien über die Auswirkungen von Kaffee widersprechen sich häufig – eine Studie deutet auf ein erhöhtes Risiko für Arthritis bei starken Kaffeetrinkern hin – die nächste widerlegt es. Eine Studie zeigt, dass Kaffee gut für die allgemeine Gesundheit ist – eine andere bringt Kaffeekonsum mit erhöhtem Risiko für Schlaganfälle in Verbindung.

Mit Sicherheit können wir jedoch eines sagen: Kaffee und seine Auswirkungen auf die Gesundheit sind ein medizinisches Streitthema. Über grünen Tee sind jedoch so gut wie keine negativen Wirkungen bekannt – abgesehen von Pestizidbelastungen bei Billig-Tees. (Diese Belastungen gibt es jedoch auch beim Kaffee, denn auf vielen großen Kaffeeplantagen werden Pflanzenschutzmittel massiv eingesetzt).

Fazit

Während die Wissenschaftler also weiterforschen gilt: am besten abwarten und Tee trinken. Wenn Sie dazu noch einen aktiven Lebensstil führen, brauchen Sie sich um Alzheimer keine Sorgen zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.