Autark gesund leben und wohnen

Leben unabhängig von Energieversorgern in gesunden Wohnungen. Die Lösungen für die Ansprüche eines autarken und gesunden Lebens unabhängig von Energieversorgern sind erstaunlich einfach und preiswert.

Unsere Wohnungen sollen ein gesundes Klima haben, im Winter warm sein, im Sommer kühl sein, bezahlbar sowie ökologisch sein. Diese Punkte sind scheinbar schwierig miteinander zu vereinen. Wärme zu produzieren kostet Energie und Energie kostet Geld. Wohnungen beziehungsweise Häuser, die wenig Energie brauchen, haben überwiegend ihren (hohen) Preis. Null-Energiehäuser sind kaum bezahlbar. Null-Energiehäuser haben auch eine komplizierte Technik, die Wartung braucht und auch die Neigung hat zu verschleißen.

Um obige Forderungen erfüllen zu können, bedarf es eines Umdenkens. Statt immer komplizierter mit viel Technik und mit immer neuen Materialien zu bauen, ist eine Rückbesinnung auf natürliches Baumaterial sinnvoll.

Voraussetzungen für ein Leben unabhängig von Energieversorgern

Dazu zuerst ein Zitat von Mark Twain: „Ich habe es nie verstehen können, warum die Deutschen, die soviel Holz in ihren Wäldern haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu bauen. Jetzt allerdings, wo ich weiß, über welche Mengen von Rheuma-Bädern Deutschland verfügt, sehe ich ein, dass die Deutschen in feuchten Steinhäusern wohnen müssen. Wo sollen sie sich denn sonst den Rheumatismus holen, ohne den ihre Rheumabäder überflüssig wären?“

Also kein Stein, sondern Holz oder Holzwerkstoffe. Die Heizung muss die Wände wärmen und nicht die Luft in den Räumen. Sind die Wände wärmer als die umgebende Luft, kann keine Feuchtigkeit an den Wänden niederschlagen. Es stellt sich ein Wohlfühlklima ein. Beweis: Im Sommer fühlen wir uns bei 18° C Raumtemperatur noch wohl. Im Winter frösteln wir bei 18° C Raumtemperatur. Das liegt daran, dass im Sommer die Wände warm sind und im Winter kalt. Schaffen wir also die Möglichkeit die Wände warm zu halten, kann die Raumtemperatur niedrig gehalten werden. Damit sinkt der Heizenergiebedarf.

Warme Wände, Strahlungsheizung: Holz- und Holzwerkstoffe

Warme Wände setzen einen Schutz vor Wärmeverlust voraus. Mit Holz und Holzwerkstoffen und der richtigen Dämmung ist das zu erzielen. Wände aus Holzwerkstoffplatten bringen schon einen U-Wert von 0,2. Eine Ständerbauweise mit Zellulosedämmung bringt einen U-Wert von 0,19 und besser. Mit einer Strahlungsheizung (Infrarot) bleiben die Wände warm.

Entweder werden Wasser führende Rohre in die Wand integriert. Das ist das Prinzip wie eine Fußbodenheizung, nur senkrecht und in der Wand. Der Vorteil gegenüber einer Fußbodenheizung ist, dass kein Staub durch die sich am Fußboden erwärmende Luft aufsteigen kann. Das warme Wasser liefert eine thermische Solaranlage. Mit einem großen Pufferspeicher von 1.000 Litern können auch Zeiten mit wenig Sonnenschein überbrückt werden.

Mit Strom heizen galt bislang als viel zu teuer. Seit es Infrarotsteinheizungen gibt, die genau so wenig Strom brauchen wir eine Wärmepumpe auch braucht, ist das kein Thema mehr. Zudem gibt es immer mehr Möglichkeiten auf umweltfreundliche Art den Strom selbst zu erzeugen. Dazu kommt noch der positive gesundheitliche Aspekt einer Strahlungsheizung.

Pflanzenkläranlage

Mit einer Pflanzenkläranlage könnte, wenn der Anschlusszwang nicht wäre, die Wasserver- und -entsorgung völlig autark gestaltet werden. Doch auch so, mit Anschlusszwang, kann mit einer Pflanzenkläranlage zumindest der Brauchwasserbedarf autark gedeckt werden. Dadurch reduziert sich der Frischwasserbezug auf rund 20%, demzufolge sinken die Kosten für die Abwasserentsorgung ebenfalls auf 20%. Mit einem entsprechenden Wasserfilter kann sogar der Trinkwasserbedarf gedeckt werden.

Stromerzeugung

Dazu steht uns die Fotovoltaik zur Verfügung. Momentan ist es noch günstiger den Strom zu verkaufen und den eigenen Bedarf vom Stromversorger zu beziehen. Eine weitere Möglichkeit sind Miniwindturbinen, die nicht größer als eine Satellitenempfangsanlage und auch für den innerstädtischen Einsatz zugelassen sind.

Sind diese Häuser bezahlbar?

Es ist schon erstaunlich. Diese Häuser sind in ihren Baukosten niedriger als die allgemein üblichen Null- beziehungsweise Niedrigenergiehäuser. Teilweise sogar mehr als 50%.

Ein Haus aus einem massiven Holzwerkstoff kostet schlüsselfertig unter 1.000 Euro pro Quadratmeter. Das wird möglich, weil konsequent Naturmaterial zum Einsatz kommt und auf teure Technik verzichtet werden kann. Nachfolgekosten entstehen auch kaum, da keine Technik vorhanden ist, die Wartung und auch Reparaturen bedarf.

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