Baby-Zahnpflege – die besten Tipps für gesunde erste Zähne

Sobald sich Babys erster Zahn bemerkbar macht, sollte auch mit der Zahnpflege begonnen werden.

Etwa im Alter von 6-7 Monaten brechen die ersten Zähne durch, wobei drei Monate früher oder später durchaus normal sind. Meist werden hierbei erst die beiden unteren Schneidezähne sichtbar.

Doch noch bevor die ersten Zähne überhaupt zu sehen sind, kann mit der Zahnpflege begonnen werden. Um einen Mineralienmangel zu vermeiden, wird häufig die Einnahme von kombinierten Vitamin D- und Fluorid-Tabletten empfohlen, welche für die Zähne und Knochenbildung wichtig sind.

Mit dem ersten Zahn kommt die erste Zahnpflege

Mit dem Durchbrechen der ersten Zähne sollte mit der eigentlichen Zahnpflege begonnen werden. Das zweimal tägliche Reinigen mit einem feuchten Wattestäbchen, einer sauberen Mullwindel oder einer speziellen Zahnbürste mit sehr weichen Borsten hat sich hierbei bewährt. Als sinnvolle Alternative wird seit einiger Zeit auch eine Fingerhut-Zahnbürste angeboten, welche aus weichem Gummi besteht und einfach über den Finger gestülpt wird. Um das empfindliche und oft noch leicht gerötete Zahnfleisch nicht zu verletzten sollte damit vorsichtig über den Kiefer und die kleinen Zähnchen gefahren werden. Somit werden die Zähne gereinigt und das Zahnfleisch massiert.

Erst wenn bereits mehrere Zähne gut sichtbar sind, kann eine neutrale Zahnpasta verwendet werden und eine weiche Kinderzahnbürste, vorher ist dies nicht notwendig. Auf Zahnpasten mit Fruchtgeschmack sollte verzichtet werden, da diese zum herunterschlucken verleitet. Sofern kein Fluorid in Tablettenform verabreicht wird, sollte die Zahnpasta etwa 0,05% Fluorid enthalten.

Von Zahnärzten wird es empfohlen die Zähne immer vom Zahnfleisch zur Zahnkrone hin zu putzen. Angefangen wird mit dem hintersten Zahn. Erst wird die Aussenseite, dann die Innenseite geputzt. Zum Schluss sind die Backenzähne dran, auf deren Sauberkeit ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte, da dort am ehesten Karies entstehen kann. Dies natürlich erst, wenn das Gebiss bereits fast vollständig durchgebrochen ist.

Durch Spiel und Nachahmung zum selbständigen Putzen

Da Babys und Kleinkinder von Natur aus sehr neugierig sind, dauert es meist nicht lange, bis sie die Zahnbürste selbst halten wollen. Lassen Sie ihr Kind dies ruhig tun und sich dabei selbst im Spiegel beobachten. Denn wie alles, lernen Babys auch das Zähneputzen am besten durch spielen und selbst ausprobieren. Ausserdem gewöhnt es sich dadurch gut an die tägliche Zahnputzprozedur und je früher es sich diese angewöhnt, umso weniger Probleme wird es später damit geben.

Des Weiteren ist es hilfreich, wenn Mama als Vorbild dient. Putzen sie so oft wie möglich die Zähne, so dass Ihr Baby Sie dabei beobachten kann. Es wird interessiert zuschauen und versuchen Sie nachzuahmen. Trotz allem sollte man allerdings in den ersten Jahren noch auf das Nachputzen durch die Eltern bestehen.

Damit die Zähne auch weiterhin gesund bleiben

Bei den ersten Zähnen, dem sogenannten Milchgebiss, entsteht Karies vor allem durch Zucker und Säuren. Gerade deshalb sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Natürlich muss nicht vollständig auf alles Süsse verzichtet werden. Allerdings empfiehlt es sich nach dessen Verzehr (am besten nach der Hauptmahlzeit) die Zähne zu putzen oder zumindest den Mund mit Wasser auszuspülen.

Ein weiterer Gefahrenpunkt sind zuckerhaltige Säfte und Kindertees, insbesondere wenn diese aus einer Nuckelflasche getrunken werden. Durch das ständige Nuckeln wird die Bildung von Karies begünstigt. Am einfachsten ist es dem Kind von Anfang an ungesüsste Säfte anzubieten, da ein späteres Umgewöhnen sich als äusserst schwierig erweisen kann.

Häufig wird Karies allerdings auch von den Eltern übertragen. Deshalb ist es wichtig, niemals den Kinderlöffel, Schnuller oder Flaschensauger vor der Benutzung abzulutschen.

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