CFD-Handel: ein Grundkurs in CFDs

Was bedeutet CFD? Eine Erklärung von CFDs für den Einsteiger im spekulativen Handel. Was eine Hebelwirkung ist und welche Risiken der CFD-Handel birgt.

CFD bedeutet „Contract for Difference“ also übersetzt ganz einfach Differenzkontrakt beziehungsweise Differenzgeschäft. Es bezeichnet einen spekulativen Handel, der auf Preisveränderungen von Währungen, Rohstoffen, Aktien oder Indizes setzt, ohne diese dabei selbst besitzen zu müssen. CFD-Spekulationen sind laufzeitbeschränkt, der CFD-Trader entscheidet dabei den Zeitpunkt des Kaufs sowie den Zeitpunkt des Verkaufs sekundengenau selbst. Allerdings kann man diesen Satz auch umdrehen: Der CFD-Trader entscheidet den Zeitpunkt des Verkaufs sowie den Zeitpunkt des Rückkaufs selbst. Das ist deshalb möglich, da man beim CFD-Handel auch auf eine Short-Position setzen kann. Das bedeutet, dass man einen Leerverkauf macht, und beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Aktien eines Unternehmens imaginär verkauft, ohne diese vorher gekauft zu haben. Dabei spekuliert der CFD-Trader auf einen fallenden Kurs. Bei so einem Leerkauf besteht natürlich die Verpflichtung zum Rückkauf, den dafür optimalen Zeitpunkt muss der CFD-Trader dabei selbst wählen.

Die Hebelwirkung im CFD-Handel

Die große Verlockung des CFD-Handels besteht darin, dass hierbei mit einer Hebelwirkung getradet werden kann. Je nach ausgewähltem CFD-Broker – der einem den Zugang zum CFD-Handel verschafft – beträgt die Höhe eines solchen Hebels einen Wert von zehn bis zu 100. Das bedeutet, dass man bei einem CFD-Trade mit beispielsweise 100 Euro Einsatz und einem Hebel von 100, imaginär Aktien für 10.000 Euro handeln kann. Folgt man diesem Beispiel und nimmt man an, der Kurs dieser Aktie steigt innerhalb von drei Stunden um ein Prozent an, macht der CFD-Trader einen Gewinn von einem Prozent von 10.000 Euro, also genau 100 Euro. Das würde bedeuten, dass der Händler in unserem Beispiel mit 100 Euro realem Einsatz einen Gewinn von 100 Prozent und deshalb 100 Euro gemacht hat. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass jede Aktie aus einem Kauf- und einem Verkaufskurs besteht, welcher leicht voneinander differiert und so dem jeweiligen CFD-Broker seine Provision einbringt. So könnte es gut sein, dass in unserem Beispiel der Gewinn des CFD-Traders um einen Euro auf 99 Euro sinkt.

Gefahren und Risiken im CFD-Handel

Bleibt man bei diesem Beispiel, kann man diesen hypothetischen Kursverlauf dieser drei Stunden ändern. Angenommen der Kurs wäre um ein Prozent gesunken, dann hätten die Aktien im Wert von 10.000 Euro jetzt einen Wertverlust von 100 Euro hinzunehmen. Abzüglich der Provision unseres hypothetischen CFD-Brokers müsste der CFD-Trader nun einen Verlust von 101 Euro in Kauf nehmen. Die große Verlockung der Hebelwirkung kann sich in diesem Fall also auch zu einem großen Schrecken verwandeln. Im Falle eines allgemeinen Börsen-Crashs muss der CFD-Trader sogar noch höher haften, als seine Sicherheitseinlage beim CFD-Broker beträgt. Ein finanzieller Ruin bleibt damit auch bei geringer Wahrscheinlichkeit im Bereich des Möglichen, wenn man zur falschen Zeit einen CFD-Trade am laufen hat.

Im CFD-Handel hat der CFD-Trader alles selbst in der Hand

Der CFD-Trader entscheidet selbst über seinen Erfolg oder Misserfolg. Er übergibt dabei nicht den geringsten Teil seiner Verantwortung einem Finanzexperten. Um wieder auf unser Beispiel zurückzukommen, hätte der CFD-Trader bei einem Kursverfall der Aktie auch schon nach zwei Stunden und mit weniger Verlust den Trade beenden können. Genauso hätte er den Handel nach zwei Minuten wieder stoppen können, um nach einem lukrativeren Einstiegsmoment Ausschau zu halten. Welchen Bereich man handelt, wann man ihn handelt, und ob man auf einen steigenden oder auf einen fallenden Kurs setzt, alles liegt alleine in der Hand des Traders. Psychische Stärke gehört beim CFD-Handel zur einer unabdingbaren Fähigkeit, um auf Dauer erfolgreich sein zu können. Sowohl die Angst als auch die Gier sind Emotionen, die mit dem CFD-Handel nicht einhergehen. Sollte man anfällig auf Angst oder auf Gier sein, sollte man sich von vornherein nicht mit CFDs beschäftigen. Ausprobieren kann man den Handel mit CFDs bei unzähligen Brokern im Internet. Nahezu jeder Anbieter stellt einem ein kostenloses CFD Demo-Konto zur Verfügung, in dem man sich mit Spielgeld üben kann.

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