Das Alpaka, wo es herkommt und seine Besonderheiten

Das niedliche Alpaka und seine Verwandten, sein Nachwuchs, Zähne, Fell und Verhalten. Spuckt es?

Das Alpaka (Vicugna pacos), nach neuerer Lehrmeinung vom Vikunja (das nur 2cm kurze Fellhaare hat) abstammend, gehört zur Familie der Kamele und kommt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Dort lebt es bis in Höhen von 5000 Metern und ist mit seinem nicht nur wärmenden, sondern sogar temperaturausgleichenden Fell den Nachtemperaturen von bis zu -25° und auch der möglichen Mittagshitze bestens angepasst.

Schon vor 5000 Jahren wurden Alpakas von den Inkas gezüchtet. Alpakas dienten als Lasttiere, Wolllieferanten und auch das Fleisch wurde gegessen.

Neuweltkameliden, Altweltkameliden

Sie gehören wie Lamas, Guanacos und Vikunjas zu den Neuweltkameliden, die –anders als die Altweltkameliden Kamel, Dromedar und Trampeltier – keine Höcker haben, aber lange Beine und den für alle Kamele typischen, langgestreckten Hals mit kleinem Kopf. Die Kreuzung zwischen Lama und Alpaka, die meistens unerwünscht ist, nennt man Huarizo. Mit einer Wristhöhe von etwa 90cm sind Alpakas kleiner als ihre nahen Verwandten, die Lamas. Alpakas erreichen ein Gewicht von ungefähr 65 kg. Alpakas sind wiederkäuende Pflanzenfresser. Wie alle Kamele haben Alpakas einen dreiteiligen Magen, im Gegensatz zu zum Beispiel Kühen, die einen vierteiligen Magen haben.

Nachwuchs, Lebenserwartung

Alpakas werden nach einer Tragzeit von 340-345 Tagen geboren. Die Stuten bekommen nur 1 Junges. Das wird 6-8 Monate gesäugt; die Alpakakinder heißen Crias. Nach 1-2 Jahren sind die Tiere geschlechtsreif. Alpakas werden 15-20 Jahre alt.

Gebiss

Das Gebiss eines Alpakas weist einige Besonderheiten auf: Es hat nur unten 4 nachwachsende Schneidezähne, im Oberkiefer eine Kauplatte. Die Backenzähne, mit der die Pflanzenkost zermahlen wird, wachsen nicht nach.

Den Hengsten, Machos genannt, wachsen ab dem 3. Lebensjahr sehr spitze Kampfzähne: Im Unterkiefer 2 auf jeder Seite; jeweils rechts und links 1 im Oberkiefer.

Fell

Die Fellfarbe variiert von weiß über rötlich, braun, grau bis schwarz. Es kann einfarbig oder mehrfarbig sein. Man unterscheidet Huacaya-Alpakas und die selteneren Suri-Alpakas. Huacyas haben ein flauschiges Fell, Suris lange, glänzende Locken, die 40cm lang herabhängen. Diese langen Spiralbündel fallen im Scheitel auseinander, was die Tiere empfindlicher gegen Witterungseinflüsse macht.

Haltung, Umgang

Insgesamt ist die Haltung der Tiere relativ unkompliziert. Sie dürfen aber nie einzeln gehalten werden, da es Herdentiere sind, die sich nur mit Artgenossen zusammen wohlfühlen können.

Mit ihrem plüschtierhaften Aussehen und ihrem sanften Wesen begeistern Alpakas sofort. Durch Ihr friedvolles Verhalten eignen sie sich auch zu therapieunterstützenden Maßnahmen.

Spucken können Alpakas allerdings auch. Sie setzen das Spucken jedoch nur zur Verteidigung ihres Reviers ein oder tragende Stuten spucken, um einen Hengst abzuwehren, der ihr zu nahe kommen will. Durch das Anlegen der Ohren sollte man vor einem Spuckangriff vorgewarnt sein.

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