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Die homöopathische Reiseapotheke

Erste Hilfe durch die Kraft der Homöopathie im Urlaub

Welche Globuli gehören in eine homöopathische Reiseapotheke und welche Mittel verhelfen Ihnen zu einem beschwerdefreien, erholsamen Urlaub?

Eine homöopathische Reiseapotheke soll für Hilfe in Notfällen sowie leichtere Erkrankungen da sein. Sie sollten nicht zu viele Mittel hineinpacken, denn Sie kann nicht den Arzt ersetzen. Je nach Reiseziel und –zeit können die Mittel variieren. Bei einem Skiurlaub benötigen Sie sicher nichts gegen Mückenstiche.

Wenn Sie eine Flugreise planen, sollten Sie die homöopathischen Mittel in Alufolie einwickeln, damit sie bei der Durchleuchtung nicht durch die Strahlen unwirksam gemacht werden. Möglicherweise empfiehlt es sich, das generell so zu handhaben. Dann ist es auch nicht weiter schlimm, wenn die Globuli mal in die Sonne kommen.

Die Mittel sollten Sie als Globuli in der C oder D 12 benutzen. Sie können in dieser Potenz 3 x tgl. eingenommen werden, immer nur solange, bis Besserung eintritt. Sollten sich die Beschwerden nach 3 Tagen nicht gebessert haben, wäre es sinnvoll einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Homöopathische Hilfe bei Verletzungen

In jede Reiseapotheke gehören grundsätzlich die Verletzungsmittel. Hier ist als wichtigstes Mittel Arnika zu nennen. Unabhängig von der Art der Verletzung ist das die erste Gabe. Es hilft den Schock zu überwinden, mildert die Schmerzen, stillt die Blutung, trägt zur Beschleunigung der Heilung bei und hilft Ihnen, einen klaren Kopf zu bewahren, um, wenn es sein muss, auch noch bis zum nächsten Arzt zu kommen. Außerdem ist es eine bewährte Tetanusprophylaxe bei offenen Wunden. Arnika sollten Sie als einziges Mittel nicht in der D oder C 12 verabreichen. Hier nehmen Sie die C30 und das auch nur einmalig. Danach fahren Sie, wie vorher beschrieben, mit einem spezifischen Mittel fort.

  • Bei Verletzungen der Gelenke, Sehnen, Sehnenscheiden, wie im Falle einer Verstauchung, nehmen Sie Rhus toxicodendron. Besonders auffällig bei diesen Globuli ist, dass Ruhe verschlimmert und Bewegung trotz der Verletzung bessert.
  • An Ruta sollten sie immer denken, wenn eine Verletzung in Gelenknähe vorliegt, die Knorpel oder Knochen betrifft. Besonders Verletzungen der Knochenhaut reagieren sehr gut auf Ruta. Das kann bei beispielsweise bei einem Tritt gegen das Schienbein der Fall sein.
  • Hypericum ist ein ausgezeichnetes Mittel, wenn Nervenendigungen bei Verletzungen mit betroffen sind und dadurch sehr starke Schmerzen vorliegen. Dies kann bei einem Schleudertrauma oder bei Steißbeinstauchungen vorkommen. Aber auch Schmerzen nach Zahnbehandlungen oder Verletzungen der Finger oder Zehen reagieren gut auf Hypericum, wenn Nerven in Mitleidenschaft gezogen wurden.
  • Bei Verletzungen der Sehnen und der Knochenhaut sowie bei Wunden, die bis zum Knochen reichen oder bis zur Sehne vordringen, denken Sie an Symphytum. Eine besondere Indikation für Symphytum finden wir bei schlecht heilenden Brüchen.

Mit Globuli gegen Verdauungsstörungen

Ernährungsumstellung, exotische Küche, übermäßiges Schlemmen im Urlaub können zu den unterschiedlichsten Verdauungsstörungen führen.

  • Plötzlicher Durchfall, bei dem Ihnen sehr übel ist und Sie sich schwach fühlen, spricht gut auf Arsenicum album an. Auslöser sind oft Eis und kalte Getränke. Nehmen Sie das Mittel jedes Mal nach dem Besuch der Toilette, bis es wieder besser geht.
  • Sollte es noch schlimmer werden und Erbrechen dazu kommen, greifen Sie auf Veratrum album zurück, vor allem dann, wenn sich die Haut feucht-kalt anfühlt.
  • Gegen Kater und oder Sodbrennen nützt Nux vomica. Dieses Mittel hilft auch gegen das Völlegefühl, wenn man zu viel geschlemmt hat.

Insektenstiche? Kein Problem dank Homöopathie

  • Um möglichen Mückenstichen vorzubeugen, können Sie Staphisagria prophylaktisch einnehmen, schon drei Tage vor dem Urlaub und dann weiter täglich einmal.
  • Sollten sie dagegen von Wespen oder Bienen gestochen werden, empfiehlt sich Apis, vor allem dann, wenn die Schellung hellrot, wässrig mit stechenden Schmerzen ist. Apis wird auch bei Zeckenstichen empfohlen, wenn die Einstichstelle, ähnlich wie bei einem Bienenstich, brennt.
  • Das beste Mittel gegen Zeckenbisse ist aber Ledum, welches auch eine gute Borrelioseprophylaxe darstellt.

Erkältungen homöopathisch behandeln

Erkältungen treten gerne im Winterurlaub auf. Aber auch im Sommer kann das vorkommen, gerade wenn sich die ersten kühleren Nächte einfinden oder im Hotelzimmer die Klimaanlage zu gut eingestellt ist.

  • Hier ist Dulcamara eine bewährte Indikation, egal ob Ihre Erkältung mit Halsschmerzen, Blasenentzündung oder Husten beginnt.
  • Eupatorium perfoliatum nehmen Sie, wenn Zerschlagenheitsgefühl des Körpers, Schmerzen in Muskeln und Gelenken und starker Durst das Krankheitsbild bestimmen.
  • Gelsemium hilft bei der typischen Sommergrippe mit langsamem, schleichendem Verlauf und Kopfschmerzen oder schwerem Kopf.

Dies ist nur eine begrenzte Auswahl von möglichen Mittel. Immer, wenn die Beschwerden stärker werden oder Sie sich unsicher sind, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen.