Die Psychologie der Kosenamen

Schatz, Liebling, Bärli, Hase & Co: Kosenamen sind in jeder fixen Partnerschaften beliebt. Was steckt hinter dem einen Wort der Zärtlichkeit?

Jeder kennt sie, jeder wendet sie an: Kosenamen. In jeder festen Partnerschaft werden Kosenamen benutzt, um dem Partner zu schmeicheln. In der Regel entstehen sie am Anfang einer Beziehung und bleiben nicht selten erhalten. Bei den Kosenamen kann man positive und negative Aspekte unterscheiden. Bezeichnungen wie „meine Liebe“ oder „mein Sonnenschein“ stellt das Harmonische, das Licht und die Wärme in einer Beziehung in den Vordergrund. Werden Kosenamen zu häufig verwendet, können sie der Beziehung auch schaden. Den Partner mit dem richtigen Namen anzusprechen, bedeutet, ihn als eigenständigen Menschen zu respektieren. So kann die dauernde Verwendung zum Zeichen fehlenden Respekts beim Partner werden. Kosenamen sollen daher nicht zu häufig und nicht in aller Öffentlichkeit ausgesprochen werden. Bei ihrer Verwendung geht es schließlich um verbale Zärtlichkeit und Intimität.

Kosenamen sollen nur im eigentlichen Sinn des Wortes verwendet werden. Wenn wir zum Beispiel sagen: „Schatz, trägst du heute den Müll hinunter“, ist das schon eine Art der negativen Manipulation. Dem Partner fällt es in dieser Situation schwer, „Nein“ zu sagen, wenn er mit dem Kosenamen angesprochen wird. Bei Verwendung von Kosenamen ist auch darauf zu achten, dass er die Person nicht direkt angreift. Nicht jeder lässt sich gerne einen Kosenamen geben, und darauf sollte man unbedingt Rücksicht nehmen.

Die Klassiker unter den Kosenamen

„Liebling“ und „Schatz“ sind die Klassiker: Diese beiden Kosenamen sind die beliebtesten und am meisten benutzten verbalen Zärtlichkeiten. Männer und Frauen verwenden sie gleichermaßen. Diese Kosenamen sind liebevoll. Wer seinen Partner „Liebling“ tauft, schätzt seine Treue und Zuverlässigkeit und wünscht sich keine Überraschungen. Die Verwendung von Schatz drückt eine Wertschätzung aus, aber auch einen Besitzanspruch. Das heißt, ein Schatz ist etwas sehr Wertvolles, was man für sich behalten will und nicht abgeben möchte.

Tierische Kosenamen

Der Tiger beschützt und ist eine Raubkatze. Genauso mächtig und dominant soll der Partner sein, der diesen Kosenamen tragen darf. Die Maus wird beschützt, ist ein scheues, aber auch neugieriges Tierchen. Wer seinen Partner „Maus“ nennt, wünscht sich ein ruhiges Wesen, das nicht viele Ansprüche stellt. Der„Bär“ ist tapsig und gemütlich, ein Kuscheltyp mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt und starken Schultern zum anlehnen. Hinter dem Kosenamen „Hase“ versteckt sich eine erotische und sexuelle Komponente. Wer seinen Partner mit „Hase“ oder „Hasi“ betitelt, findet ihn sexy und wird von seiner erotischen Ausstrahlung angezogen. Gleichzeitig ist dieser Kosename auch verniedlichend und bezieht sich auf den Wunsch nach einem Kuscheltier mit sinnlich-kuscheligem Fell. Die Verniedlichung des Kosenamens kann aber auch zum Erotik-Killer werden. Der „Spatz“ ist flink, frech, wendig und hat ein helle Stimme. Wer seinen Partner diese Kosenamen gibt, wünscht sich ein selbständiges, nettes Kerlchen, das auch mal Eigeninitiative ergreift „Stier“ und „Hengst“ sind die Symbole der Kraft. Wird der Partner „Stier“ oder „Hengst“ genannt, darf er keine Schwächen zeigen. Die Prämisse ist Stärke und sexuelle Kraft mit Zielstrebigkeit.

Die häufigsten Kosenamen

Von Männern werden für Frauen folgende Kosenamen verwendet: Schatz, Maus, Engel, Süße, Sonnenschein, meine Liebste, Baby, Herzchen, Herzdame, Ein und Alles, Herzblatt. Frauen verwenden für Männer gerne: Schatz, Hase, Hasi, Bärchen, Bär, Süßer, Liebster, Liebling, Herzblatt, Ein und Alles, Hengst. In einer festen Partnerschaft reden sich Verliebte oder Liebende oft mit verschiedenen Kosennamen an. Meist entstammen die Namen aus der Tierwelt oder der Phantasie. Kosenamen existieren in allen möglichen Facetten. Sie sind in einer Partnerschaft sehr beliebt, echt süß, können gepaart mit Rollenspielen das Liebesleben bereichern, aber auch peinlich sein und zum Lustkiller werden.

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