Die verschiedenen Gesichter des Burnout-Syndroms

Ausgebrannt: Ursachen und Auswirkungen sind oft unterschiedlich. Der eine ist ständig müde, der andere übernervös, aber beide sind vollkommen ausgebrannt. Burnout ist eine der häufigsten Erkrankungen des letzten Jahrzehnts.

Das Burnout-Syndrom ist zur Volkskrankheit des neuen Jahrtausends geworden. Experten schätzen, dass etwa 1,6 Millionen Deutsche an chronischer Erschöpfung leiden. Die Symptome: Dauernde Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und das Gefühl, überfordert zu sein – noch bevor man mit der Arbeit überhaupt angefangen hat.

Betroffen sind längst nicht nur Manager. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer. Kein Wunder: Vor allem die vielen allein erziehenden Mütter haben mit Mehrfachbelastungen zu kämpfen. Da kann es schnell dazu kommen, dass man ausbrennt.

Die verschiedenen Gesichter des Burnout

Burnout ist nicht gleich Burnout. Manche Menschen fühlen sich in dieser Zeit schwach und depressiv. Psychische Dauerbelastungen, Trauer, Sorgen und Ängste, aber auch Traumata und Schockerlebnisse sind meist vorausgegangen. Oft entwickeln die Betroffenen eine Depression.

Andere Menschen zeigen im Burnout eine dauerhafte Anspannung. Sie sind ständig nervös. Hier ist meistens ungesunder Dauerstress vorangegangen. Stress kann zwar gut für uns sein, vor allem, wenn es sich um positiven Stress (Eu-Stress) handelt. Fühlen wir jedoch Ärger, Hass, Wut, Eifersucht oder Neid, dann leiden wir unter negativem Stress (Distress), der zur Übernervosität führen kann.

Manchmal stecken hinter dem Burnout körperliche Erkrankungen

Wer mit dem Kreislauf Probleme hat, zeigt ebenfalls schnell Symptome eines Burnouts. Hinweise darauf geben morgendliche Anlaufprobleme, Schwindel beim Aufstehen, nach dem Bücken oder bei längerem Stehen, eine Neigung zu Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit sowie Konzentrationsstörungen am frühen Morgen oder Lernschwierigkeiten in den ersten Schulstunden. Hier gibt es wirksame pflanzliche Heilmittel wie Maiglöckchentabletten, Ginseng, Guarana, Mate, Enzyme, Echinacea, Blütenpollen, Gelee-Royal oder Propolis. Auch homöopathische Komplexmittel können helfen.

Chronische Müdigkeit kann auch das Symptom einer Schilddrüsenunterfunktion sein, deren Ursache im harmlosesten Fall ein ernährungsbedingter Jodmangel ist. Stimmungstiefs in den Wechseljahren können auf eine nicht erkannte schleichende Eierstockentzündung mit Mangel an weiblichen Hormonen hinweisen. Eine sehr seltene Ursache können auch Störungen der Nebennieren (Addison-Krankheit) oder der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) sein.

Wenn der Stoffwechsel schlapp macht

Alle an der Verdauung beteiligten Organe tragen dazu bei, aus Nahrung Energie zu gewinnen. Sind Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse oder Darm krank, hat das Energiemangel und damit Erschöpfung zur Folge.

Manchmal leiden wir auch trotz unseres Wohlstands an einer Mangelernährung. Hier hilft es, auf qualitativ hochwertige Lebensmittel, Obst, Gemüse und Vollwertkost umzustellen.

Möglicherweise ist aber auch das Immunsystem über Gebühr belastet. Zum Beispiel, wenn wir Wohngiften wie Schadstoffe in Teppichklebern oder Wandfarben ausgesetzt sind. Auch Medikamente können uns als Nebenwirkung ermüden und selbst allergische Reaktionen auf Lebensmittel können zu Abwehrschwächen und leichter Ermüdbarkeit führen.

Chronische Erkrankungen ermüden

Chronische Krankheiten, wie Diabetes, Blutarmut (Anämie), Arteriosklerose oder Darm-, Lungen- oder Herzkrankheiten erschöpfen den Körper. Manche Burnout-Patienten leiden aber auch am chronischen Müdigkeits-Syndrom (CFS). Diese Diagnose ist ein Sammelbegriff für Erschöpfungszustände, die bestimmte typische Kriterien erfüllen, aber nicht eindeutig einer Krankheit zugeordnet werden können. Hier muss eine genaue Diagnose vorliegen, damit der Arzt individuelle Therapieempfehlungen geben kann.

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