Dioxin und Co.: Grenzwertige Nahrungsmittel

Der Dioxin-Skandal und vergangene Skandale sind nur der Gipfel vom Eisberg. Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Gentechnik sind ein andauerndes Problem.

Nach Medienangaben summiert sich das Ausmaß des Dioxin-Skandals, indem immer mehr Bauernhöfe bekannt werden, die verantwortungslos dioxinhaltige Futtermittel verwendet haben. Die Menschen sind nach Rinderwahn, Maul-und-Klauen-Seuche, Hakenwürmern und anderen Skandalen der letzten Jahre erneut wachgerüttelt worden. Kann man überhaupt noch irgendetwas bedenkenlos essen? Auch Gentechnik ist ein immer wiederkehrendes Thema. Die Variationen von Allergien scheinen keine Grenzen nach oben mehr zu kennen.

Enthalten unsere Lebensmittel allergieauslösende Zusatzstoffe?

In nahezu jedem Lebensmittel sind bestimmte, scheinbar grenzwertige Anteile von Purinen, Acrylamid, Citronensäure und andere Zusatzstoffe enthalten, die in geringen Mengen unbedenklich sein sollen. Wie das eine oder andere hergestellt wird, wissen nur die wenigsten. Statistisch gesehen bewegt sich ein Großteil der Verbraucher in Unwissenheit darüber, dass viele Nahrungsmittel überhaupt mit Zusatzstoffen versehen werden und was hinter der einzelnen Bezeichnung überhaupt steckt.

Was enthalten unsere Lebensmittel?

Citronensäure wird dazu verwendet, um den Produkten ihre Frische zu bewahren und um einen möglichen bitteren Beigeschmack zu entfernen. Gewonnen wird sie aus Schimmelpilzen, die nach einiger Zeit Citronensäure absondern. Leidet jemand unter einer Schimmelpilz-Allergie, so kann er auf diese so gewonnene Citronensäure allergisch reagieren. Auch wenn in jedem Produkt nur ein geringer Anteil von Citronensäure enthalten ist, summiert sich der Konsum durch den Verzehr von vielen citronensäurehaltigen Lebensmitteln um ein Vielfaches. Ebenso verhält es sich mit E-Nummern, die in höheren Mengen krebserregend sein können.

Acrylamid entsteht bei sehr langen Röstvorgängen und ist ebenfalls krebserregend. Wenn Kartoffelchips durch Nachlässigkeit zu lange rösten oder zu Hause die Bratkartoffeln zu lange in der Pfanne gelassen werden, um sie knuspriger zu machen, so kann dieser gefährliche Stoff ungewollt gebildet werden.

Purine sind Harnstoffe, die unter anderem in Schweinefleisch und Blumenkohl enthalten sind. Ein übermäßiger Verzehr von Purinen kann eine Ursache für Gicht sein.

Wie sicher ist Bio-Ware?

Neben den neueren Skandalen besteht allerdings auch die Tatsache, dass Lebensmittel zum Zweck der Haltbarmachung mit Zusatzstoffen versehen werden oder von vornherein gentechnisch verändert worden sind und deshalb auf lange Sicht gesundheitsschädlich sein können. Aber wie erkennt man nun gesunde Lebensmittel? Eine Möglichkeit, die sich dem Verbraucher bietet, ist, sich die Zutatenliste der Inhaltsstoffe von den einzelnen Lebensmitteln genau durchzulesen und im Zweifelsfall das Produkt wieder zurück ins Regal zu stellen, um den Konsum von Zusatzstoffen und gentechnisch veränderten Lebensmitteln einzudämmen und mehr auf Bio-Waren zurückzugreifen. So kann auch der Verbrauch von gentechnisch veränderten Lebensmitteln so gering wie möglich gehalten werden. Für diese gilt nämlich keine Kennzeichnungspflicht! Es dürfen dagegen aber Produkte, die ohne Gentechnik hergestellt wurden, die Aufschrift „frei von Gentechnik“ tragen, um ihren Marktwert zu erhöhen.

Warum ist Gentechnik so schädlich?

In der Gentechnik werden in die Gene von Pflanzen ein oder mehrere fremde Gene eingesetzt, um z.B. eine Kartoffelpflanze resistent gegen den Kartoffelkäfer zu machen, deren Larven von der Kartoffelpflanze leben. Geht nun die Existenz der Kartoffelkäfer verloren, so bedeutet dies, das eine wichtige Ressource für Vögel verschwindet. Werden mehrere Pflanzen resistent gemacht, verschwinden mehrere Ressourcen für Vögel und folglich kann die Existenz von einer oder mehreren heimischen Vogelarten bedroht sein. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Käfer selbst Anti-Gene bilden können und selbst resistent gegen das Gift der Kartoffelpflanze werden. Die Kartoffelpflanze muss dann mit neuen Genen ausgestattet werden, um erneut resistent gegen den Kartoffelkäfer zu werden. Dabei kann es passieren, dass die Pflanzen Gifte entwickeln, die beim Menschen Allergien oder andere Unverträglichkeiten hervorrufen können.

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