EHEC-Bakterien veranlassen zur Vorsicht bei Lebensmitteln

Das Robert Koch-Institut hat eine erhöhte Anzahl an Personen festgestellt, die durch EHEC-Bakterien bedingte Magen- und Darm-Erkrankungen aufweisen.

Der Darmkeim EHEC dürfte bis vor wenigen Wochen nur Experten aus dem Gesundheitsbereich bekannt gewesen sein. Doch mittlerweile sieht es so aus, als würde EHEC nicht nur die aktuelle Nachrichtenlage, sondern bald auch das Essverhalten vieler Bürger beeinflussen.

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts wurde seit Mitte Mai eine deutlich erhöhte Anzahl an Personen festgestellt, die eine Erkrankung durch EHEC-Bakterien erlitten haben. Symptome dabei sind beispielsweise Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall mit teils blutigem Ausfluss.

Eine Infektion mit EHEC-Bakterien kann bis zum Nierenversagen führen

Eine Infektion mit EHEC-Bakterien kann, laut Angaben des AOK-Bundesverband GbR, das so genannte hämolytisch-urämische Syndrom auslösen. Durch eine bakterienbedingte Zerstörung der Darmzellen kann es zu schwerwiegenden Folgen wie einem Nierenversagen kommen. Grundsätzlich kann daraus abgeleitet werden, dass Personen, die in diesen Tagen Magenbeschwerden, Durchfall oder ähnliche Krankheitsbilder aufweisen, sicherheitshalber so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen sollten, um entweder eine schwerwiegende Infektion ausschließen zu können oder sofort entsprechende Behandlungen einzuleiten.

Doch woher kommt die plötzlich erhöhte Infektionszahl mit EHEC-Bakterien? Laut Robert Koch-Institut ist der Auslöser noch nicht eindeutig ermittelt. Es gibt jedoch erste Tendenzen, die, basierend auf früheren Erfahrungswerten mit dem Erreger, folgende Ursachen als mögliche Ansteckungsgefahr aufzeigen:

EHEC-Bakterien finden sich in Fleisch, Obst und Gemüse und Rohmilchprodukten

Eine der Hauptquellen für EHEC-Bakterien ist Fleisch, vor allem rohes und nicht ausreichend gekochtes oder durchgebratenes Fleisch. Dazu kommen Rohmilchprodukte und Gemüse, dass in irgendeiner Form mit EHEC-Bakterien in Verbindung gekommen sein könnte. Was genau die Ursache für die aktuell erhöhten Krankheitszahlen ist, bleibt aktuell jedoch unklar.

Was heißt das nun für den Verbraucher? Zunächst einmal gilt es, wie bei früheren Krankheiten wie der Vogel- oder der Schweinegrippe auch, die Ruhe zu bewahren. Was der Verbraucher als zweites tun kann, ist beim Kauf und Verzehr bestimmter Produkte eine höhere Aufmerksamkeit an den Tag zu legen.

Worauf sollte der Verbraucher beim Konsum von Lebensmitteln achten?

Wie der Verbraucher sich vor einer lebensmittelbedingten Infektion oder Schmierinfektion mit EHEC-Bakterien schützen kann, beschreibt sehr anschaulich das Bundesinstitut für Risikobewertung in den als PDF-Dokument vorliegenden „Verbrauchertipps zum Schutz vor EHEC“. Hier wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass rohes Gemüse und Obst vor dem Verzehr gründlich gewaschen oder geschält werden sollte oder auf eine gründliche Hygiene in der Küche und der dortigen Arbeitsflächen zu achten ist.

So ist darauf zu achten, dass rohes Fleisch eine eigene Arbeitsfläche bekommt und diese nach der Zubereitung gründlich gewaschen wird. Auch das Waschen der Hände vor und nach der Essenszubereitung ist ein wichtiger Faktor. Für eine besonders gründliche Reinigung der Hände empfehlen sich diverse Händedesinfektionsmittel, die in so gut wie jeder handelsüblichen Drogerie zu finden sein dürften.

Wer sich dennoch unsicher ist, wie er sich zu verhalten hat oder Symptome wie Durchfall oder Magen- und Darmbeschwerden wahrnimmt, der sollte den Arzt seines Vertrauens aufsuchen, um mögliche Krankheiten oder Fragen direkt mit einem Fachmann abklären zu können.

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