Energetische Gebäudesanierung

Neue „Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz“ geht voran für die energetische Gebäudesanierung.

Unternehmen und Verbände der Bau- und Energiewirtschaft haben sich zu einer „Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz“ zusammengeschlossen. Diese Allianz geht auf eine Initiative der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zurück und soll die energetische Sanierung des Gebäudestands vorantreiben.

Bessere Informationen für Eigentümer

Dazu soll der Energieausweis zu einem Sanierungskompass weiterentwickelt werden. Die Informationen für die Eigentümer über die Vorteile des energetischen Sanierens sollen deutlich verbessert werden, ebenso der Zugang zu qualifizierten Fachakteuren. Damit will die Allianz die energetische Sanierung von Gebäuden vorantreiben.

Bessere finanzielle Anreize und rechtliche Rahmenbedingungen

Für die energetische Sanierung will die Allianz die rechtlichen Rahmenbedingungen und finanzielle Anreize schaffen. Dazu hat die Allianz der Bundesregierung eine aktive Zusammenarbeit angeboten. Die dena fordert von der Bundesregierung die Erhöhung der Förderung energetischer Sanierungen. Die Förderung soll auf bis zu fünf Milliarden Euro pro Jahr aufgestockt werden.

Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV)

Um all diese Pläne voranzutreiben, fordert die Allianz unter Führung der dena von der Bundesregierung eine Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) um bis zu 30 Prozent. Dazu muss, so die dena, der Energieausweis optimiert werden. Im Gebäudebestand bestehen nach Ansicht der dena enorm hohe Energieeffizienzpotenziale. Diese Energieeffizienzpotentiale würden bislang nur unzureichend genutzt.

Selbst Initiative ergreifen

Hauseigentümer sollten schon im eigenen Interesse nicht erst abwarten, was das Gesetz oder die Gesetze vorschreiben. Am Anfang steht für die Hausbesitzer erst einmal die Frage, was sinnvoll ist. Dabei ist schon eine gründliche Recherche nötig. Gerade bei der Hausisolierung gibt es kontroverse Meinungen, die auch noch mit viel Inbrunst verbreitet werden. Das beginnt bei der absoluten Negierung der Gebäudeisolierung bis hin zu absolut überdimensionierten Maßnahmen. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. Nützlich ist es auch hier, zu fragen: „Wem nützt das?“ Eine sehr aufwändige Isolierung kostet viel Geld. Es ist zu überlegen, in wie vielen Jahre sich die Investition amortisiert. Dabei sollten die steigenden Energiepreise berücksichtigt werden.

Auf jeden Fall ist eine energetische Gebäudesanierung sinnvoll. Jedoch sollte der Umfang gut bedacht werden. Ein energetisch gutes Haus muss auch mal einen Stromausfall über einige Tage im Winter ohne dramatische Abkühlung überstehen. Spätestens bei dieser Überlegung ist eine eigene Energieerzeugung in die Planung mit einzubeziehen. Der Investitionsaufwand wird durch die hohen Vergütungen sowohl für den eingespeisten als auch selbst verbrauchten Strom mehr als gedeckt. Beim selbst verbrauchten Strom muss auch die Einsparung für den nicht gekauften Strom berücksichtigt werden. Wer seinen Strom selbst erzeugt, ist unabhängig. Da können die Preissteigerungen für Energie das Haushaltsbudget nicht mehr belasten. Also eine Investition, die sich auf jeden Fall rechnet.

Mehrere Experten befragen

Auch Experten sind nur Menschen und auch bei diesen ist nicht immer der gesamte Wissensstand vorhanden. Deshalb sollte nachgefragt werden, auf welchem Gebiet der Experte sich besonders gut auskennt. Ein Heizungsbauer, der seit Jahren Warmwasserheizungen baut, ist Experte auf diesem Gebiet. Andere Möglichkeiten der Heizung liegen meistens völlig außerhalb seines Vorstellungsvermögens. So ist das auch in anderen Fachgebieten.

Also: Mehrere Experten aus den verschiedensten Fachgebieten befragen.

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