Erholsamer Schlaf – für viele Menschen nur ein schöner Tagtraum

Ein erholsamer Schlaf scheint vielen Menschen unerreichbar. Aber schon die Umstellung einiger Lebensgewohnheiten kann wahre Wunder bewirken.

Ein erholsamer Schlaf ist für viele Menschen nur noch ein schöner Tagtraum. Endlich einmal wieder eine ganze Nacht lang durchschlafen und am nächsten Morgen frisch und munter aufwachen, das wünscht sich jeder, der von schlaflosen Nächten geplagt wird. Oft sind es nur wenige zusammenhängende Stunden, die die Geplagten zur Ruhe kommen. Dann liegen sie auch schon wieder wach und starren im Dunkel der Nacht an die Decke. Oder sie beginnen sich unruhig hin und her zu bewegen, immer in der Hoffnung wieder einschlafen zu können. Doch meistens liegen sie wieder einmal noch bei Anbruch des frühen Morgens wach. Der Wecker müsste erst gar nicht mehr klingeln.

Einschlafpräparat Baldrian

Viele Menschen greifen dann zu Einschlafhilfen wie Baldrianpräparaten oder chemischen Präparaten. Doch zu solchen Mitteln sollte nur im äußersten Fall gegriffen werden. Diese Mittel können nur dann eine wirkliche Hilfe darstellen, wenn ein Arzt eine echte Erkrankung festgestellt hat und ein nur vorübergehendes Bedürfnis besteht. Denn zu schnell kann ein Gewöhnungseffekt eintreten und die Wirkung der Präparate lässt nach. Und dann beginnt ein Dilemma. Trotz des gewählten Präparates liegen die Geplagten wieder die halbe Nacht schlaflos in ihrem Bett. An eine echte Erholung bis zum nächsten Morgen ist wieder nicht mehr zu denken. Es scheint ein nicht endend wollender Teufelskreis zu beginnen.

Umstellung von Lebensgewohnheiten

Bevor man nach vielen schlaflosen und ratlosen Nächten zu einem Einschlafpräparat greift, sollte man sich Gedanken über die eigenen Lebensgewohnheiten machen. Auch wenn man mit zunehmendem Alter diese Gedanken gerne immer wieder auf Morgen verschiebt. Denn jeder Mensch weiß ganz genau, dass zu einer vernünftigen Lebensweise eine ausgewogenen Ernährung und ein gutes Maß an körperlicher Aktivität gehören. Vielleicht ist es einfach zu viel Stress im Tagesablauf, der den Schlaf in der Nacht raubt. Ein eilig hinuntergeschlungenes Mittagessen, ein ausgelassenes Frühstück, ein schwer im Magen liegendes Abendessen – das kann auch Menschen ohne Schlafprobleme aus dem inneren Gleichgewicht bringen. Hinzu kommt, dass kein Mensch auf Dauer ohne ein bisschen Ausgleichssport auskommt – und sei es nur ein abendlicher Spaziergang oder eine Runde Joggen oder Schwimmen am Wochenende. Haben sich aber schlechte und bequeme Gewohnheiten erst einmal ins Leben geschlichen, so sind sie nur schwer wieder zu ändern. Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier.

Am allerbesten für neue Lebensgewohnheiten eignen sich Urlaubstage. Aber auch ein Wochenende bietet genügend Zeit, um neues auszuprobieren. Den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück beginnen, eine Runde Schwimmen gehen, Entspannungstechniken ausprobieren – Yoga für Anfänger oder Muskelrelaxation nach Jacobson – und ein leichtes Abendessen vor 18 Uhr einnehmen oder auch einmal ganz weglassen, so könnte ein Selbstversuch aussehen.

Sanfte Methoden

Aber nicht nur Lebensgewohnheiten können die Ursache für Schlafprobleme sein. Der Alltagsstress unserer Zeit, die ständige Berieselung mit Informationsfluten, ständig wachsende Ansprüche an das eigene Leben können Ursache für innere Unruhe sein. Aber auch dann liegt kein Grund für den Griff zu Einschlafpräparaten vor. Ein warmes Wannenbad mit Zusätzen von ätherischen Ölen oder Kräutern direkt vor dem Schlafengehen kann eine erholsame Nacht bescheren. Das Gehirn reagiert auf Gerüche wie Lavendel, Melisse, Kamille und viele andere, indem es dem Körper das Signal Entspannung und Beruhigung gibt. Auch Duftkissen, Kissensprays und Teesorten mit Rose und Lavendel können beim Einschlafen helfen. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, aus der Hektik des Alltags heraus zu treten für einige Stunden kann wahre Wunder wirken und zu einer erholsamen Nacht führen.

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