Erkältungen wirkungsvoll vorbeugen – Einfache Tipps und Tricks helfen gegen Husten, Schnupfen und Co.

Ob Abhärtung mit Kneipp-Güssen, Inhalationen zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut oder wohltuende Bäder – es gibt viele Möglichkeiten, grippale Infekte zu verhindern.

Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie. Dieser Spruch gilt für eine normal verlaufende Erkältung. Wer die ersten Anzeichen von Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit beachtet und direkt die vorgestellten Maßnahmen beherzigt, kann sich oft über eine weitaus kürzere Symptomatik freuen und bestenfalls erfolgt nach den ersten Vorboten eines grippalen Infektes keine weitere Beschwerdezunahme.

Vorbeugen mit Kneipp-Güssen

Die Güsse mit kaltem Wasser nach den Regeln des Pfarrer Kneipp können wirklich dazu beitragen, dass Immunsystem wirkungsvoll abzuhärten. Eine wissenschaftliche Studie am Universitätsklinikum Jena hat dies bewiesen. Der Effekt stellt sich jedoch nur bei regelmäßiger Anwendung von mindestens dreimal die Woche ein und dann auch erst nach einigen Monaten. Wer also seinen Körper wirkungsvoll für die Winterzeit abhärten will, sollte bereits im Frühling mit den Kneipp-Güssen beginnen.

Nasen- und Rachenschleimhäute befeuchten

In der kalten Jahreszeit wird viel geheizt, dadurch verringert sich die Luftfeuchtigkeit in den Räumen mit der Folge, dass oft die Schleimhäute austrocknen. Die meisten Menschen merken dies zuerst an Trockenheitsgefühlen an Augen und Nase. Trockene Schleimhäute bieten jedoch einen guten Nährboden für Keime. Regelmäßiges Stoßlüften der Zimmer und Aufstellen von Schalen mit Wasser im Heizungsbereich erhöhen die Luftfeuchtigkeit und wirken vorbeugend gegen die Austrocknung. Auch regelmäßige Nasenduschen und Inhalationen mit Kochsalz können helfen, Erkältungen vorzubeugen bzw. zu lindern.

Vorsicht bei abschwellend wirkenden Nasentropfen. Sie sind zwar im Akutfall eine wirkungsvolle Hilfe, um eine freie Atmung zu bekommen, was insbesondere in der Nacht für den notwendigen, erholenden Schlaf sorgt, sie sollten aber nur maximal 10 Tage lang appliziert werden, da ansonsten ein nicht zu unterschätzender Gewöhnungseffekt eintritt. Schonender sind relativ neue Nasensprays, die ein spezielles Zellulose-Gel enthalten, welches die Viren einkapselt und dadurch verhindert, dass sie sich in den Schleimhäuten einnisten. Lutschtabletten und Pastillen können je nach Inhaltsstoff schleimlösend wie auch schmerzstillend wirken. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Effekt ist jedoch die vermehrte Produktion von Speichel, der körpereigene Immunstoffe enthält, die sich gegen die Erkältungsviren richten.

Auf die Hygiene achten: häufiges Händewaschen und der Gebrauch von Papiertaschentücher reduzieren die Keimbelastung

Auch wenn es unhöflich erscheint, auf Händeschütteln sollte in Erkältungszeiten möglichst verzichtet werden, denn über Hautkontakt werden die unliebsamen Viren geradezu in massenhafter Weise übertragen. Naturgemäß befinden sie sich auch besonders gern auf Türklinken. Häufiges Händewaschen ist deshalb ein Muss. Papiertaschentücher, die bestenfalls nach einmaligen Gebrauch weggeworfen werden sollten, helfen die ständige Wiederaufnahme der eigenen Viren zu verhindern.

Erkältungsbäder

Ein warmes Wannenbad mit erkältungsspezifischen Zusatzstoffen wie z.B. ätherischen Ölen wie Rosmarin, Wachcholder, Eukalyptus und Pfefferminze wirken durchblutungsfördernd und haben gleichzeitig eine gewisse keimtötende Wirkung. Durch den warmen Wasserdampf gelangen sie in die Raumluft und werden über die Atmung aufgenommen.

Fußbad

Bei einem beginnenden Schnupfen, kann ein Fußbad wahre Wunder bewirken. Der Trick ist hier mit nur ca. 37 Grad warmem Wasser zu beginnen und dann in Abständen immer mehr heißes Wasser hinzuzugießen – soviel, wie es die Füße gerade noch vertragen können. Ein Zusatz von Senfmehl kann den Effekt noch wesentlich verstärken, ist aber für empfindliche Haut nicht geeignet.

Antibiotika bei Erkältungen?

Eine Erkältung wird zu 99 Prozent von Viren ausgelöst. Antibiotika wirken jedoch nur gegen Bakterien. Eine Einnahme von Antibiotika ist also in der Regel nicht sinnvoll. Dagegen steht die Argumentation der Ärzte, dass sich auf den durch die Erkältung geschwächten Körper nicht noch zusätzlich ein bakterieller Infekt aufpflanzen soll.

Bei einer normalen Erkältung bzw. grippalem Infekt haben die Symptome eine gewisse Vorlaufzeit, d.h. sie beginnen milde und steigern sich konstant. Sollten sie jedoch mehr oder weniger schlagartig einsetzen, in Begleitung mit hohem Fieber und starken Gliederschmerzen, ist es ratsam, direkt einen Arzt aufzusuchen, denn in diesem Fall könnte es sich um die echte Grippe handeln. Sie tritt zwar weit weniger auf, wie die Medien uns jedes Jahr glaubhaft machen möchten, gehört jedoch auf jeden Fall in ärztliche Behandlung.

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