Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure – Wie funktioniert das?

Eine nahezu risikolose Methode zur Hautverjüngung. Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die in hohem Maße Wasser binden kann und Falten auf natürliche Weise aufpolstert.

Auf dem kosmetischen Markt gibt es zahlreiche Produkte, die als Gewebefüller in der Faltenbehandlung eingesetzt werden, wie zum Beispiel Kollagen, körpereigenes Fett, Polymilchsäure oder Calcium-Hydroxylapatit. Der bekannteste Faltenhemmer ist zur Zeit das Botox. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen Gewebefüller, sondern um das Nervengift Botulinum, das in ganz geringer Dosis eine lokale Lähmung des unterspritzten Muskels bewirkt. Die Lähmung hat zur Folge, dass sich Falten glätten und somit das Gesicht straffer und damit jünger wirkt. Je nach Applikationsort werden jedoch die für die Mimik benötigten Muskeln lahmgelegt, was den individuellen Ausdruck beeinträchtigen kann.

Lagert Botox sich im Körper ab?

Im Jahr 2008 mehrten sich die kritischen Stimmen bezüglich des Einsatzes des Neurotoxins in der Schönheitsbehandlung. Italienische Forscher hatten bei Versuchen mit Ratten herausgefunden, dass Botox nicht nur an den Stellen des Körpers bleibt, in die es gespritzt wird, sondern sich im Gehirn und Körper ausbreiten kann. Ob die Studienergebnisse von Ratten ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden können steht zur Diskussion und ist letztendlich noch nicht bewiesen.

Hyaluronsäure gegen Falten – ein körperidentischer Stoff macht immer mehr von sich reden

Hyaluronsäure ist eine Substanz, die bei allen Lebewesen in nahezu identischem Aufbau vorhanden ist. Sie befindet sich beispielsweise im Auge, in Gelenken und in der Haut. Hyaluronsäure ist keine eigentlich Säure, sondern ein Polysaccharid, welches in der Lage ist, in großem Maße Wasser zu binden, ein Umstand, den sich die Schönheitsindustrie zu Nutze macht, denn ein pralle Haut, ist gleichzusetzen mit einer jugendlich aussehenden Haut. Da sich die Hyaluronsäure nahezu überall im Körper befindet, sind allergische Reaktionen geradezu ausgeschlossen, wenn sie denn aus einer Produktionsquelle kommt, die eine hochreine Form der Synthetisierung herstellt. Hier ist die biochemische Produktion auf jedem Falle der „natürlichen Quelle“ vorzuziehen, die zwar preisgünstiger ist, jedoch aus Hahnenkämmen hergestellt wird. Diese können noch die Eiweiße der Tiere enthalten und somit allergische Reaktionen hervorrufen.

Hyaluronsäure stimuliert die Bildung von Kollagen und Elastin und verzögert die Hautalterung

Neben der aufpolsternden Wirkung kann die Hyaluronsäure auch biologische Prozesse modulieren und auf Zellteilung und Zellmobilität Einfluss nehmen. Studien bewiesen, dass sie in den Fibroblasten (im Bindegewebe vorkommende Zellen, die eine wichtige Aufgabe in der Synthese der Zellularsubstanz haben) die Neubildung von körpereigener Hyaluronsäure sowie Kollagen und Elastin stimuliert. Hyaluronsäure kann weiterhin Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen, die bei Alterungsprozessen eine große Rolle spielen.

Unterschiedliche Präparate haben unterschiedliche Eigenschaften

Die verschiedenen Markenpräparate unterscheiden sich in Herstellung, Fließeigenschaften und Haltbarkeitsdauer. Um eine optimale Verträglichkeit zu gewährleisten, sollten gerade Personen mit Neigung zu allergischen Reaktionen grundsätzlich darauf achten, dass der Behandler Hyaluronsäurepräparate aus biochemischer Produktion einsetzt. Auch ist von Mischpräparaten abzuraten, die außer Hyaluronsäure zum Beispiel noch feinste Kunststoffkügelchen oder Zuckerkristalle enthalten können. Diese Präparate verlängern zwar eventuell den aufpolsternden Effekt, die Gefahr der nicht reversiblen Granulombildung (knötchenartige Gewebeneubildung) ist jedoch recht hoch.

Gesichtsfalten gehören zwar zum natürlichen Alterungsprozess dazu und wirken prägend auf die individuelle Erscheinung, können aber durchaus einen verhärmten und müden Eindruck hervorrufen, insbesondere dann, wenn der Träger sich mit dieser durchaus natürlichen Erscheinung nicht anfreunden will. Durch eine gezielt eingesetzte Faltenunterspritzung kann das Gesicht tatsächlich eine jüngere Ausstrahlung bekommen. Mit dem Einsatz von äußerst sanften, bioverträglichen Stoffen werden Unverträglichkeitserscheinungen auf ein Minimum reduziert und gleichzeitig ein optimales Ergebnis erreicht.

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