Flohmarkt mal anders – in der Garage oder auf der Straße

Nicht jeder hat Lust, früh aufzustehen, um zu einem Flohmarkt zu fahren. Die eigene Garage oder Straße ist eine gute Alternative und hat auch Vorteile.

Flohmärkte sind eine tolle Erfahrung für Käufer und Verkäufer. Wer jedoch Waren zu verkaufen hat, hat nicht zwangsläufig auch Lust, quasi mitten in der Nacht aufzustehen, um zu einem meist nicht im gleichen Ort stattfindenden Flohmarkt zu fahren. Außerdem ist die Arbeit, die bereits am Vortag zu erledigen ist, auch nicht ohne. Die Sachen müssen ordentlich, teilweise bruchsicher, verpackt werden. Mit einem normalen PKW ist zudem ein ausgeklügeltes Verstausystem ein Muss, denn man möchte ja soviel wie möglich mitnehmen. Zu den Waren müssen noch die Standutensilien wie Tisch, Stuhl und eventuell Überdachung ihren Platz finden. Um nicht die Einnahmen auf dem Flohmarkt für Speisen und Getränke auszugeben, wird auch noch ein Fresspaket vorbereitet. Flohmarkt macht Spaß, ist aber auch anstrengend.

Der Flohmarkt in der eigenen Garage

Um dieser ganzen Anstrengung zu entgehen, ist ein Garagen- oder auch Carportflohmarkt eine gute Alternative. Die Artikel, die nur noch im Keller oder auf dem Dachboden vergessen schlummern oder die unnötig die Schränke voll stopfen, müssen gar nicht erst eingepackt werden. Außerdem können hier sogar Möbel oder andere große Gegenstände verkauft werden. Das Auto bleibt mal eine Woche draußen und die Sachen können ganz in Ruhe aufgebaut werden. Dazu können sämtliche Tische, die entbehrlich sind, verwendet werden und man ist nicht auf den spartanischen Platz des üblichen Tapeziertisches angewiesen. Da mehr Zeit zur Verfügung steht, ist auch ein dekorativer Aufbau möglich, fast so wie in einem gut gestalteten Schaufenster. Am eigentlichen Flohmarkttag muss nicht sozusagen mitten in der Nacht aufgestanden werden, denn man muss nicht fort und dann um einen guten Standplatz kämpfen. Das Geld für die Standgebühr bleibt zudem noch im eigenen Portemonnaie.

Der Straßenflohmarkt

Mitten in der Stadt ist ein Straßenflohmarkt nahezu unmöglich. Wohnt man aber etwas ländlich oder in einer kleinen Siedlung, kann ein Straßenflohmarkt eine kleine Attraktion werden. Meist ist es so, dass ein Anwohner die Idee hat und dann auch die Organisation in die Hand nimmt. Anders als in der eigenen Garage muss man hier ja mehrere Haushalte terminlich unter einen Hut bekommen. Je nach Wetterlage ist auch ein Straßenflohmarkt gleichzeitig ein Garagenflohmarkt, eben nur mit mehreren Garagen. Bei garantiert trockenem Wetter kann das Ganze aber noch besser in den Vorgärten und Einfahrten stattfinden. Ein Spaß vor dem eigentlichen Termin besteht darin, dass man die Möglichkeit hat, gegenseitig zum „Schnüffeln“ zu kommen. Dachboden oder Keller betritt man sonst bei den Nachbarn üblicherweise ja nicht. Nun aber kann nach Herzenslust gestöbert werden und oft verkaufen die Nachbarn sich zunächst gegenseitig ihre Schätze. Für den Flohmarkttag bleibt aber immer noch genug übrig.

Die Organisation eines privaten Flohmarktes

Anders als bei offiziellen Flohmärkten liegt die gesamte Organisation hier bei den Verkäufern. Die Werbetrommel muss gerührt werden. Rein zufällig verlaufen sich kaum potentielle Käufer in die eigene Garage. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Werbung. Davon sollten so viele wie möglich genutzt werden wie zum Beispiel Kleinanzeigen in der Tageszeitung und/oder den Wochenblättchen und kostenlose Kleinanzeigen im Internet wie Ebay-Kleinanzeigen oder Kleinanzeigen bei meinestadt.de. Bei diesen lohnt es sich, Fotos von zum Verkauf stehenden Waren mit einzusetzen. Dafür nimmt man nur Fotos von wirklich gut erhaltenen oder wertvollen Dingen. Elektrische Werkzeuge, Küchengeräte oder auch gute alte, vielleicht antike Stücke machen sich dabei besonders gut. Sie ziehen Käufer an. Natürlich wird man bei den Kleinanzeigen keine Preisangaben machen. Zusätzlich können Zettel an Pinnwänden der umliegenden Supermärkte Kunden anlocken. Der Text sollte auf gar keinen Fall förmlich, sondern fröhlich und humorvoll wirken.

Der große Tag ist da

Im Gegensatz zum offiziellen Flohmarkt darf länger geschlafen werden. Vor zehn Uhr am Vormittag lohnt es sich kaum, seinen Flohmarkt zu öffnen. Trotzdem kann es geschehen, dass ein paar Frühaufsteher schon vor der angesetzten Zeit vor der Tür stehen. Dafür kommen nicht die Käuferströme wie auf einem offiziellen Flohmarkt. Das macht aber nichts. Die meisten Leute, die speziell zu einem Garagen- oder Straßenflohmarkt kommen, sind auch entschlossen, etwas zu kaufen. Das gehört einfach dazu. Man darf nur nicht den Fehler machen, still und stumm hinter seinen Waren zu stehen und abzuwarten. Zwar sind „Marktschreier“ hier nicht unbedingt angebracht, aber eine freundliche Begrüßung und persönliche Ansprache fördern fast jedes Verkaufsgespräch. An heißen Tagen lohnt es sich, einfaches Mineralwasser in Plastikbechern für die Besucher bereitzuhalten – natürlich kostenlos. Bei größeren oder schwereren Waren wird Hilfe beim Einladen ins Auto angeboten. Am Abend werden die Garagen einfach geschlossen und man darf ausruhen.

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