Gebärmutterhalskrebs – Ursachen und Symptome der Erkrankung

Ursachen und Symptome der Erkrankung.

Die Heilungschancen von Gebärmutterhalskrebs haben sich verbessert, wenn man den Tumor rechtzeitig erkennt.

Jährlich erkranken 6.200 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs. Verantwortlich dafür sind vor allem Zellen in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses, die unkontrolliert wachsen. Forscher vermuten, dass dies durch eine Veränderung der Erbanlagen der Zellen hervorgerufen wird, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Jedoch ist bis heute nur belegt, dass eine bestimmte Vireninfektion zu diesen Zellveränderungen führen kann.

Die Infektion wird durch sogenannte humane Papillomviren ausgelöst und heilt aber in den meisten Fällen ohne Spätfolgen von selbst wieder ab. Sollte die Infektion jedoch chronisch werden und das Gewebe des Gebärmutterhalses dauerhaft entzündet sein, kann dies Gebärmutterhalskrebs verursachen.

Krebsvorsorge

Ob sich das Gewebe entzündet hat, oder bereits Krebsvorstufen entstanden sind, kann nur der Frauenarzt feststellen, deshalb hat jede Frau Anrecht auf eine regelmäßige gynäkologische Untersuchung. Durch den Pap-Test kann der Frauenarzt erkennen, ob das Gewebe gesund ist. Auf diese Weise können 90 Prozent der Fälle von Krebsvorstufen erkannt und so rechtzeitig behandelt werden, dass sich kein Krebs entwickeln kann. Vor der Einführung der Vorsorgeuntersuchung im Jahr 1971 war Gebärmutterhalskrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Inzwischen steht Gebärmutterhalskrebs nur noch auf dem elften Platz.

Eine weitere Möglichkeit der Vorsorge ist die Impfung junger Mädchen gegen humane Papillomviren. Jedoch ist die Wirksamkeit dieser Impfung gegen den Gebärmutterhalskrebs noch nicht endgültig bewiesen worden.

Symptome bei Gebärmutterhalskrebs

Der Krebs wird insbesondere in seiner frühen Form nicht immer von Symptomen begleitet. Diejenigen Symptome, die auftreten, können zudem leicht mit den Symptomen anderer, harmloserer Erkrankungen wie Entzündungen verwechselt werden. Deshalb ist die Vorsorgeuntersuchung so wichtig, um den Krebs oder seine Vorstufen rechtzeitig zu entdecken. Bei folgenden Beschwerden sollte jedoch der Arzt aufgesucht werden:

  • Bei lang anhaltendem und eventuell übel riechendem Ausfluss aus der Scheide
  • Bei Schmierblutungen nach dem Geschlechtsverkehr
  • Bei untypischen Blutungen außerhalb der Menstruation oder nach den Wechseljahren
  • Bei Schmerzen im Becken- oder Kreuzbereich
  • Bei Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen
  • Bei einseitig geschwollenen Beinen

Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Sollte der Tumor nach seiner Entdeckung noch im Frühstadium sein und sich die Patientin in einem guten Zustand befinden, wird der Tumor operiert. Dabei wird in der Regel die Wertheim-Methode angewandt, bei der der Patientin nicht nur der Tumor selbst, sondern auch ein Großteil des umliegenden Gewebes, wie Nerven oder auch Blutbahnen herausoperiert werden. Jede zweite Frau muss sich nach der Operation einer Strahlentherapie unterziehen. Somit soll verhindert werden, dass der Tumor erneut wächst. Geht es der Patientin jedoch schlechter oder ist die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten, wird oft auf die Kombination von Strahlen- und Chemotherapie zurückgegriffen.

Nachsorge: Regelmäßig zur Untersuchung

Um ein erneutes Auftreten des Tumors früh zu erkennen, muss die Patientin regelmäßig zur Nachsorgeuntersuchung gehen. In den ersten fünf Jahren nach der Behandlung finden diese Untersuchungen in kürzeren Abständen (zwischen drei und sechs Monaten) statt. Später werden sie jährlich durchgeführt. Bei Beschwerden muss jedoch schnell ein Arzt eingeschaltet werden.

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