Gesund einkaufen und essen – Bewusst gut und richtig einkaufen, kochen und genießen

Dass man Gesundheit essen kann, begreifen immer mehr Menschen. Der Mensch ist eben, was er isst. Gesunde Ernährung beginnt mit wohl überlegtem Einkauf. Und: Bio ist in.

Lidl, Penny, Aldi – die Supermärkte und Discounter, die auf den Bio-Zug aufspringen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Immer mehr Menschen verlangen nach gesundheitlich unbedenklichen Lebensmitteln. Eine große Aufgabe für Bauern, Händler, Politiker. Besonders wichtig: die Eigenverantwortung der Endverbraucher. Um ihr gerecht zu werden, sollte König Kunde sich so gut wie möglich informieren. Weil ungeprüfte königliche Behandlung nicht immer hält, was sie verspricht.

Ist Bio drin wo Bio drauf steht?

Der Begriff Bio ist in der EU gesetzlich geschützt, das Siegel, das inzwischen eben auch auf entsprechenden Supermarkt-Verpackungen prangt, weithin bekannt. Es bürgt dafür, dass damit gekennzeichnete Lebensmittel weitgehend frei von Pestiziden sind, nicht gentechnisch manipuliert wurden und aus ökologischem Anbau stammen. Auch solche Produkte sind natürlich nicht schadstofffrei, weil Schadstoffe aus der Luft (viele Öko-Felder sind ausgerechnet in Autobahnnähe zu finden) sich nun einmal nicht abhalten lassen.

Natürlich werden Bio-Artikel nach wie vor in Bioläden und Reformhäusern verkauft. Wegen des schnelleren Abverkaufs machen sie in größeren Geschäften allerdings oft einen frischeren Eindruck. Auch gewisse Preisunterschiede sind zu verzeichnen. Dass, wie oft behauptet wird, Bio-Ware nur unerheblich teurer sei als herkömmliche, stimmt in den meisten Fällen nicht. Das ist ja auch gar nicht möglich, weil der Arbeitsaufwand bei biologischer Arbeitsweise ungleich höher ist. Arbeitskraft aber kostet nun einmal Geld.

Dieses Geld jedoch sollten gesunde Lebensmittel uns allemal wert sein. Hier sollte ein Umdenken erfolgen. Lebensmittel sind kostbar und lebenswichtig. So etwas gibt es eben nicht zum Ramschpreis.

Der Unterschied zwischen Nahrungsmitteln und Lebensmitteln

Von Nahrungsmittel ernährt man sich – gut oder schlecht. Von Lebensmitteln lebt man. Lebensmittel enthalten eine Fülle von Vitalstoffen und die sind mehr als das, was uns an künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen angeboten wird. Die nämlich können nur die bekannten Nährstoffe imitieren, nicht die, die noch gar nicht ausreichend erforscht sind. Also ran an echte Lebensmittel! Den biologisch angebauten Apfel, das selbst gebackene Brot aus frisch gemahlenem Getreide, das „frei laufende“ Ei, ungespritzte junge Kartoffeln – da weiß man, was man hat. Man spürt es auch – am eigenen Wohlbefinden.

Viele Menschen, die sich und ihrer Gesundheit auf die Schnelle etwas Gutes tun wollen, glauben den Versprechungen der Werbung. Sie sind viel mit anderen Dingen beschäftigt und kaufen aus Zeit- und Informationsmangel den ach so gesunden Müsliriegel, die Frühstückscerealien oder den Fruchtjoghurt mit einer Extramenge Calcium. Das ist auch o. k., allerdings nur, wenn es die Ausnahme bleibt. Grundsätzlich sollten gesunde Lebensmittel die Basis Ihres Speiseplans sein. Die sollten möglichst frisch, unverfälscht und wenig oder gar nicht bearbeitet sein. Ernährungspapst Dr. Bruker hat etliche Bücher geschrieben, die genau diese Idee zum Thema haben.

Was sind denn überhaupt gesunde Nahrungsmittel?

Auf deutsche Verpackungen gehören Zutatenlisten. Das, was vorn steht, ist das, wovon am meisten drin ist in der Packung. Hier muss man aber schon aufpassen. Wenn bei stark Gesüßtem Zucker ausnahmsweise nicht an erster Stelle steht, liegt das oft daran, dass verschiedene Zucker- und Zuckeraustauschstoffe einzeln aufgeführt werden. Die Summe ist dann höher, als es den Anschein erweckt.

Das Nahrungsmittel sich aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten zusammensetzt, ist inzwischen Allgemeingut. Dass Fett doppelt so viele Kalorien hat wie die beiden anderen Gruppen, weiß schon nicht jeder. Grundsätzlich sollte man mit Fett und mit Zucker sparsam umgehen. Andere Kohlenhydrate (in Obst, Kartoffeln, Nudeln) sind besser als ihr Ruf. Auch was ihre Rolle beim Erhalt der schlanken Linie anbelangt. Vollkornnudeln ist ebenso wie Vollwertreis der Vorzug zu geben. Bei geschältem, polierten Reis wird wie bei Auszugsmehl die wertvolle Schale der Getreidekörner und – aus Gründen besserer Haltbarkeit – auch der fetthaltige Keimling entfernt. Dadurch entsteht ein relativ wertarmes Nahrungsmittel, das die Bezeichnung Lebensmittel nicht mehr verdient.

Gesunde Zubereitung

Wenn es gelungen ist, möglichst biologisch gezogene Lebensmittel frisch in die eigene Küche zu bekommen, sollten sie Wert erhaltend zubereitet werden. Gemüse schmeckt besser, wenn es bissfest bleibt. Wer mag schon Zerkochtes? Salat schmeckt gut mit kalt gepresstem Öl (ungesättigte Fettsäuren!), Balsamico Essig, Kräutersalz und Pfeffer zubereitet. Er sollte nach der Zubereitung so bald wie möglich gegessen werden, weil zerkleinertes Gemüse schnell an Wert verliert. Zucker möglichst nur prisenweise verwenden. Ahornsirup, Dicksaft oder Honig können ihn hier und da sinnvoll ersetzen.

Eine Vielzahl von Kochbüchern machen Appetit auf gesunde Nahrung, die mindestens so köstlich und abwechslungsreich sein kann wie das, was man unbewusst „schon immer“ gegessen hat. Also: Erst nachdenken, dann genießen!

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