Hacken lernen – Die Grundlagen

Hacken – Ein Begriff, der heutzutage für Angst im Internet sorgt. Völlig unbegründet, denn Hacker sind nur Informatiker mit einer einzigartigen Philosophie.

Regelmäßig hört man von Schreckensmeldungen in den Medien. Hacker, die Viren verbreiten, die Kontodaten stehlen und für Serverausfälle sorgen. Ein weit verbreiteter Irrglaube, denn ein Hacker hat im Prinzip nichts mit solchen Attacken zu tun.

Hacker sind Sicherheitsexperten, Programmierer und Philosophen

Aber wenn der Hacker nicht der Kriminelle aus den Medien ist, wer ist er dann? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Hacker ein Computerexperte ist. Doch die Tätigkeiten, Interessen und Eigenheiten und auch die Bedeutung des Hackens können sich stark unterscheiden:

  • Hacken bedeutet, Schwachstellen in einer Software oder einem Netzwerk zu finden, diese zu analysieren und an den Entwickler zu übermitteln, sodass dieser die Schwachstellen beheben kann.
  • Hacken bedeutet, alternative Ideen eines Algorithmus in einer beliebigen Programmiersprache zu entwickeln oder zu nutzen.
  • Hacken bedeutet, einer eigenen Subkultur anzugehören und für eine freie Welt zu kämpfen.

Genauere Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in den folgenden Absätzen.

Der Hacker als Sicherheitsexperte findet Schwachstellen und trägt zur Problemlösung bei

Die meist verbreitete Tätigkeit des Hackers und wohl auch der Grund für den schlechten Ruf ist die eines Sicherheitsexperten für Software- und Netzwerkprobleme jeglicher Art. Fertige Software und Netzwerkumgebungen werden gehackt, das heißt, ausführlich auf Fehler und Sicherheitslücken überprüft. Anschließend analysieren die Hacker den Fehler, um genau sagen zu können, was den Fehler verursacht und wie dieser Fehler behoben werden kann. Das Ergebnis dieser Analyse wird meistens kostenlos zur Behebung an dem zuständigen Entwickler oder Administrator geschickt. In seltenen Fällen werden Hacker zur Problemfindung engagiert und bezahlt. Dieser letzte Schritt ist sehr wichtig und unterscheidet den Hacker von dem Profil, wie er in den Medien bekannt ist. Nur in sehr seltenen Fällen, zum Beispiel um ihre Philosophie zu wahren, werden Sicherheitslücken von Hackern ausgenutzt.

Hacken beim Programmieren bedeutet, ungewöhnliche Problemlösungen zu finden

Auch Programmierer können Hacker sein. In diesem Fall bedeutet Hacken, Algorithmen auf eine sehr ungewöhnliche Art zu lösen. Das bedeutet, Hilfsmittel einer Programmiersprache anders zu nutzen, als sie eigentlich gedacht sind und so zu einer Problemlösung zu kommen. Auch wenn diese Programme oft ihren Zweck erfüllen, so ist das Hacken eher unbeliebt, da sich das Programm schlechter warten lässt, der Quellcode unlesbarer wird und somit sich sehr schlecht erweitern lässt.

Eine alternative Art dieses Hackens ist, den Quellcode eines anderen zu verändern, sodass ein völlig anderes Problem mit diesem Programm gelöst werden kann.

Hacker kämpfen für freie Informationen für Jedermann und um die Privatsphäre

In einem Punkt unterscheiden sich Hacker nicht: Sie haben alle ihre Philosophie. Doch ist diese teilweise sehr unterschiedlich. Die meisten Hacker stehen dafür ein, dass sämtliche Informationen, wie unsere Welt funktioniert, jedem Menschen zur Verfügung stehen sollte. Außerdem sollen die Informationen frei sein. Das heißt keineswegs, dass die Informationen kostenlos sein müssen, sondern frei von Lizenzierungen, Patenten und Einschränkungen sind.

Der Computer bedeutet den meisten Hackern sehr viel. Für sie ist er ein Zeichen für Verbesserungen. Der Computer ist dementsprechend ein Instrument der Kunst, ein Werkzeug der Schönheit. Auch die Privatsphäre bildet einen wichtigen Punkt in der Philosophie des Hackers, wobei sich die unterschiedlichen Kulturen der Hacker nicht einig sind. Doch stehen die Meisten für den Schutz der Privatsphäre ein und lehnen grundsätzlich das Schnüffeln in privaten Daten Anderer ab.

Hacken lernen beginnt mit der Informatik

Der Einstieg in die Tätigkeit eines Hackers ist nicht schwer, wenn auch nicht leicht. Zunächst ist es wichtig, die Philosophie, die dahinter steht, zu teilen. Dafür bietet es sich an, mit Menschen in Kontakt zu treten, die genauso denken. Ein Anlaufpunkt wäre zum Beispiel der Chaos Computer Club (kurz CCC), der laut Ihrer eigenen Aussage größten europäischen Hackervereinigung.

Das Wissen über die Computer- und Informationstechnologie ist auch sehr wichtig. Dieses Wissen kann über eine Ausbildung in IT oder Informatikbranchen, einem Studium oder auch in Eigenregie erlangt werden. Zum Beispiel kann man sich über Java informieren, einer sehr beliebten Programmiersprache mit besonderen Eigenschaften. Liegt das Interesse eher im Netzwerk- und Sicherheitsbereich, ist der Artikel über Nagios sicherlich lesenswert. Auch sehr interessant und passend zum Thema, ist die kreative Leistung eines Programmierers.

Wahre Verantwortliche für Viren, IT-Angriffe und Serverausfälle

Wenn Hacker aber nicht verantwortlich für die Angriffe und Viren sind, von denen ständig in den Medien berichtet wird, wer ist es dann? Es sind Kriminelle, wie jeder andere Kriminelle auch. Computerkriminalität ist so facettenreich, wie die Kriminalität in der wirklichen Welt. Die unterschiedlichsten Motive können für eine solche Tat verantwortlich sein. Diese sind völlig losgelöst von den Tätigkeiten, Interessen und Berufsbezeichnungen der jeweiligen Person.

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