Hautprobleme bei Babys

Windelsoor, Mundsoor & Milchschorf erkennen und behandeln.

Was tun bei Pilzinfektionen im Windel- und Mundbereich des Babys, auch Soor oder Kandiose genannt? Und: Wie lässt sich Milchschorf vorbeugen und behandeln?

Ein pusteliger Ausschlag auf der geröteten Haut im Windelbereich von Babys kann auf eine Pilzinfektion, einen Windelsoor (Kandiose) hindeuten. In der Regel beginnt der Ausschlag um den After und breitet sich über Po und Oberschenkel aus.

Windelsoor – was tun?

Wichtigstes Hilfsmittel gegen einen Windelsoor ist viel Luft. Will heißen: Das Baby sollte sooft wie möglich ohne Windel strampeln können. Verwenden Sie zum Waschen Ihres Lieblings möglichst keine Seife, weil sie die Keimflora auf der Haut immer wieder zerstört. Und geben Sie Ihrem Kind möglichst kein saures Obst, weil dieses scharfe Stühle verursacht. Der Kinderarzt wird Ihnen eine gegen Pilze wirksame Salbe verordnen.

Hilfe, mein Baby hat einen Mundsoor!

Auch ein Mundsoor kommt bei Babys und Kleinkindern häufig vor, nicht selten gleichzeitig mit einem Windelsoor. Kennzeichen sind weiße und gelbe Flecken in der Mundhöhle, die nach dem Versuch sie abzuwischen leicht blutende Stellen hinterlassen. „Mundsoor tritt auch im Zusammenhang mit Zahnungsschmerzen hervor“, hebt Dr. Edgar Tichatschek, Kinderarzt mit Praxis in Wien, hervor. „Auf ihn aufmerksam wird man nicht selten, wenn das Kind die Nahrung verweigert.“

Geben Sie Ihrem Kind – falls es schon mit den Erwachsenen mitisst – möglichst ungewürzte und nur lauwarme Speisen, damit es trotz der Schmerzen etwas essen mag. Für die Behandlung des Soor gibt es ein gegen Pilze wirksames Gel, das auf die befallenen Stellen aufgetragen wird und dort haften bleibt. Stillende Mütter müssen auch ihre Brustwarzen damit bestreichen.

Milchschorf: Krusten auf der Kopfhaut des Babys

Vom Mundsoor blieb Klein-Jonas verschont. Ein anderer „wunder Punkt“, weshalb seine Mama Maria mit ihm den Kinderarzt aufsuchte, war jedoch ein Milchschorf. Er zeigte sich als fettige, gelbbraune Schuppenschicht auf der Kopfhaut des Babys. Maria hatte zunächst versucht, die Krusten mit Gewalt zu entfernen, sie riss damit aber nur die Haare ihres Lieblings mit aus, die fest an den Krusten hafteten.

Der Kinderarzt riet der jungen Mutter den Kopf ihres Babys über Nacht mit etwas Öl oder Vaseline einzureiben. So werden die Krusten weich und lösen sich leichter. Man kann sie dann mit einem Kamm oder einer weichen Bürste auskämmen, beziehungsweise eventuell mit Wasser heraus waschen. Sind die Krusten sehr hart und dick, sollte die Behandlung bis zu zehn Tage lang wiederholt werden.

Lässt sich Milchschorf vorbeugen?

Vorbeugend lässt sich der Krustenbildung etwas entgegenwirken, indem man die Kopfhaut des Babys täglich mit einer weichen Bürste sanft bürstet. Für sich alleine ist der Milchschorf völlig harmlos. Manchmal kommt er allerdings in Verbindung oder als Vorläufer der Neurodermits vor.

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