Heilpflanzen in der Sportmedizin

Mit Reizen gegen Schmerzen bei Arthrose, Arthritis & Muskelschmerz. Sportverletzungen, degenerative Gelenkerkrankungen und Co.: Alternativ zu nebenwirkungsreichen Schmerzmitteln bieten Heilpflanzen eine Alternative via Reizwirkung.

Bewegung dient bekanntlich der Gesundheit. Doch auch Sport das Wohlbefinden unterstützt, den Körper kräftigt, macht auch hier die Dosis das Gift: Statisch beanspruchte Muskeln, regelmäßige Überanstrengung, Verschleiß, Verletzungen und Entzündungen verschiedenster Art sind die Kehrseite der Medaille und zumeist von starken Schmerzen begleitet.

Degenerative Gelenkerkrankungen, Entzündungen, Muskelschmerzen, Verhärtungen, stumpfe Verletzungen oder Weichteilrheumatismus werden häufig mit Schmerzmitteln behandelt. Obschon Phytotherapeutika gerade in der Sportmedizin zunehmend Zuspruch finden, gilt noch immer NSAR (vgl. Information unten) als das Mittel der Wahl, Schmerzen rasch zu beseitigen. Die Nebenwirkungen jedoch bergen mehr als nur eine Gefahr, belasten das gesamte Gesundheitssystem und bringen häufig Langzeitschäden mit sich.

Der Balanceakt am Rande der Leistungsfähigkeit: Folgen für Muskeln und Gelenke

Leistungssport kann durch Überlastung des Bewegungsapparates und des Immunsystems, einem zu exzessiven oder falsch dosierten Training zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen führen. Häufig werden Entzündungen zugunsten der eigenen Leistung ignoriert und können nicht ausheilen, geraten so zu wiederkehrenden Beschwerden. Während stumpfe Verletzungen eher rasch zu lindern und selten von Dauer sind, führen kontinuierliche Beanspruchungen oder chronische Entzündungen oftmals bis hin zu permanenter Muskelschwäche, Deformation oder Versteifung von Gelenken und anderen dauerhaften Beeinträchtigungen.

Schmerz als Problemindikator im Bewegungsapparat

Auch Fehlbelastung, altersbedingte Überanstrengung, Stoffwechselentgleisungen oder hormonelle Veränderungen können den Bewegungsapparat angreifen. Schmerz ist ein verlässliches Alarmzeichen, jedwede Belastungen zu stoppen. Zumeist sind akute Schmerzen auf Verletzungen, massive Überlastung oder eine Geweberuptur zurückzuführen.

Heilpflanzen schließen therapeutische Lücken

Heilpflanzen können Abhilfe schaffen: Sie sind weitestgehend frei von unerwünschten Nebenwirkungen, überbrücken zahlreiche therapeutische Lücken, die schulmedizinische Behandlungen nicht stetig zu schließen wissen. Ergänzend zu manuellen Therapieformen vermögen sie nicht allein Schmerzen zu lindern, sondern mancherlei Erkrankung gemeinschaftlich auch in Gänze zu heilen.

Reizvolle Ablenkung bei Muskelschmerzen und Weichteilrheumatismus

Bei Muskelschmerzen und Weichteilrheumatismus kann durch die Anwendung pflanzlicher Hautreizmittel neben physikalischen Maßnahmen – wie beispielsweise Massage oder Hydrotherapie – eine Linderung der Symptome durch die Verbesserung der Durchblutung erzielt werden. Durch die reizende Wirkung werden Entzündungsbotenstoffe vom Entzündungsherd abgelenkt.

Massage mit Pflanzenölen

Zur Behandlung eignen sich Einreibungen mit in Pflanzenölen oder Rotöl verdünnten ätherischen Ölen oder Einzelkomponenten daraus, wie beispielsweise Campher, Eukalyptusöl, Fichtennadel- oder Minzöl, Rosmarin-, Thymian- und Nelkenöl. Auch Lockerungsmassagen mit Rotöl sind hilfreich. Ätherische Öle haben in hohen Konzentrationen einen hautreizenden Effekt, des weiteren wirken viele Komponenten darüber hinaus entzündungshemmend oder schmerzlindernd.

Therapiemöglichkeiten bei Weichteilrheumatismus

Bei Weichteilrheumatismus werden in der Phytotherapie zumeist Salben eingesetzt, die Cayennepfefferfrüchte oder deren Inhaltsstoffe enthalten. Auch Kataplasmen (Breiumschläge) aus Meerrettich oder Senfsamen können verwendet werden. Dabei sollte der Grad der Hautrötung überwacht werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Bei empfindlicher Haut sollte von einer Reiztherapie mit senfölhaltigen Drogen gegebenenfalls Abstand genommen werden.

Hinweis zu NSAR

NSAR ist die Abkürzung für „nicht-steroidale Antirheumatika“, somit für Medikamente, die innerhalb einer kurzen Zeitspanne schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Nicht-steroidal bedeutet, dass darin kein Cortison enthalten ist. Beispiele sind Diclofenec, Iboprofen, Indometacin oder Piroxicam. Obschon NSAR bereits jahrzehntelang verwendet werden, ist die Wirkungsweise nicht vollständig geklärt. Vornehmlich hemmen sie ein körpereigenes Enzym namens Cyclooxygenase, welches entscheidend an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt ist, zugleich aber werden noch weitere Vorgänge des Stoffwechsels gehemmt. So vielseitig die Wirkung, so vielseitig sind auch die Nebenwirkungen: Cox-2-Hemmer können Magen-Darm-Blutungen verursachen, Vioxx und Bextra wurden aufgrund des hohen Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos vom Markt genommen.

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