Jobchance 2017 – Fluglotse oder Flutlotsin, Beruf mit Zukunft 

Fluglotsen arbeiten im Tower am Flughafen oder im Center mit hochmoderner Technik. Ihr Beruf ist verantwortungsvoll, spannend und zukunftsträchtig.

Damit Flugzeuge sicher und reibungslos an ihr Ziel gelangen, wird der Luftraum und der Verkehr auf Start- und Landebahnen an Flughäfen ununterbrochen überwacht. Zuständig dafür sind Fluglotsen, die im Team und mit moderner Technik arbeiten. Sie tragen viel Verantwortung und die Anforderungen sind hoch. Fluglotse ist ein krisensicherer Beruf, der an vielen unterschiedlichen Standorten in Deutschland ausgeübt werden kann.

Die Arbeit eines Fluglotsen

Man unterscheidet zwischen Centerlotsen und Towerlotsen.

Centerlotsen kontrollieren den Luftraum. Der ist in verschiedene Sektoren unterteilt. Die Lotsen weisen allen Flugzeugen, die dieses Gebiet durchqueren, Routen, Flughöhen und Geschwindigkeiten zu. Verlässt eine Maschine den vorgeschriebenen Kurs, dirigieren die Lotsen sie über Funk zurück.

Towerlotsen koordinieren den Verkehr direkt am Flughafen auf den Start- und Landebahnen .

Lotsen und Piloten sowie Lotsen untereinander arbeiten dabei eng zusammen. Die Kontrolle des Luftraums und am Boden funktioniert nur im Team, Einzelkämpfer sind hier nicht gefragt. Bei der Arbeit werden die Lotsen von hoch spezialisierten Radar- und Computersystemen unterstützt. Die technische Ausrüstung wie auch die schnelle und klare Kommunikation muss der Fluglotse blind beherrschen. Die Kommunikation findet allgemein auf Englisch statt.

Allgemeines Anforderungsprofil für Fluglotsen

  • Höchstalter bei Bewerbung 24 Jahre
  • Abitur
  • Gute Englischkenntnisse (Leistungskurs bis zum Abitur oder Level C1)
  • Medizinische Eignung
  • Einwilligung in eine Zuverlässigkeits- und Sicherheitsüberprüfung
  • Wehr- oder Zivildienst muss abgeleistet sein oder ein Nachweis über Ausmusterung oder Freistellung vorliegen

Kompetenzprofil für Fluglotsen

Neben den allgemeinen Anforderungen werden von den Dirigenten der Lüfte noch weitere persönliche Kompetenzen erwartet:

  • Konzentrationsfähigkeit
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Entscheidungsfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Konzentrationsfähigkeit
  • gutes Gedächtnis
  • die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun
  • bei großer Belastung einen kühlen Kopf zu behalten
  • Bereitschaft zu Schichtdienst, Sonntags- und Feiertagsarbeit

Auch müssen Fluglotsen in der Lage sein, die Verkehrslage auf dem Radarschirm gedanklich in ein dreidimensionales Bild umzuwandeln. Ein gutes Gespür für Technik ist ebenfalls hilfreich. Doch neben diesen individuellen Eigenschaften muss auch die soziale Komponente stimmen: Funktionierendes Teamwork ist unerlässlich.

Auswahlverfahren für Fluglotsen

Bei diesen hohen Anforderungen ist es kein Wunder, dass sich angehende Fluglotsen einem harten Auswahlverfahren unterziehen müssen, bevor sie ihre Ausbildung beginnen. Dieses Verfahren ist standardisiert und läuft in mehreren Schritten ab.

Zunächst füllen Bewerber einen Fragebogen aus. Gegebenenfalls werden sie danach zu einem Auswahlverfahren beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Hamburg eingeladen.

Hier werden zunächst in mehreren Tests räumliches Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit und der Umgang mit Zahlen geprüft. Während einer weiteren Teststufe kommen bereits vereinfachte Simulationen der Lotsenarbeit zum Einsatz, die beispielsweise die Fähigkeit zur Mehrfachbelastung im Fokus haben.

Danach folgen Gruppenübungen. Außerdem befragt eine Auswahlkommission aus Fluglotsen und Psychologen die Bewerber in Einzelinterviews zu ihrer Motivation Fluglotse zu werden, zu ihrer Biografie und prüft ihre sozialen Fähigkeiten. Letzte Station auf dem Weg zum Fluglotsen ist eine fliegerärztliche Untersuchung. Hier werden die Bewerber im wahrsten Sinne des Wortes „auf Herz und Nieren“ getestet, denn ein Fluglotse muss bestimmte gesundheitliche Bedingungen erfüllen.

Alle Bewerber, die das Auswahlverfahren erfolgreich absolviert haben, erhalten ein Angebot für einen Ausbildungsvertrag.

Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten

Die Einstiegshürde ist hoch und wer das Auswahlverfahren besteht, den erwartet nicht nur ein krisensicherer Arbeitsplatz, der kann auch mit einem guten Gehalt rechnen. Der Jahresverdienst eines Fluglotsen beträgt zwischen 68.000 und 95.000 Euro. Dazu kommen noch Zuschläge für Schicht- und Sonntagsarbeit.

Zukunftsperspektiven für Fluglotsen

Das Flugaufkommen über Deutschland nimmt stetig zu, die Arbeit eines Fluglotsen wird also auch in Zukunft gebraucht, man kann durchaus von einem krisensicheren Arbeitsplatz sprechen. Durch den internationalen Austausch ergeben sich auch Möglichkeiten, im Ausland zu arbeiten. Aufstiegschancen, beispielsweise als Supervisor oder Verfahrensplaner, bestehen ebenfalls.

Informationen zum Beruf des Fluglotsen

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hält für interessierte Bewerber ein ganzes Bündel an Informationen bereit. Unter anderem die Broschüre „Ausbildung zum Fluglotsen“ und die FAQs zur „Ausbildung zum Fluglotsen“. Auf der Website gibt es detaillierte Informationen und auch einen kleinen Lotsentest. Noch in 2017 finden mehrere Informationsveranstaltungen an unterschiedlichen Orten statt.

DFS – Deutsche Flugsicherung

Für die Ausbildung und den Einsatz von Fluglotsen zeichnet in Deutschland die DFS verantwortlich. Fluglotsen können an allen 19 Standorten der DFS eingesetzt werden. Die Zentrale befindet sich im hessischen Langen, weitere Einsatzorte sind beispielsweise Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin, Stuttgart, München.

Interessierte sollten schnell handeln: 2017 sind 150 Ausbildungsplätze zum Fluglotsen/zur Fluglotsin zu besetzen.

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