Krebserkrankungen – Unkontrollierte Zellteilungen verursachen Krebs

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Mittlerweile gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten – unter anderem eine Impfung.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 350 000 Menschen neu an Krebs. Zurzeit sind 4 – 5 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Krebs ist hierzulande nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache.

Eine unkontrollierte Zellteilung ist die Wurzel allen Übels

Die Bezeichnung „Krebs“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen. Denn der griechische Arzt Hippokrates verglich die auf andere Gewebe übergreifenden Tumore mit den Zangen eines Krebses. Heute weiß man, dass Krebserkrankungen auf eine unkontrollierte Zellteilung zurückzuführen sind, hervorgerufen durch Veränderungen in unseren Genen. Ursachen einer solchen Gen-Veränderung – auch Mutation genannt – können Chemikalien, ungesunde Ernährung, Viren, UV-Strahlung, Radioaktivität oder auch Tabak und Alkohol sein. Teilweise kommt es aber auch zu vererbten oder zufällig stattfindenden Genveränderungen.

Verschiedene Therapiemöglichkeiten im Einsatz

Heutzutage liegt die Heilungsrate bei Krebs in den Industrieländern bei ca. 30 bis 65 Prozent. Bei einer Behandlung kommen neben der herkömmlichen Chemo- oder Strahlentherapie auch immer mehr neue biologische Therapieformen zum Einsatz. So werden beispielsweise Bestandteile des körpereigenen Abwehrsystems (Antikörper) künstlich hergestellt, die Krebszellen aufgrund ihrer Oberflächeneigenschaften erkennen. Binden sich diese Antikörper an bestimmte Oberflächenstrukturen einer Krebszelle, dann wird deren Wachstum verhindert. Hierzu gibt es bereits Präparate zur Behandlung von Darm- oder Brustkrebs.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit, sich gegen eine Krebserkrankung zu impfen. Seit Oktober 2006 ist der erste Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) in Deutschland erhältlich. Der Hauptauslöser von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit humanen Papillomviren, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungsinstituts in Heidelberg infizieren sich sieben von zehn Frauen im Laufe ihres Lebens mit dem Virus. In den meisten Fällen besiege das körpereigene Immunsystem die Erreger innerhalb eines Jahres, doch bei einigen Frauen entwickle sich über Vorläuferstadien ein bösartiger Tumor. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts empfiehlt sich ein prophylaktischer Impfschutz gegen Papillomviren besonders bei Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Denn so könne bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr ein Schutz gegen die krebsauslösenden Viren aufgebaut werden.

Hilfe für Krebspatienten mit Kinderwunsch

Jährlich überleben deutschlandweit etwa 6.000 Menschen unter 35 Jahren eine Krebserkrankung. Rund 75 Prozent dieser jungen Krebspatienten wünschen sich nach ihrer Genesung Kinder. Doch Chemo- und Strahlentherapie können besonders bei Frauen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, die bis zur Unfruchtbarkeit führen. Mit dem Ziel Frauen zu helfen, sich trotz überstandener Krebserkrankung ihren Kinderwunsch zu erfüllen, schlossen sich im Jahr 2006 insgesamt 33 deutsche Universitätskliniken zum Netzwerk FertiPROTEKT zusammen. Ziel des neugegründeten Netzwerkes ist es, bekannte Therapien – wie die Konservierung von Eizellen und Eierstock-Gewebe – zu optimieren, neue Behandlungsformen zu entwickeln und sie flächendeckend anzubieten.

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