Kupfer: Wichtig für Stoffwechsel und Immunsystem

Kupfer ist nicht nur ein Material für Wasserrohre oder Elektroinstallationen.

Das rote Metall kommt in der Erdkruste, in Lebensmitteln und in unserem Körper vor.

Kupfer: Ein Metall mit guten Hygieneeigenschaften. Eine Untersuchung der Universität Southampton hat jetzt nachgewiesen, dass Bakterien auf Kupfer wenig Überlebenschancen haben. Verantwortlich dafür ist seine bakterizide (keimtötende) Wirkung. Deshalb fließt unser wertvollstes Lebensmittel, das Trinkwasser, meist in Kupferleitungen durchs Haus, und deshalb strahlen auch die Braukessel der Bierbrauer meist in rötlichem Kupferglanz.

Kupfer wurde jedoch bereits unter Hildegard von Bingen als Heilmittel beschrieben. Doch weil Kupferpräparate die Zulassung als Arzneimittel verloren haben, scheint sich niemand mehr für das vielfältig wirksame Spurenelement zu interessieren. Dabei ist es uns näher, als vielen bewusst ist: Zwischen 70 und 150 Gramm Kupfer enthält ein gesunder menschlicher Organismus. Dort spielt es eine wichtige Rolle für die Funktionen des zentralen Nervensystems, beim Pigmentstoffwechsel und der Immunabwehr.

Ein vielfältig wirksames Spurenelement

So hilft Kupfer beim Schutz vor freien Radikalen, die mit für die Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht werden. Es ist zusammen mit Eisen an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Auch zur Produktion der Hormone Epinephrin und Norepinephrin braucht der Organismus Kupfer. Durch den Transport von Elektronen wirkt Kupfer auch bei der Energiegewinnung des Körpers mit und sorgt für die Umwandlung von 2-wertigem in 3-wertiges Eisen, das erst dann durch den Körper transportiert werden kann. Es ist zudem an Vorgängen beteiligt, die Entzündungen hemmen und wird deshalb in der Rheumatherapie empfohlen. Besonders Patienten mit Rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew sollten langfristig mit Kupfer versorgt werden. Kupfer spielt auch bei der Pigmentierung von Haut und Haaren eine Rolle. Sehr interessant ist Kupfer in der Demenzprophylaxe.

Eine ausgewogene Ernährung vermeidet Kupfermangel

Ein bis 1,5 Milligramm Kupfer täglich sollte ein Erwachsener zu sich nehmen, bei Kindern bis 7 Jahren sind 0,6 bis ein Milligramm genug. Studien haben ergeben, dass selbst eine Aufnahmemenge von 5 mg Kupfer pro Tag über mehrere Monate unbedenklich war. Mit einer ausgewogenen Ernährung ist es im Normalfall kein Problem, dem Körper die nötige Kupfermenge zuzuführen. Kupfer ist in vielen Lebensmitteln enthalten, besonders in Krustentieren, Fisch, Leber und Nieren. Auch Vegetarier müssen nicht befürchten, durch Kupfermangel ihren Organismus zu schwächen. Eine ganze Reihe pflanzlicher Produkte wie Nüsse und Vollkorn, Champignons oder Kartoffeln sind gute Kupfer-Lieferanten. Naschkatzen können für ihre Lust auf Schokolade auch gute gesundheitliche Gründe anführen: Schokolade enthält besonders viel Kupfer. Allerdings decken schon 10 Gramm den täglichen Bedarf.

Wer gezwungen ist, krankheitsbedingt Kuper zu substituieren, sollte es während der Hauptmahlzeit einnehmen, nicht aber zusammen mit weiteren Mineralstoffen oder Vitaminen. Vor allem Selen, Zink und Vitamin C sollten getrennt von Kupfer eingenommen werden, weil sie sonst miteinander reagieren und sich gegenseitig entwerten können.

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