Lektin in Hülsenfrüchten sorgt für ein intaktes Immunsystem

Hülsenfrüchte liefern nicht nur wertvolle Vitamine und Ballaststoffe, sondern auch das für die Abwehrkräfte wichtige Lektin (Phytohämagglutinin).

Inzwischen sind zahlreiche Stoffe insbesondere aus pflanzlichen Lebensmitteln bekannt, die nachweislich positive Effekte auf die Gesundheit im Allgemeinen und im Speziellen auf das Immunsystem haben. Einer dieser Stoffe ist das Lektin.

Hülsenfrüchte in der gesunden und ausgewogenen Ernährung

In einer gesunden Ernährung, die Krankheiten vermeiden und die Funktionen des Körpers aufrecht erhalten soll, dürfen Hülsenfrüchte nicht fehlen. Sie liefern Vitamine, Ballaststoffe und darüber hinaus pflanzliches Eiweiß, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Insbesondere Vegetarier sollten aufgrund des hohen Eiweißgehalts der Hülsenfrüchte nicht auf deren Verzehr verzichten. Weiterhin weisen Hülsenfrüchte mit ihren komplexen Kohlenhydraten einen relativ niedrigen glykämischen Index auf, was einen großen Beitrag zur Prävention von Diabetes mellitus leisten kann. Menschen,die an Hyperurikämie (Gicht) leiden, sollten Hülsenfrüchte jedoch eher meiden beziehungsweise nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater regelmäßig zu sich nehmen.

Lektin (Phytohämagglutinin)

Bei den Lektinen handelt es sich um hauptsächlich in Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Weizenkeimen vorkommende Eiweißstoffe. Die Vermutung, dass Lektine die Darmwand schädigen und dadurch Immunzellen aktivieren, wodurch es zu einer Autoimmunreaktion (Reaktion gegen körpereigene Substanzen) kommen kann, konnte bisher nicht durch experimentelle Daten bestätigt werden. Im Gegensatz dazu werden für einige Lektine gesundheitsfördernde Effekte diskutiert.

Verschiedene Untersuchungen weisen auf eine Modulation des Immunsystems durch Lektine hin. So fand man heraus, dass beispielsweise niedrige Dosen des Lektins der Mistel die Anzahl der Lymphozyten im Blut erhöhen sowie die Aktivität der Makrophagen verstärken und damit zu einer optimalen Immunmodulation beitragen. Höhere Dosen führen dagegen eher zu einer Suppression (Unterdrückung) relevanter Immunfunktionen. In einer neueren Untersuchung wurden die Vor- und Nachteile einer Immunmodulation durch Lektin gegenüber gestellt und man kam zu dem Ergebnis, dass das Lektin der Mistel für den klinischen Einsatz zur Stärkung des Immunsystems durchaus in Frage kommt. Inwieweit dies auch für Lektin aus Hülsenfrüchten gilt, ist bisher noch nicht ausreichend untersucht worden.

Lektinhaltige Lebensmittel

Lektin ist hauptsächlich in Hülsenfrüchten wie

  • Sojabohnen,
  • Linsen,
  • Erbsen,
  • Bohnen (Lektin kann durch Kochen zerstört werden, dennoch sollten Bohnen nicht roh verzehrt werden, da es zu Vergiftungserscheinungen kommen kann)
  • Kichererbsen und
  • Erdnüssen,

aber auch in Kartoffeln (Lektin ist hitzestabil), und Weizenkeimen enthalten.

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