Mögliche erste Anzeichen für Krebs – Wie erkennt man Krebs

Die Symptomatik ist bei Tumorerkrankungen nicht immer eindeutig. Krebserkrankungen machen sich zumindest anfangs häufig nicht eindeutig bemerkbar. Einige Symptome können jedoch auf einen bösartigen Tumor im Körper hinweisen.

Bei Krebs handelt es sich um bösartige Zellwucherungen. Die Onkogene, die für Zellbildung und -wachstum verantwortlich sind, werden mehr und mehr von so genannten Karzinogenen befallen, sodass Zellteilung und -wachstum fehlerhaft verlaufen. Schließlich werden immer mehr Onkogene durch karzinogene Zellen ersetzt, sodass ein Tumor an den Organen oder in den Knochen entsteht. Durch den Blutstrom besteht das Risiko der Bildung von Tochtergeschwüren an anderen Organen, da die Karzinogene mit dem Blut durch den ganzen Körper transportiert werden. Hierbei spricht man von Metastasenbildung.

Mögliche Risikofaktoren für Krebserkrankungen

Hierzu zählen unter anderem Rauchen, Übergewicht, jahrelanger Alkoholmissbrauch oder auch der ständige berufliche Kontakt mit karzinogenen Stoffen (beispielsweise die nukleare Belastung von Mitarbeitern in Kernkraftwerken, Chemiearbeiter und ähnliches). Abgesehen von schädlichen Umwelteinflüssen spielen auch genetische Dispositionen eine Rolle. Oft tritt eine bestimmte Krebsart familiär gehäuft auf.

Potentielle erste Anzeichen für Krebs

Je nachdem, welches Organ primär befallen ist, sind zu beobachten:

  • Bluthusten, ständige Heiserkeit, die nicht auf übermäßige Beanspruchung der Stimme, Nikotinabusus oder eine Erkältungskrankheit zurückgeführt werden kann, verstärkte Anfälligkeit für Bronchialinfekte und Lungenentzündungen
  • Schluckbeschwerden
  • Blut im Stuhl, Teerstuhl (das Blut ist durch die beigemengte Magensäure schwarz verfärbt)
  • Bluterbrechen
  • Blut im Urin
  • ständige, heftige Kopfschmerzen, oft begleitet von Schwindel, Seh- und Hörstörungen
  • Muttermale, die sich plötzlich in ihrer Größe und/oder Färbung verändern, Sekrete absondern oder bluten
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • heftige Bauchschmerzen, oft in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, die nicht auf Stress und erhöhte körperliche Belastung zurückgeführt werden kann
  • bei der Blutabnahme: erhöhte Leukozyten (Normalwert: 7.000 bis 9.500 Leukozyten), die nicht auf andere entzündliche Erkrankungen wie etwa Rheuma zurückgeführt werden können
  • Austritt von Sekret aus den Brustwarzen
  • bei Männern: Wachstum der Brust
  • bei Frauen: Schmierblutungen zwischen den Tagen, schmerzhafte Regelblutungen, Blutungen aus der Scheide nach den Wechseljahren
  • jede Wunde oder jedes Geschwür, das nicht binnen drei Wochen vollständig abgeheilt ist.

Einige der vorgenannten Symptome können ebenfalls auf eine akute Erkrankung (beispielsweise heftige Bauschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen als Zeichen für eine Blinddarmentzündung) oder eine andere Krankheit hinweisen. Deshalb ist eine rasche ärztliche Abklärung beim Auftreten von einem oder auch mehreren der genannten Symptome umso wichtiger. Je früher Krebs erkannt und behandelt wird, desto größer sind in der Regel die Heilungschancen.

Die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung

Eine Vielzahl von Vorsorgeuntersuchungen wie etwa die Mammographie bei Frauen ab 40, Darmspiegelungen ab dem 45. Lebensjahr oder die jährliche Untersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane werden von der Krankenkasse bezahlt, da manche Krebsarten erst ab einem bestimmten Lebensalter vermehrt auftreten. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen werden oft bereits harmlose (gutartige) Geschwüre erkannt, die bis dato noch keine erkennbaren Beschwerden verursacht haben. Bei rechtzeitiger Behandlung gutartiger Geschwüre kann Krebs gar nicht erst entstehen.

Hinzu kommt, dass manche Krebsarten ansonsten jahrelang unentdeckt bleiben, da sie eben im Frühstadium noch keine Beschwerden verursachen. Darmkrebs kann fünf bis zehn Jahre symptomlos bleiben, auch wenn der Tumor bereits bösartig ist.

Auch Personen, in deren Familien eine bestimmte Krebsart gehäuft aufgetreten ist, sollten sich regelmäßig untersuchen lassen, da die Wahrscheinlichkeit, selbst an derselben Krebsart zu erkranken, durch die genetische Disposition höher ist. Auch bestimmte Risikofaktoren sollten nach Möglichkeit ausgeschlossen werden, wobei dies natürlich nicht in allen Fällen möglich ist.

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