Naturheilmittel gegen Osteoporose

Wann können sie helfen?

Kräutertees und Globuli: Können sie wirklich bei so einer massiven Erkrankung helfen? Mit welchen anderen natürlichen Produkten kann man vorbeugen?

Tückisch ist sie, denn man kann sie nicht gleich erkennen: Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, an der jede dritte Frau nach den Wechseljahren erkrankt. Auch jeder fünfte Mann ab dem 50. Lebensjahr muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass seine Knochen schneller abgebaut werden, als ihm gut tut. Eine regelmäßige Überprüfung mit Hilfe einer Knochendichtemessung ist daher die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme überhaupt.

Mit verschiedenen Verhaltensmaßnahmen und modernen Medikamenten kann man eine bestehende Osteoporose zumindest zum Stillstand bringen. Doch nicht jeder verträgt die Arzneimittel, die ihm helfen könnten, oder sie haben unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die bereits genommen werden müssen. Ist die Naturheilkunde ein probater Ausweg?

Kraft aus Pflanzen

Um die Knochen zu stabilisieren, werden calciumreiche Nahrung oder Calciumpräparate empfohlen. Auch einige Heilpflanzen haben in dieser Hinsicht viel zu bieten: Der Ackerschachtelhalm enthält außer Calcium und Kieselsäure ein ganzes Potpourri an Mineralstoffen und galt daher schon im Mittelalter als guter Knochenheiler. Ebenso die Brennnessel, die für eine bessere Aufnahme und Einlagerung von Calcium und einen gesunden Mineralstoffwechsel sorgt. Das Allantoin in den Blättern und in der Wurzel des Beinwells regt die Neubildung der Knochen an, während das Frauenmantelkraut eine progesteronähnliche Wirkung hat und das Hormonsystem unterstützt, das beim Knochenaufbau eine wichtige Rolle spielt. Dieser wird auch durch selektive Östrogenmodulatoren der Traubensilberkerzenwurzel stimuliert. Sie gleichen den weiblichen Hormonhaushalt aus, was sich positiv auf die Knochen auswirkt.

Die Heilpflanzen sind in der Apotheke erhältlich und können in einer Mischung zu gleichen Teilen als Tee getrunken werden. Wer Tee nicht mag, kann die Kräuter auch zerreiben und über das Essen streuen.

Energie aus Mineralsalzen

In der Biochemie gibt es verschiedene Mittel, die den gestörten Einbau von Mineralsalzen in den Knochen regulieren können. Die Schüßlersalze Calcium fluoratum D12 (Nr.1), Calcium carbonicum D6 (Nr. 22), Calcium phosphoricum D6 (Nr. 2), Silicea D12 (Nr. 11) und Magnesium phosphoricum D6 (Nr. 7) sind homöopathisch aufbereitet und können zur Härtung des Skeletts und besseren Einlagerung von Mineralien beitragen. Auch ein spezielles Osteoporose-Schema hat sich bewährt:

  • Morgens vor dem Frühstück: Calcium fluoratum D12 (Nr. 1)
  • Vormittags: Manganum sulfuricum D6 (Nr. 17)
  • Nach dem Mittagessen: Calcium phosporicum D3 (Nr. 2)
  • Vor dem Abendessen: Natrium chloratum D6 (Nr. 8)
  • Vor dem Schlafengehen: Silicea D12 (Nr. 11)

Von jedem Salz lässt man 2 Tabletten im Mund zergehen.

Wann können sanfte Mittel helfen?

Sowohl Pflanzen als auch homöopathische Präparate sind sicher nicht geeignet, um eine schwere Osteoporose zu behandeln. Aber sie können dazu beitragen, dass das Calcium aus der Nahrung oder aus einem Calciumpräparat besser verwertet wird. Auch zur Vorbeugung sind die sanften Mittel eine gute Möglichkeit, eine Erkrankung zu verhindern, ohne unangenehme Nebenwirkungen zu befürchten. Voraussetzung dafür ist eine regelmäßige Anwendung.

Eine weitere Möglichkeit, auf natürlich Weise einer Osteoporose-Erkrankung vorzubeugen, ist eine optimale Ernährung. Sie sollte, wie generell empfohlen, abwechslungsreich zusammengestellt sein, wenig Fett und viel Gemüse enthalten. Um genügend Calcium zuzuführen, sollten außerdem fettarme Milchprodukte, Obst und Getreide auf dem Speiseplan stehen.

Aber auch mit calciumreichem Mineralwasser (zum Beispiel Steinsieker mit 620 mg Calcium pro Liter) lässt sich eine ausreichende Versorgung leicht erreichen. 1.000 mg pro Tag sollten es für einen Erwachsenen sein. Kieselsäurehaltige Vollkornprodukte wie die Hirse leisten ebenfalls einen natürlichen Beitrag zur Stärkung der Knochen. Ferner ist Vitamin D notwendig, damit Calcium vom Körper überhaupt aufgenommen werden kann. In Fisch, Eiern, Pilzen und angereicherter Margarine ist besonders viel davon enthalten.

Früh vorbeugen!

Einer Osteoporose kann man übrigens bereits bei Kindern und Jugendlichen effektiv vorbeugen. Auf eine gesunde Ernährung mit viel Calcium sollte hier unbedingt geachtet werden, da es in diesem Alter besonders gut eingebaut wird. Phosphatreiche Produkte wie colahaltige Getränke dagegen entziehen dem Körper viel Calcium und sollten daher möglichst gemieden werden! Calcium aus Mineralwasser und pflanzlicher Nahrung kann übrigens besser verwertet werden als aus Milchprodukten, die durch ihren Fettgehalt anders verstoffwechselt werden müssen. Eine ausgewogende Mischkost ist also auch hier empfehlenswert!

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