Naturheilverfahren und ihre Wirkprinzipien

Heilreize beeinflussen den Menschen auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene und stehen in gegenseitiger Wechselwirkung. Methoden der Naturheilkunde werden oftmals unterschiedslos in einen Topf geworfen und dadurch verallgemeinert als „wirksam“ oder „unwirksam“ bezeichnet. Weder das eine, noch das andere ist richtig. Jede Methode kann nur individuell auf ihre Wirksamkeit hin bewertet werden. Das geschieht auf zweierlei Art. Entweder werden Heilverfahren durch reproduzierbare Untersuchungen wissenschaftlich belegt oder erfahrungswissenschaftlich, weil sie in Einzelfällen erfolgreich waren. Die Homöopathie konnte beispielsweise noch nicht wissenschaftlich belegt werden.

Verschiedene naturheilkundliche Verfahren

  • Klassische Naturheilverfahren:

Ernährung, Bewegung, Entspannung, Wasser, Licht, Kälte, Wärme, pflanzliche Mittel

  • Traditionelle Naturheilverfahren:

Traditionelle Chinesische Medizin, Ayurveda, ausleitende Verfahren

  • Regulationsmedizin:

Diagnostische und therapeutische Methoden, die die Regulationsmechanismen des Körpers unterstützen.

  • Energiemedizin:

Frequenztherapien mit Quanten, Licht, Schall, Magneten, Strom

Alternative Verfahren sind häufig Methoden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist und/oder deren Wirkung nicht plausibel ist.

Naturheilverfahren und ihre Wirkung

Die Naturheilkunde betrachtet die Gesundheit als Ausdruck des inneren Gleichgewichts, des Einklangs von Körper, Geist und Seele. Eine Krankheit ist eine Störung des Gleichgewichts, die sich auf den ganzen Menschen und sein vernetztes, biologisches System auswirkt. Berücksichtigt wird immer die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper, die allgemein als Psychosomatik bekannt ist. Eine Erkrankung kann nur durch eine ganzheitliche Behandlung geheilt werden, die das Gleichgewicht wieder herstellt. Psychische Veränderungen lösen Veränderungen im Körper aus und umgekehrt beeinflussen körperliche Veränderungen in gleichem Maße die Psyche. Diese Prozesse laufen fast gleichzeitig ab. Bei der Behandlung ist es deshalb auch nicht wesentlich, ob der Heilreiz seine Wirkung durch körperliche, psychische oder geistige Impulse erzielt.

Naturheilkunde und ihre Wirkprinzipien

  • Reiztherapie: Ein Reiz (Wärme, Kälte…) wird eingesetzt, um den Körper zu einer Reaktion anzuregen, die ihn dazu veranlasst, sich selbst in Richtung Heilung zu bewegen. Voraussetzung ist, dass der Körper überhaupt in der Lage ist, zu reagieren und dass der Reiz angemessen für die Reaktionsfähigkeit des Einzelnen ist. Reize trainieren die Lebenskraft und das Abwehrsystem.
  • Immunmodulation/Immunstimulation: Hier wird eine Stärkung der Abwehrkräfte beabsichtigt (pflanzliche Unterstützung spezifischer Ernährung, angemessene Lebensweise…), was bei der heutigen Lebensführung dringend erforderlich ist.
  • Umstimmungstherapien: Sie sollen die Reaktionsbereitschaft im Körper ändern, wie es etwa die Neuraltherapie macht, durch Änderungen der elektrischen Ladung und des Energieniveaus der Zellen oder auch den Einsatz von Akupunkturnadeln oder physikalischer Therapien.
  • Energetische Therapien: Hierunter fällt alles, was ohne materielle Substanz wirkt, also „nicht-stofflich“ wie Homöopathie, Bachblütentherapie oder aber alle Therapieformen, die Energetischen Ausgleich im Organismus herstellen wie Akupunktur, Shiatsu, Reiki, Kinesiologie.
  • Substitutionstherapie: Dem Organismus werden Stoffe zugeführt wie Pflanzenwirkstoffe, Vitamine, Mineralstoffe.

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