Partnerschaft: Wenn es nicht mehr klappt

Beziehungskrisen bei Erektionsstörungen des Mannes.

Die Aktion „Helden der Liebe“ bemüht sich seit zwei Jahren um Aufklärung und Hilfe. Neben ärztlichem Rat müssen die Partner zum offenen Gespräch finden.

 

Noch bis zum 26. Juni läuft in zahlreichen deutschen großen Städten unter dem etwas schwülstigen Titel „Helden der Liebe“ eine Kampagne, mit der Ärzte und Pharmaindustrie über Probleme und Möglichkeiten bei männlichen Erektionsstörungen aufklären wollen. Ausgangspunkt dieser Aktion ist der Umstand, dass immer häufiger in Ehen und Partnerschaften Probleme auftreten, weil es beim Mann „nicht mehr klappt“.

Sexuelle Kontake wichtig für erfüllte Partnerschaft

Medizin und Psychologie wissen heute, wie wichtig für eine erfüllte Partnerschaft sexuelle Kontakte sind. Für viele Paare gehen ein glückliches Liebesleben und die Qualität der Beziehung einher. Leidet der Mann an Erektionsstörungen, kann dies bei beiden Partnern zu enormen psychischen Belastungen führen.

Nicht nur der Mann verliert an Lebensqualität, auch die Partnerin leidet. Ein offenes Gespräch darüber ist schwierig. Dabei kann dies für eine Beziehung, in der sich beide Partner ernst- und wahrgenommen fühlen, überaus bedeutungsvoll sein.

Fünf Millionen Männer betroffen

In Deutschland leiden fünf Millionen Männer unter Erektiinsstörungen. Weltweit soll es 190 Millionen Betroffene geben. Die Initiative „Helden der Liebe“ gibt es seit 2007.

Für den Mann bedeuten Erektionsstörungen unangehmene und schamvolle Augenblicke. Deshalb vermeiden viele Männer solche Situationen. Sexuelle Begegnungen finden eben gar oder gar nicht statt. Oft zeihen sich die Männer von ihrer nicht nur körperlich, sonder n auch emotional zurück.

Das bietet Nährboden für Misstrauen und Selbstzweifel der Partnerin. Die sucht die Schuld häufig bei sich und fragt sich, ob sie nicht mehr attraktiv genug sein. Oder steckt vielleicht sogar eine andere Frau dahinter?

Das offene Gespräch suchen

Aus solchem Verhalten ergibt sich sehr schnelle eine Konfliktsiutation: Sie begegnet dem Partner mit Vorwürfen. Er blockt aus einer Verunsicherung heraus ab. Sie ist frustriert und fühlt sich nicht ernst genommen. Enttäuschung und verletzte Gefühle auf beiden Seiten. Und oft ist die Trennung die Folge.

Erektionsstörungen haben häufig eine körperliche Ursache. So können Diabetes mellitus oder Bluthochdruck dahinter stecken. Ein Grund mehr, sagen die Fachleute, dass „Mann“ diese Problematik thematisiert und nach Lösungen so früh wie möglich sucht. Auch wenn man nicht gerne darüber spricht. Ehrliche Worte für das gemeinsame Problem zu finden ist nicht leicht. Doch ein solcher Dialog kann die Beziehung entlasten. Beide Partner können Verständnis für einander signalisieren und Missverständsisse aufklären. Dafür müssen beide Partner einen entspannten Moment abwarten.

Vorwürfe vermeiden

Wichtig ist, dass jeder Vorwurf vermieden wird. Beide Partner müssen offen von sich sprechen. Wenn eine Seite erst einmal abwehrend reagiert, das Gespräch abbrechen und einen günstigeren Moment suchen. Keinesfalls sollte man sich entmutigen lassen.

Wenn aber wirklich eine offene Aussprache gefunden wird, wird das für beide Seiten befreiend sein. Auch der erste Schritt zu einer Festigung der Beziehung. Das Pharmaunternehmen Lilly hat die Fotografin Herlinde Koebl veranlasst, den Umgang mit diesem Problem für die Aktion “Helden der Liebe“ im Bild festzuhalten. Ganz ungewöhnliche Fotos sind entstanden. In München wurde die Ausstellung unlängst erstmals gezeigt.

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