Partnersuche einst und jetzt!

Die Probleme der Partnerwahl im Wandel der Zeit. Das Rollenverhalten von Mann und Frau in kurzen Worten vom Mittelalter bis in die Neuzeit der Computergeneration.

Den richtigen Partner fürs Leben zu finden, ist und war nie leicht. In früheren Zeiten war es möglicherweise einfacher, aber auch nur für die herrschende Klasse. Aber ob die Beziehungen glücklicher gewesen sind, wenn sie wie meist von den Eltern vermittelt wurden und speziell die Frauen den Befehlen ihrer Väter ausgeliefert waren, ist zu bezweifeln. Es ist noch gar nicht so lange her, da war es nicht allen Menschen möglich zu heiraten. Im Mittelalter musste man noch beweisen, dass man in der Lage war, eine Familie auch zu erhalten. Eine Änderung trat erst mit dem Beginn des Industriezeitalters ein. In der Praxis war es doch so, der Mann kam in die Jahre und suchte sich eine Frau um durch die Kinder, am liebsten Söhne, den Fortbestand seines Besitzes und Namens zu sichern. Aber wie hat sich die Welt in Bezug auf Partnerschaft und Ehe in den letzten 100 Jahren entwickelt? Bis weit in die Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Rolle der Frau immer noch festgelegt auf Heim und Herd.

Die Emanzipation der Frau, die ja schon viel früher begonnen hatte, wurde auch dadurch vorangetrieben, dass nach dem zweiten Weltkrieg auf Grund des Männermangels die Hauptlast des Wiederaufbaues auf den Schultern der Frauen lag (Trümmerfrauen).

Die Chancengleichheit der Geschlechter

Dadurch dass die Frauen die gleichen Chancen auf Bildung bekamen und Zugang zur Arbeitswelt hatten, wurden sie auch unabhängiger. Denn die finanzielle Abhängigkeit war eines der größten Hindernisse für Frauen, wenn sie ihr Leben ändern wollten. Das es früher merklich weniger Scheidungen gegeben hat als heute, ist nicht eine Frage der Moral, sondern hat mit der Emanzipation und dem Wandel der Gesellschaft zu tun. Was viele Männer verunsichert. Mitte des vorigen Jahrhunderts konnte man sagen, es gab für beide Geschlechter dieselben Möglichkeiten, einen Partner zu finden. Die Jugend der Sechziger und Siebzigerjahre traf sich überwiegend beim Tanz. Selbst in den kleinsten Orten spielte in einem Dorfgasthaus eine mehr oder weniger gute Band. Man tanzte, verliebte sich und heiratete. Diese Ehen hielten auch noch in der Mehrzahl. Nach dem Motto „früh gefreit, hat nicht gereut“.

Kein Vorteil ohne Nachteil

Mit der Zeit wurde aber die Ehe von immer mehr Menschen in Frage gestellt. Heute gibt es mehr Singeleshaushalte als jemals zuvor. In die Zeit passt auch der neue Begriff, „Lebensabschnittpartner“. Da die Singles aber jetzt wieder auf Partnersuche gehen, haben sie ein Problem. Bin ich noch attraktiv genug? Schönheitsoperationen sind voll im Trend und auch immer mehr Männer nehmen solche Dienste in Anspruch. Der brasilianische Onkologe und Nobelpreisträger für Medizin Drauzio Varella bemerkte dazu.

„In der heutigen Welt wird fünfmal mehr in Medikamente für die männliche

Potenz und Silikon für Frauen investiert, als für die Heilung von

Alzheimer Patienten. Daraus folgernd haben wir in ein paar Jahren alte

Frauen mit großen Titten und alte Männer mit hartem Penis, aber keiner von

denen kann sich daran erinnern, wozu das gut ist.“

Partnersuche im Internet!

Durch das Internet bekam auch die Suche nach Partnern eine neue Dimension. Es gibt Partnerbörsen für jeden Geschmack. Das Positive daran ist, dass auch die Generation 50+ immer mehr davon Gebrauch macht. Man kann über das Computerzeitalter sagen was man will, aber so gesehen, hat es auch gute Seiten.

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