Pastinaken neu entdeckt für Grill und Backofen

Gemüseküche mal anders – wer Abwechslung im Speiseplan sucht, sollte Pastinaken ausprobieren. Das fast vergessene Gemüse ist reich an Nährstoffen.

Bevor die Kartoffel eingeführt wurde, gehörte die Pastinake zu den Grundnahrungsmitteln Europas. Diese weiße Rübenart schmeckt etwas milder und süßer als ihre Verwandte, die Karotte, und ist reicher an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Seit dem Siegeszug der Kartoffel, gerieten Pastinaken in Deutschland allerdings in Vergessenheit. Nur bei Babynahrung hat dieses gesunde Gemüse seine rechtmäßige Stellung seitdem wieder zurückerobert. In England gehören die sogenannten parsnips weiterhin zum regelmäßigen Speiseplan, insbesondere als Gemüsebeilage zum sunday roast, dem traditionellen Sonntagsbraten, serviert in nahezu jedem Pub.

Pastinaken und Karotten werden ähnlich zubereitet

Wer etwas Abwechslung im Speiseplan sucht, kann Pastinaken als Ersatz für Karotten verwenden. In der Zubereitung unterscheiden sie sich kaum. Man kann Pastinaken kochen, braten, backen und grillen. Auch die Garzeit ist ähnlich, je nach Größe der Wurzeln. Man kann Pastinaken auch roh essen, aber schmackhaft sind in diesem Fall nur die jungen Wurzeln. Sobald man die feste Schale abgeschält hat, sollte man Pastinaken sofort verwenden, da sie sonst an der Luft braun werden. Alternativ kann man sie mit Zitronensaft beträufeln, um sie für eine kurze Zeit frisch zu halten. Obwohl Pastinaken aufgrund ihrer späten Erntezeit eigentlich als Wintergemüse gelten, schmecken sie auch hervorragend zu gegrilltem Fleisch. Wer also auf seiner Grillparty etwas Besonderes servieren möchte, sollte Pastinaken ausprobieren.

Leckeres Grillgemüse mit Pastinaken

Man kann Pastinaken einzeln grillen oder auch in Kombination mit anderen Gemüsesorten. Zum Kombinieren eignen sich am besten Kartoffeln, Kürbis, Karotten, Kohlrabi oder Rote Beete, da diese eine ähnliche Garzeit haben. Man schält das Gemüse und schneidet es in mundgerechte Stücke. Anschließend mariniert man es mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian. In Aluminiumfolie verpackt, lässt man das Gemüse 20 bis 30 Minuten auf dem Grill garen. Alternativ kann man den Backofen auf 200 Grad vorheizen, das Gemüse auf dem eingefetteten Backblech verteilen oder in eine feuerfeste Auflaufform geben und etwa eine halbe Stunde backen. Dazu schmeckt ein frischer Kräuter-Dip aus Joghurt und Thymian.

Einfacher Anbau und Lagerung

Im Anbau ist die Pastinake weniger anspruchsvoll als die Karotte. Sie wird im März mit einem Abstand von 6 – 12 Zentimetern und einer Tiefe von 1-2 Zentimetern ausgesät. Da sie keine Staunässe mag, baut man sie am besten auf kleinen Dämmen an. Die Keimung dauert 15 bis 20 Tage. Die Erntezeit beginnt im Oktober und kann bis zum ersten Frost dauern. Pastinaken sind wie Karotten ein Gemüse, das man gut über den Winter lagern kann. Die Lagerung erfolgt am besten im Dunkeln, bei knapp über 0 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit.

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