Reisekrankheit – Mittel aus der Natur gegen das Übel

Alle Menschen freuen sich auf den wohlverdienten Urlaub, aber die Reisekrankheit kann die Vorfreude extrem mindern. Welche Mittel helfen wirklich?

Der lang ersehnte Urlaub steht an und wird bei Millionen von Menschen durch die sogenannte Reisekrankheit beeinträchtigt. So plötzlich wie sie am Beginn einer Reise auftritt, verschwindet sie nach quälenden Tagen auch wieder. Aber es gibt eine Reihe von natürlichen Mitteln, die das Unwohlsein verhindern oder zumindest auf ein erträgliches Level zurückschrauben können. Hier sind die Tipps.

Ursachen der Reisekrankheit

Unter Reiseübelkeit werden Symptome bezeichnet, die auf Grund einer Fortbewegung mit Schiff, Auto, Flugzeug oder Bahn entstehen. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr registriert den ständigen Wechsel der Bewegungen, während die Augen keine Veränderungen wahrnehmen. Dieses Missverhältnis führt nach einer Weile zu Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen und Erbrechen. Sehr anfällig für die Kinetose, wie die Reisekrankheit auch genannt wird, sind besonders Menschen, die unter Migräneanfällen oder an Stoffwechselerkrankungen und Kreislaufproblemen leiden. Auch Angst vor den Symptomen der Reiseübelkeit kann diese auslösen.

Ingwer – das Allheilmittel gegen Beschwerden auf Reisen

Schon in grauer Vorzeit kauten Seefahrer Ingwerwurzeln zur Behandlung der Seekrankheit. Auch heutzutage hat es sich bewährt, eine Ingwerwurzel in dünne Scheiben zu schneiden und diese dann in einem viertel Liter Wasser auf zu kochen und danach zehn Minuten ziehen zu lassen. Sieben Tage vor Beginn der Urlaubsreise sollte man täglich zwei Tassen des Tees zu sich nehmen. Wem der Geschmack nach Ingwer zu intensiv sein sollte, kann den Tee mit einem Teelöffel Honig versüßen. Menschen, denen dieser Aufwand zu groß ist, können in der Apotheke Kapseln kaufen, die einen Extrakt aus der Ingwerwurzel enthalten. Auch Ingwerkekse haben eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt.

Petersilie – nicht nur zum Kochen geeignet

Ein einfaches Mittel zur Behandlung der Reisekrankheit ist das Kauen gehackter Petersilie vor Antritt der Reise. Während der Reise hilft ein kleines Sträußchen Petersilie, welches an einem Band um den Hals getragen wird, gegen Reiseübelkeit. Das Einatmen des Petersiliengeruches vertreibt die Übelkeit. Hier ist es sehr wichtig, die Petersilie nicht auf der Kleidung, sondern auf der nackten Haut zu tragen. Kindern, die den puren Geschmack der Petersilie nicht mögen, kann man am Vortag der Abreise ein Kartoffelgericht zubereiten, welches mit Petersilie gewürzt wird.

Pfefferminze – das Allroundmittel

Vorbeugend kann man sich aus Pfefferminzblättern einen Tee zubereiten, der mehrmals täglich bis zur Abreise getrunken wird. Auch mehrere Gläser Wasser am Tag, mit ein paar Tropfen Pfefferminzöl versetzt, beugen den gefürchteten Beschwerden gut vor. Sollte die Reisekrankheit bereits begonnen haben, kann man mit einer kleinen Flasche Pfefferminzöl, an der man in regelmäßigen Abständen riecht, die Beschwerden deutlich lindern. Pfefferminzbonbons zu kauen bewirkt außerdem eine Magenberuhigung.

Vorbeugende Maßnahmen

Um ein Auftreten der Reiseübelkeit zu verhindern, sollte man bei Flugreisen einen Sitzplatz in der Mitte des Flugzeuges wählen. Der Blick auf Dinge, die sich mit dem Flugzeug bewegen, wie zum Beispiel die Tragflächen, sollte vermieden werden. Bei Bahnreisen treten die Beschwerden sehr oft auf, wenn man entgegen der Fahrtrichtung sitzt. Als Beifahrer bei einer Autofahrt kann Lesen den gefürchteten Schwindel verursachen. Am häufigsten tritt die Reisekrankheit als sogenannte Seekrankheit bei Schiffsreisen auf. Wenn eine Kabine in der Mitte des Schiffes gewählt wird, ist dort am wenigsten mit Schaukelbewegungen zu rechnen. Es gibt bei der Reisekrankheit nur einen Trost: nach spätestens vier Tagen hat sich der Körper an alles gewöhnt und sie vergeht von selbst wieder.

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