Richtig essen während der Stillzeit

Richtige Ernährung für Mutter und Kind. Muttermilch ist die beste Nahrung für den Säugling in den ersten sechs Lebensmonaten. Ernährt sich die Mutter ausgewogen und gesund, profitiert auch das Baby davon.

Es ist wundervoll, wenn eine frischgebackene Mutter ihr Kind stillen kann und möchte. Als natürlichste Form der Säuglingsernährung bietet Muttermilch dem Baby eine optimale Grundlage zum „Wachsen und Gedeihen“. Damit es so bleibt, kann die Stillende in Sachen Ernährung selber einiges dafür tun.

Energie- und Nährstoffzufuhr in der Stillzeit

Stillenden wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in den ersten vier Monaten nach der Geburt eine erhöhte Aufnahme an Energie empfohlen. 635 Kilokalorien sollten es bei einer voll stillenden Mutter zusätzlich sein. Andere Quellen gehen nur von einer zusätzlichen Kalorienaufnahme von 300 – 600 Kilokalorien aus.

Laut DGE sollte sich die Energiezufuhr folgendermaßen zusammen setzen:

  • Mehr als 50% Kohlenhydrate aus ballaststoff- und stärkereichen Nahrungsmitteln
  • 0,8 g/kg Körpergewicht Protein plus 15 g zusätzlich
  • max. 35% Fette.

Die Nährstoffzusammensetzung der Frauenmilch ist nur zum Teil von der Ernährung abhängig. Dies betrifft vor allem die Spurenelemente Mangan, Selen und Jod, sowie die Vitamine A, B 2, B 6, B 12 und Pantothensäure. Auf eine erhöhte Zufuhr an Folsäure sollte außerdem geachtet werden.

Der stilltaugliche Speiseplan

  • Die Kohlenhydrate sollten vor allem komplex sein. Gut geeignet sind Vollkornbrot und –flocken, Naturreis, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Kartoffeln.
  • Essentielle Fettsäuren finden sich in ungesättigten Pflanzenölen wie Maiskeim-, Oliven-, Sonnenblumen- und Rapsöl.
  • Buttermilch und Milch, Käse, Joghurt und Seefisch sind als Proteinquellen, aber auch für die Jod- und Calciumversorgung bestens geeignet.
  • Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Gurken, Spinat, Erbsen, Bananen und Erdbeeren enthalten reichlich Folsäure.
  • Eisenhaltige Lebensmittel sind Fleisch- und Wurstwaren, Hirse, Hafer, Grünkern, Brot (Vollkorn), Spinat, Schwarzwurzeln, Feldsalat und Möhren.
  • Ganz wichtig – viel trinken. Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind ideal.

Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln

Nach der DGE kann jede stillende Mutter im Grunde all das essen, was sie selber gut verträgt. Wenn sie auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagiert, gehört dies natürlich nicht auf den Speiseplan.

  • Leidet der Säugling plötzlich unter Blähungen, kann die Mutter selbst testen, inwieweit sie Lebensmittel wie Zwiebeln, Kohl oder Hülsenfrüchte weglassen sollte.
  • Kommt es auch beim ausschließlichen Stillen zu allergischen Reaktionen wie Durchfall, Ekzemen oder Koliken beim Baby, so kann das an Mutters Verzehr von Kuhmilch- oder Hühnereiweiß liegen. In Frage kommen aber auch die Nahrungsmittel Weizen, Nüsse und Fisch. Hier ist es sinnvoll eine allergenarme Diät durchzuführen.
  • Zitrusfrüchten wird nachgesagt, sie seien bei einem Säugling schuld am wunden Popo. Aber gerade Obst ist wegen seinem Vitamingehalt besonders gesund. Deshalb das Obst zunächst in kleinen Portionen verzehren.
  • Vorsicht ist bei Alkohol, Kaffee und schwarzem Tee geboten. Koffein und Alkohol gelangen über die Frauenmilch in den Organismus des Babys. Maximal drei Tassen Kaffee oder Tee sind nicht bedenklich. Auf Alkohol sollten Stillende am besten ganz verzichten.
  • Unterernährung ist genauso wie Überernährung während der Stillzeit bedenklich. Hierbei werden Milchproduktion und auch Milchenergiegehalt vermindert.

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