Richtiges Fasten – Wohltat für Körper und Seele

Heilfasten dient der Entschlackung und Gewichtsreduzierung. Immer mehr Menschen streben danach, sich gesund zu ernähren, doch Stress, Hektik und ungesunde Lebensweise bestimmen oft unseren Alltag. Fastentage helfen auszugleichen.

Warum fühlen Sie sich seit einiger Zeit so aufgedunsen, schlapp, müde und nervös? Ihre Verdauung macht Ihnen zu schaffen, Sie haben zugenommen und Sie fühlen sich regelrecht abgespannt. Dies sind die Symptome einer ernährungsbedingten Empfindlichkeitsstörung. Sie wissen, dass Sie etwas dagegen tun müssen, damit Sie Ihr körperliches und seelisches Gleichgewicht wieder finden. Nach längerer Überlegung entschließen Sie sich, eine Fastenkur zu machen. Doch wie sollten Sie richtig vorgehen?

Was ist Fasten?

Fasten ist die zeitweilige Beschränkung oder kurzzeitige Einstellung der Nahrungsaufnahme.

Vor Jahrtausenden war es nicht gesichert, dass der Mensch täglich geregelte Mahlzeiten in ausreichender Menge zu sich nehmen konnte. Nach Tagen der erhöhten Nahrungszufuhr folgten Tage, an denen es wenig oder gar nichts zu essen gab. Heute haben wir in unseren reichen Industrieländern ein Überangebot an Nahrungsmitteln. Oft essen wir das Falsche und viel zu viel. Fastentage sollen dabei helfen, unsere Fehlernährung auszugleichen und zu korrigieren. Richtiges Fasten ist als aktive Gesundheitsvorsorge anzusehen. Manche Menschen fasten am liebsten alleine, andere bevorzugen das Fasten in Gruppen unter Gleichgesinnten.

Heilfasten mobilisiert unsere inneren Energiequellen

Heilen mit Fasten besagt der Begriff „Heilfasten“ und ist das älteste Heilmittel der Menschheit. Durch die Einstellung der Nahrungsaufnahme holt sich der Körper die benötigte Energie aus den körpereigenen Engergiedepots. Heilfasten kann der Einstieg in eine gesündere Ernährungsweise sein und sollte als Chance zur Ernährungsumstellung genutzt werden.

Sie möchten mit einer Fastenkur beginnen, was müssen Sie zuvor beachten?

Richtiges Fasten will vorbereitet sein. Stellen Sie sich innerlich darauf ein, freuen Sie sich darauf, dass Sie Körper und Geist entschlacken und von Ballast befreien. Überlegen Sie sich, wie lange Sie fasten möchten. Ein vollständiger Verzicht auf feste Nahrung ist nicht einfach. Damit Sie in Ihrem Körper etwas bewirken, sollten Sie mindestens drei Tage fasten. Eine richtige Heilfastenkur dauert in der Regel vierzehn Tage, längere Fastenzeiten sollten Sie nur nach Rücksprache mit einem Arzt durchführen. Essen Sie ein bis zwei Tage vor der Fastenkur nur noch leicht verdauliche Speisen. Dies können Obst und Gemüse sein sowie Salate, Kartoffel- und Reisgerichte. Trinken Sie viel. Es sollten mindestens drei bis vier Liter Flüssigkeit sein. Mineralwasser und Kräutertees sind ideal. Es gibt ausgezeichnete Fastentees, die den Stoffwechsel anregen und die Flüssigkeits- und Schlackenausscheidung unterstützen. Verzichten Sie bereits an diesen Vorbereitungstagen auf Alkohol, Süßigkeiten und andere Genussgifte. Wenn Sie Raucher sind, stellen Sie wenn möglich das Rauchen ein.

Nun können Sie mit der Fastenkur beginnen

Eine Fastenkur sollte immer mit einer Darmreinigung beginnen. Der Darm muss gesäubert werden, um ihn von alten Abbauprodukten zu befreien. Die inneren Energiequellen werden so aktiviert und es wird verhindert, dass sich übermäßiger Hunger bei der Fastenkur einstellt. Eine Darmreinigung kann mittels eines Einlaufes oder der Einnahme eines Abführmittels erfolgen.

Falls Sie Krankheiten haben oder längere Zeit fasten möchten, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen!

Was sollten Sie bei der Heilfastenkur beachten?

Während einer Heilfastenkur sollten Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen! Erlaubt sind Tees, Gemüsebrühe, Mineralwasser (wenn möglich ohne Kohlensäure) und ungesüßte Fruchtsäfte. Bitte trinken Sie keinen Kaffee und keinen Alkohol. Gehen Sie spazieren, schwimmen Sie, treiben Sie leichten Sport, aber ruhen Sie sich auch aus. Finden Sie zur inneren Ruhe zurück, gönnen Sie sich und Ihrem Körper Entspannung. Wechseln Sie zwischen Ruhe und körperlicher Betätigung, halten Sie Ihren Kreislauf in Schwung. Machen Sie zur Unterstützung Ihrer Fastenkur Yoga, Autogenes Training und Atemübungen. Sie werden spüren, wie sich Ihr Körper regeneriert. Sollten Sie in ein „Fastentief“ fallen, geben Sie nicht auf! Trinken Sie genügend und versorgen Sie sich mit Vitaminen. Nehmen Sie ausreichend Mineralstoffe und Spurenelemente ein, damit der Körper nicht übersäuert. Beenden Sie die Kur, falls sich körperliche Beschwerden einstellen und reden Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Die Fastenkur ist erfolgreich beendet, eine grundlegende Ernährungsumstellung kann nun beginnen!

Falls Sie sich vorgenommen haben, Ihre Ernährung auf eine gesündere Kost umzustellen, ist nun der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Ihr Stoffwechsel ist jetzt offen für „Neues“. Nutzen Sie diese Chance. Verfallen Sie nicht wieder in alte Gewohnheiten, aber nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Ihr Körper muss nun wieder an feste Nahrung gewöhnt werden. Als Faustregel gilt, dass Sie ein Drittel der Fastenzeit dafür rechnen müssen, den Körper langsam wieder umzustellen. Wenn Sie also zwölf Tage nur Flüssigkeiten zu sich genommen haben, benötigen Sie vier Tage, um den Körper wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Welche Nahrungsmittel dies künftig sein werden, bestimmen Sie. Wenn Sie nach dem Heilfasten wieder in alte Gewohnheiten verfallen, werden Sie sich bald wieder so elend fühlen wie vor dem Fasten. Wollen Sie das?

An den Aufbautagen nach dem Fasten sollten Sie nur leichte Schonkost zu sich nehmen. Falls Sie Ihren Körper mit einer üppigen Mahlzeit für die lange Fastenzeit belohnen möchten, wird er Ihnen dies mit Bauchschmerzen danken.

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