Schwanger und Probleme mit den Hämorriden

Wenn der Gang zur Toilette Schmerzen bereitet. Die wichtigsten Tipps im Kampf gegen Hämorrhoidalleiden, die viele Frauen treffen, die schwanger sind. Wirksame Hilfe gegen Schmerzen, Blut am After und lästiges Jucken.

Probleme mit den Hämorriden: Das bedeutet Schmerzen, ein ständiges Jucken am Po und manchmal auch den Austritt von hellem Blut am After. Davon können gerade Schwangere ein Lied singen. Sie zählen zu den Risikogruppen, die besonders anfällig für sogenannte Hämorrhoidalleiden sind und können von lindernden Mitteln profitieren, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt (immer in Absprache mit dem Frauenarzt oder Hausarzt). Viele dieser Salben sind so gut verträglich, dass sie auch für die Anwendung in der Schwangerschaft geeignet sind. Eine pflanzliche Alternative sind etwa Präparate mit Hamamelisextrakt.

Für Frauen, die häufig außer Haus sind und Probleme im Enddarmbereich haben, sind außerdem kleine Einmaltuben praktisch, die man bei Beschwerden und Schmerzen einfach anwenden kann. Zudem sollte man schmerzlindernde Zäpfchen auf Reisen mitnehmen und eine Creme oder Salbe, die man bei Reizungen abends zur Beruhigung auftragen kann. Von der Benutzung der beliebten Feuchttücher raten Experten ab.

Operation muss nicht sein

Wer Probleme mit dem Enddarm hat, sollte sich nicht scheuen, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Denn je früher veränderte Hämorriden behandelt werden, desto besser lässt sich der Verlauf der Krankheit beeinflussen. Vergrößerte Hämorriden ersten Grades lassen sich noch mit Salben oder Zäpfchen behandeln. Hämorrhoidalleiden zweiten und dritten Grades können verödet oder mit einer Gummibandligatur beseitigt werden. Im vierten Stadium kommen die Patienten hingegen zumeist um eine Operation nicht mehr herum.

Therapie: je früher, desto besser

Generell gilt: Je früher Patienten aktiv werden, desto besser kann ihnen geholfen werden. Viele Betroffene scheuen sich allerdings aus Angst vor der Untersuchung, bei Enddarmproblemen den Arzt um Rat zu fragen. Diese Befürchtungen sind unbegründet. Die Untersuchung ist viel harmloser als befürchtet. Meistens tastet der Arzt mit dem Finger vorsichtig die äußere Afterumgebung und den Analkanal ab. Für den Arzt ist das Routine, nennenswerte Schmerzen durch die Untersuchung muss der Patient nicht befürchten.

Was bringen Abführmittel?

Wer in der Schwangerschaft zu Verstopfung neigt, was wiederum die lästige Vergrößerung der Hämorriden fördert, sollte Abführmittel allenfalls kurzzeitig nehmen, wenn es gar nicht anders geht. Sie machen den Darm nämlich träge und führen zu Reizungen. Weitaus sinnvoller sind tägliche Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Litern über den Tag verteilt. Der Speiseplan sollte eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung beinhalten.

Einläufe sind hingegen in bestimmten Fällen durchaus eine Hilfe, besonders dann, wenn das Kleine erst einmal auf der Welt ist und die Probleme mit der Verdauung nicht nachlassen. So entwickeln beispielsweise viele Frauen, die Schwangerschaften und Geburten hinter sich haben, eine Beckenbodensenkung, die mit einer Entleerungsstörung des Darms einhergeht. Regelmäßige Einläufe schaffen hier oft Erleichterung.

Ganz wichtig im Kampf gegen Hämorrhoidalleiden ist auf jeden Fall: viel trinken. Am besten stellt man sich immer etwas Flüssiges vor die Nase. Besonders ungesüßter Früchtetee oder stilles, natriumarmes Wasser sind ein Labsal für Körper und Verdauung.

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