Schwimmen in der Schwangerschaft

Über die positiven Auswirkungen sportlicher Betätigung im Wasser. Schwimmen in der Schwangerschaft steigert das seelische und körperliche Wohlbefinden.

Schwimmen in der Schwangerschaft hat viele positive Auswirkungen. So verbessert sich die Körperhaltung und die Beweglichkeit. Schwimmen kräftigt die Muskulatur, steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und hilft, soziale Kontakte zu knüpfen. Das erhöhte Körpergewicht empfindet die Schwangere im Wasser weniger störend. Schwimmen – und Sport allgemein – erhöht das seelische und körperliche Wohlbefinden der Schwangeren. Durch Schwimmen kann die Frau auch am Ende ihrer Schwangerschaft noch etwas für die Fitness tun. Des Weiteren fördert Schwimmen die Durchblutung, und die Verletzungsgefahr ist sehr gering. Der Bandapparat, aber auch die Gelenke, werden entlastet. Und schließlich wird das ungeborene Kind vor einer Überhitzung geschützt, da die Körpertemperatur der Schwangeren im Wasser nicht so stark ansteigt.

Was vor dem Schwimmen zu beachten ist

Zunächst sollte jede Schwangere ihren Gynäkologen fragen, ob Schwimmen für sie unbedenklich ist. Weil Fliesen am Beckenrand der Schwimmeinrichtungen oft nass und somit auch glatt sind, sind rutschfeste Schuhe unbedingt empfehlenswert. Ebenso wichtig ist eine für die Schwangerschaft entsprechende Badebekleidung. Nicht zwingend notwendig, aber durchaus hilfreich für eine entspannte, freudebetonte Schwimmeinheit sind eine Schwimmbrille, ein Schwimmbrett oder eine Poolnudel. An die Mitnahme von Flüssigkeit ist zu denken, nicht jede Badeeinrichtung verkauft Getränke und gerade für Schwangere ist Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Dass sich alkoholische Getränke verbieten, ist selbstverständlich, geeignet sind Säfte und Mineralwasser. Günstig ist es, dann zu schwimmen, wenn die Badeanstalt nur mäßig frequentiert ist, da vor allem Kinder und Jugendliche während des Auslebens ihres Spiel- und Bewegungsdranges gelegentlich unaufmerksam sind. Empfehlenswert sind Aufwärm- und Lockerungsübungen, um den Organismus auf die sportliche Betätigung vorzubereiten.

Tipps für die Schwimmeinheit

Die Schwangere sollte die letzten 60 Minuten vor der Schwimmeinheit nicht gegessen haben, sie sollte allerdings auch nicht hungrig schwimmen. Die Länge und Intensität der Übungseinheit ist von der Phase der Schwangerschaft, aber auch von den körperlichen Voraussetzungen abhängig.

Von den vier Grundschwimmarten, also Brust, Rücken, Kraul und Schmetterling sind bis auf Schmetterlingsschwimmen alle bedenkenlos durchführbar. Das Schmetterlingsschwimmen kostet zu viel Kraft und führt dadurch schnell zur Erschöpfung. Aber auch das Schwimmen auf der Seite und der Rücken-Gleitzug sind geeignet. Beim Rücken-Gleitzug, gelegentlich auch als Deutscher Kraul bezeichnet, liegt die Schwimmerin mit dem Rücken auf dem Wasser, führt mit den Beinen jedoch nicht die Kraul-, sondern die Beinbewegung aus dem Brustschwimmen durch. Parallel zum Beinschlag krault sie mit beiden Armen. Durch diese Beinbewegung trainiert die Schwangere ihre durch die Schwangerschaft sehr beanspruchte Beckenbodenmuskulatur.

Neben den Gleichzugschwimmarten, also Brustschwimmen und Rücken-Gleitzug, sind aber auch immer wieder ein paar Bahnen in den Wechselzugschwimmarten, also Kraul und Rücken zu schwimmen, um nicht in der Monotonie das Interesse zu verlieren, und um möglichst viele Muskelgruppen anzusprechen.

Was nach dem Schwimmen zu beachten ist

Dehnungs- und Abwärmübungen sind nach der Schwimmeinheit empfehlenswert. Unbedingt notwendig ist es, dass sich die Schwangere nach dem Schwimmen gründlich abduscht, das Wasser von Badeanstalten ist meist stark gechlort.

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