Silicea in der Homöopathie

Hauptangriffspunkt von Silicea (Kieselerde) ist das Bindegewebe. Daher ist das Mittel hauptsächlich dann angezeigt, wenn die innere Stütze fehlt.

Die Wirkung von Silicea ist langsam. Es eignet sich daher besonders für die homöopathische Behandlung von Zuständen, die langsam und schleichend entstanden sind. Neben der Behandlung von chronischen Beschwerden wie immer wiederkehrende Ohren- oder Mandelentzündungen ist das homöopathische Silicea ein bewährtes Mittel bei der Behandlung von Impffolgen.

Silicea kann Fremdkörper aus dem Körper entfernen

Tiefsteckende Splitter oder Stachel, die nicht mechanisch von Hand entfernt werden können, können durch die Gabe des homöopathischen Siliceas aus dem Körper befördert werden. Vorsicht ist geboten, bei der Anwendung von Silicea bei Menschen, die einen Herzschrittmacher oder ein transplantiertes Organ tragen.

Die seelische Komponente von Silicea 

Menschen, die das homöopathische Silicea benötigen, fallen durch ein geringes Selbstbewusstsein und mangeldenEntschlußfähigkeit auf. Vor besonderen Prüfungen oder bevorstehenden Ereignissen sind sie übermäßig nervös.

Sie haben ein schlechtes Gedächtnis und können sich schlecht konzentrieren. Silicea-Personen neigen dazu, schnell aufzugeben. Wenn Sie aber doch mal an einer Sache dran bleiben, sind sie in der Durchführung sehr penibel.

Auffällig ist die große Angst vor Nadeln und spitzen Dingen, wie etwa Spritzen.

Außergwöhnliche Empfindungen

Silicea hat das Gefühl, als ob die Zähne zu lang seien oder das Gefühl eines Haares auf der Zunge. In Geschwüren wird ein Kälte-Gefühl empfunden.

Körperliche Symptome, die für die Anwendung des homöopathischen Silicea sprechen

Wunden heilen langsam und sehr schlecht. Sie bilden überschüssiges Narbengewebe, sie eitern oder es kommt zur Bildung von Geschwüren. Häufig wird von einem Kältegefühl in dem Geschwür berichtet.

  • Schmerzen werden als stechend beschrieben.
  • Silicea leidet häufig unter Verstopfung mit Bauchschmerzen, wobei der Stuhl zurückgleitet, obwohl er schon ausgetreten ist.
  • Die Nägeln an den Fingern und den Zehen sind spröde, rissig und verformt.
  • Kopfschmerzen ziehen vom Nacken oder vom Hinterkopf hinauf in die Stirn und von da weiter in die Augen.
  • Schnupfen mit verstopfter Nase. Es bilden sich Krusten in der Nase, die beim Ablösen bluten.

Silicea ist sehr kälteempfindlich

Menschen, die das homöopathische Silicea benötigen, frieren immer und überall. Sogar im warmen Zimmer wird ihnen nicht warm. Silicea kann man oft daran erkennen, dass sogar im Sommer eine Mütze getragen wird. Frauen leiden besonders unter kalten Füßen, die auch im Bett nicht warm werden und somit das Einschlafen erschweren. Trotz ihrer Frösteligkeit neigen Silicea-Menschen zu Schweiß. Der Fußschweiß riecht übel und reizt die Haut. Nachts während des Schlafes schwitzt Silicea am Kopf. Werden diese Schweiße unterdrückt, kommt es zu weiteren Beschwerden, die erst dann wieder verschwinden, wenn die Schweißbildung nicht mehr unterdrückt wird.

Verschlimmerung der Silicea-Beschwerden

  • bei Kälte und Zugluft
  • an unbedeckten Körperstellen
  • während der Menstruation
  • durch Trost
  • bei Neumond
  • durch Milch

Verbesserung der Silicea-Beschwerden

  • Wärme und warmes Einhüllen in Kleidung oder Decken, besonders wichtig ist das warme Einhüllen des Kopfes
  • warme Anwendungen wie ein warmes Bad oder ein Wärme-Kissen

Hinweis:

Dieser Artikel dient lediglich der Information. Er bietet keine Anleitung zur Selbstbehandlung und ersetzt nicht den Besuch beim Heilpraktiker oder Arzt.

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