Sind Lungenschmerzen gefährlich?

Lungenschmerzen können harmlose Ursachen haben. Eine Abklärung durch den Arzt ist aber ratsam.

Die Lunge hat die Aufgabe, unseren Körper mit genügend Sauerstoff zu versorgen. 16 bis 20 Mal pro Minute atmet ein gesunder Erwachsener und nimmt dabei ungefähr acht Liter Luft auf. Diese Menge kann sich bei körperlicher Aktivität stark erhöhen.

Sollte bei Lungenschmerzen auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden?

Es gibt eine ganze Reihe von ernsthaften Erkrankungen, die mit Schmerzen der Lunge korrespondieren. Um so eine schwere Krankheit auszuschließen oder rechtzeitig therapieren zu können, sollten bei häufigerem Auftreten der Symptome diagnostische Maßnahmen ergriffen werden.

Harmlose und gefährliche Lungenbeschwerden

Banale Erkältungskrankheiten, d.h. Infektionen der oberen Atemwege, können sich schnell zu einer akuten Bronchitis entwickeln. Diese Erkrankung ist zwar lästig und eventuell mit Schmerzen verbunden, aber nicht gefährlich.

Eine nicht auskurierte akute Bronchitis kann in eine chronische Form mutieren.

Eine weitere Ursache für eine chronische Bronchitis ist eine Allergie, z.B. gegen Hausstaubmilben oder Pollen. Bei dieser Krankheit sind die Bronchien permanent entzündet, was zu Schmerzen und Atemnot führen kann.

Bei der chronisch obstruktiven Bronchitis sind die Bronchien außerdem verengt; dies hat bei körperlicher Anstrengung oder einem zusätzlichen grippalen Infekt einen negativen Einfluss auf die Atemfrequenz – die Folge kann große Atemnot bis hin zu Todesangst sein. Es ist deshalb sehr wichtig, bei einer bekannten obstruktiven Bronchitis ein Notfallspray bei sich zu haben, das die Bronchien erweitert und so das Atmen ermöglicht. Als Therapie hat sich außer schulmedizinischen Maßnahmen, wie z.B. mit Cortison, auch eine homöopathische Behandlung bewährt. Gerade bei Kindern ist diese Therapie-Form besonders erfolgreich. Auch die Akupunktur ist ein anerkanntes altes Heilverfahren, das über etliche Erfolge zu berichten hat.

Bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) ist das Lungengewebe akut oder chronisch entzündet. Diese Infektion wird in primäre und sekundäre Formen eingeteilt und kann durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht werden. Die primäre Variante ist die harmlosere, die relativ einfach zu therapieren ist. Die sekundäre Lungenentzündung betrifft hauptsächlich Menschen, deren Abwehrsystem stark geschwächt ist; die Behandlung ist dementsprechend schwieriger.

Tuberkulose ist eine chronische, bakterielle Infektion, die zu 85% die Lunge betrifft, aber z.B. auch die Hirnhäute, die Knochen, die Haut, den Gastro-Intestianaltrakt oder die Harnwege befallen kann.

Menschen, die über einen langen Zeitraum stark geraucht haben, sind stärker gefährdet, an Lungenkrebs zu erkranken. Diese Krebserkrankung trifft man in dieser Personengruppe zumindest häufiger an.

Zusammenfassend noch einmal mögliche Ursachen, die Lungenschmerzen auslösen können:

Reizung der Lunge durch z.B. kalte Luft oder Einatmung von Gasen, Asthma, Bronchitis, COPD, Lungenentzündung, Lungenkrebs, Embolie, Schlafapnoe, Sarkoidose. Hieran sieht man, dass es doch unterschiedlichste Ursachen für eventuelle Lungenschmerzen gibt, so dass bei länger anhaltenden Problemen der Arzt, bzw. Lungenspezialist (Pneumologe) zu Rate gezogen werden sollte.

Bitte beachten Sie, dass Artikel im Internet über Gesundheitsthemen nicht den Rat eines Arztes ersetzen können.

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