Sport und Schwangerschaft

Regelmäßige Bewegung kann Schwangerschaftsbeschwerden lindern. Frauen, die in guter körperlicher Verfassung sind, haben eine angenehmere Schwangerschaft und seltener Komplikationen bei der Geburt.

Die Veränderungen, die durch eine Schwangerschaft hervorgerufen werden, führen fast zwangsläufig zur Verunsicherung der Frau. Diese Verunsicherung weckt oft Befürchtungen, dem ungeborenen Kind durch Bewegungen und Erschütterungen zu schaden, weshalb viele Schwangere körperliche Aktivitäten vermeiden und die Wochen und Monate bis zur Geburt inaktiv sind. Selbst Frauen, die vor ihrer Schwangerschaft regelmäßig Sport getrieben haben, reagieren auf die neue Lebenssituation mit neuen Verhaltensweisen und versinken gelegentlich in einer ihnen doch eigentlich fremden Passivität.

Sportlich aktive Frauen haben seltener Probleme in der Schwangerschaft

Die Leistung, die der Körper erbringen muss, um die Herausforderungen einer Schwangerschaft zu bewältigen, ist bedeutend. Dass die Frau in der Schwangerschaft dementsprechend noch bewusster auf die Signale ihres Körpers achtet und ihr Leben gesetzter gestaltet, ist selbstverständlich. Gründe, auf sportliche Aktivitäten zu verzichten, gibt es jedoch nicht.

Sport hilft bei Schlafstörungen, sorgt für ein emotionales und hormonelles Gleichgewicht, hilft Stress abzubauen, verbessert die allgemeine Fitness und kann die durch die Schwangerschaft hervorgerufenen Beeinträchtigungen reduzieren. Sportlich aktive Frauen haben seltener Krampfadern und seltener Übergewicht. Bewegung regt den Stoffwechsel an und beschleunigt die Verdauung, weshalb sportlich aktive Schwangere seltener an Verstopfung leiden. Sport in der Schwangerschaft kann Rückenschmerzen vorbeugen.

Nicht jede sportliche Betätigung ist in der Schwangerschaft sinnvoll

Die Motivation, sich in der Schwangerschaft sportlich zu betätigen, ist höher, wenn Sport Freude bereitet. So sollte sich die Schwangere an ihren eigenen Interessen orientieren, dabei aber nicht unberücksichtigt lassen, dass in der momentanen Lebenssituation nicht jede sportliche Betätigung sinnvoll ist. So stellen Sportarten mit hoher Sturzgefahr wie Ski fahren oder auch Reiten ein unnötiges Risiko für die Mutter und das ungeborene Kind dar. Ebenso ungünstig sind Ball- oder Kampfsportarten, bei denen es Körperkontakt gibt.

Möglichkeiten sportlicher Betätigung in der Schwangerschaft

Die meisten Ausdauersportarten, beispielsweise Schwimmen, Walking, Nordic Walking, Laufen, Aerobic, Rad fahren oder Rudern, sind zu Beginn der Schwangerschaft geeignet, um etwas für die körperliche Fitness zu tun. Aber auch anaerobe Belastungsformen sind in dieser Phase der Schwangerschaft unbedenklich. So spricht nichts gegen ein Gerätetraining im Fitnessstudio.

Gegen Ende der Schwangerschaft ist die Frau in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, dann bieten sich vor allem Gymnastikübungen zum Erhalt oder zur Verbesserung der körperlichen Fitness an, beispielsweise Aquagymnastik oder Beckenbodengymnastik. Gymnastikübungen können auch in der eigenen Wohnung durchgeführt werden. Schwimmen ist weiterhin sehr empfehlenswert. Da durch die veränderte Körperform Gleichgewichtsprobleme auftreten können, erhöht sich das Sturzrisiko im Verlauf der Schwangerschaft, weshalb nun vom Fahrradfahren abzuraten ist.

Zu jeder Übungseinheit gehört ein Auf- und Abwärmprogramm. Dauer, Intensität und Häufigkeit sind von der Bewegung und von der Phase der Schwangerschaft abhängig. Generell sollte die schwangere Frau darauf achten, dass sie beim Sport viel trinkt, lockere Kleidung trägt und auf die Signale ihres Körpers hört.

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