Sprudelndes Trinkwasser aus Leitungswasser

Trinkwassersprudler: Vom stillen Wasser zur vitalen „Well-Nässe“ Der prickelnde Tipp mit Kohlendioxid: Trinkwassersprudler. Tragen Sie Ihre Wasserkästen bequem in Aktentasche oder Rucksack nach Hause. Sprudelwasser nach Hausmacher-Art.

Stille Wasser sind nicht besonders tief, wenn sie als Trinkwasser frisch aus dem Wasserhahn in das Wasserglas laufen – eher leise und lau. Es fehlt einfach das prickelnde Vergnügen, das leichte Moussieren der Kohlensäure in der „Well-Nässe“. Doch über 9 Millionen deutsche Haushalte lassen es mittlerweile zischen, brodeln und blubbern. Mit einem so genannten Trinkwassersprudler oder Sodabereiter braust Kohlendioxid das Trinkwasser auf, daraus entsteht der bitzelnde Prickelfaktor Kohlensäure.

Trinkwassersprudler: Kohlendioxid plus Trinkwasser – Kohlensäure

Trinkwassersprudler verwandeln stilles in bitzelndes Trinkwasser, indem sie mit erhöhtem Druck Kohlendioxid einleiten. Dabei wird das Kohlendioxid im Wasser gelöst (siehe Bild). Zusätzlich geht das gelöste Kohlendioxid mit Wasser noch chemische Verbindungen ein – es entsteht Kohlensäure. Der bekannte Prickelfaktor aus den Mineralwässern macht den mehr oder minder sauren Geschmack aus, die Mineralien den salzigen Geschmack. Kohlensäure besteht aus einem Kohlenstoffatom, zwei Wasserstoffatomen und drei Sauerstoffatomen. Bei den momentan häufig gekauften Mineralwässern vom „Medium“-Typ sind davon etwa 3 bis 5 Gramm pro Liter enthalten.

Trinkwassersprudler: Sicheres Geblubber mit Sicherheitsventil

Wenn man nur die vom Hersteller angegebenen Druckgasflaschen verwendet, kann eigentlich nichts schief gehen. Die Kohlendioxid-Kartuschen werden in das Gewinde des Trinkwassersprudlers eingeschraubt. Dann kann das Befüllen der Sprudelflasche mit Kohlendioxid beginnen. Zur Sicherheit sind die Geräte mindestens mit einem Überdruck- und einem Sicherheitsventil ausgestattet. Manche geben das Kohlendioxid auch erst frei, wenn die Schutztür geschlossen ist. Denn es kann durchaus passieren, dass ältere Flaschen aus Poly-Ethylen-Terephthalat (PET) sich durch den Druck verformen oder Haarrisse bekommen, aber nicht explosionsartig platzen. Alternativ werden aber auch Sprudelflaschen aus Sicherheitsglas oder Aluminium angeboten.

Hygiene und Kühle – Hygienische Punkte für den Trinkwassersprudler

Kohlensäure ist nicht nur empfehlenswert für die Funktion von Magen und Darm, sie gibt auch den Bakterien im Trinkwasser Saures und hemmt die Vermehrung von Keimen in der Flasche. Doch sollte man als ungeübter Neusprudler zusätzlich einige hygienische Punkte beachten. Spülen Sie die Sprudelflasche samt Verschluss nach jedem Gebrauch aus. Das noch stille Trinkwasser sollte vor der Kohlendioxid-Betankung im Kühlschrank herunter gekühlt werden. Dadurch steigt das so genannte Löslichkeitsprodukt für Kohlendioxid – so können Sie mit einer Kohlendioxid-Kartusche mehr Trinkwasser bebitzeln. Trinken Sie nicht direkt aus den Sprudelflaschen, das gilt auch für Mineralwasserflaschen. Steht der Inhalt längere Zeit, kann es zu einer Bakterienblüte kommen. Am besten füllen Sie das frische Bitzelwasser in eine verschraubbare Glasflasche um.

Prickelfaktor: Kostenersparnis für den Trinkwassersprudler

Öko-Test berechnete eine Kostenersparnis von 20 Cent pro Liter Bitzelwasser. Ähnliche Berechnungen von der Stiftung Warentest zeigen, dass sich die Mehrausgaben für Trinkwassersprudler und Kohlendioxid-Kartuschen sogar für Single-Haushalte bereits nach einem Jahr amortisiert haben. Die Mineralwasserhersteller kommen zu einem nicht so prickelnden Endergebnis.

Doch zumindest kann man am Wochenende lange Wasserwarteschlangen an der Kasse des Getränkemarktes vermeiden und auf das Auto verzichten. Denn die Kartuschen lassen sich auch bequem im Rucksack auf dem Fahrrad oder in der Aktentasche transportieren. Möchten Sie die prickelnde Alternative näher kennenlernen – Testberichte über Trinkwassersprudler gibt es bei den Verbraucher-Zeitschriften test und Öko-Test.

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